ich suche ein paar Eltern die mir vielleicht ein paar Tip`s geben können, oder deren Kinder das gleiche Leiden haben. Meine Tochter ist 7 Jahre und kann seit der Diagnose nur schwer damit umgehen. Möchte ihr so gerne helfen. Selbst ich weiß schon garnicht mehr was ich ihr noch zu Essen oder zu Trinken geben soll. Im Moment probieren wir aus, was sie wie gut verträgt oder nicht. Das ist echt zum Verzweifeln.
Ich hoffe das wir jemanden finden den das gleiche Schiksal plagt um uns mal auszutauschen.
Danke schon mal fürs Lesen und für viele Antworten.
ich habe keine Kinder, aber vielleicht habe ich dennoch ein paar hilfreiche Anmerkungen für dich.
Am besten dürfte deine Tochter sich daran gewöhnen, wenn du ihr in dieser Sache selbst ein gutes Vorbild bist (Stichwort Modelllernen). Heißt: „Mama benimmt sich, als sei es ein Weltuntergang. Dann ist es bestimmt auch schlimm“ wird euch nicht voran bringen. Die Umgewöhnungsphase ist nicht leicht und sicher auch mit einigen Tränen verbunden, aber Kinder erlernen erstaunlich gut neue Verhaltensweisen, wenn man sie richtig heranführt.
Was die Milch anbelangt: Schau dich doch einmal bei den Veganern um. Die haben einige gute Alternativen zu Kuhmilch: Sojamilch (gibt es z.B. auch mit Vanillearoma), Hafermilch, Reismilch usw.
Von diesen Produkten gibt es auch Abwandlungen zu Joghurt, Eis, Quark, Frischkäse. Gerade unter dieser Ernährungsgruppe gibt es einige kreativer Blogger im Internet, die gern ihre Rezepte teilen.
Ich bin verwirrt, dass du nicht weiß, was du ihr zu trinken geben sollst: Mineralwasser ist sowieso besser als Fruchtsäfte und Softdrinks. Tees kannst du süßen z.B. mit Stevia oder Traubenzucker.
Die Fructoseintoleranz selbst… da gibt es Unterformen, aber auch einige Foren speziell für Betroffene. Ich denke, dort kann man dir gut weiterhelfen.
Wende dich darüberhinaus mal zur Ernährungsberatung an die Krankenkasse oder direkt an professionelle Ernährungsberater.
Ihr schafft das schon und ich kann dir versichern, dass deine kleine Maus nicht den Hungertod sterben muss.
Das Problem hierbei ist nur, dass viele Produkte, die auch Glucose enthalten auch gleichzeitig mit Fructose versetzt sind - keine Ahnung warum man das macht, aber so steht das auf den Inhaltsangaben.
Diejenigen die die Lebensmittelgeschmäcker mit allem möglichen Stoffen (obs extra mit Fructose oder sonstigem) „verbessern“ haben meiner Meinung nach einen ziemlichen Schlag, genau so wie diejenigen die das Produkt in Auftrag gegeben haben und es dann vertreiben.
Aber um zurückzukehren; hierbei ist das Spektrum an Lebensmitteln, die man dann zu sich nehmen kann realtiv eingeschränkt.
Mineralwasser, Wasser und Tees sind eine gute Idee und vor allem für die Kinder zu empfehlen. Naja, die heutigen Kinder oder besser gesagt die heutigen Eltern bringen es den Kindern bei, sich aber lieber von Chips, Cola und Säften zu ernähren.
Kuhmilcheiweiß, Lactose- und Fructoseintolleranz ist schon irgendwie heftig - fragt sich nur, wodurch diese entstanden sind.
ergänzend
@ Liete: der Umgang mit dem ganzen Thema halte ich auch für sehr wichtig! Denn letztendlich bestimmt auch die Seele wie es dem Körper geht
@Sonja: wie Liete schon gesagt hat, mach kein Drama draus! Ich kenne jemanden, der schon als Kleinkind allergisch gegen Lactose, Eier und Tomaten und noch verschiedene andere Sachen war. Er hat schon als Fünfjähriger fast stolz im Supermarkt aufgezählt, welche Produkte er nicht essen kann. Traurig wirkte er dadurch keineswegs.
Wenn es wieder mal ums Essen geht: Sag einfach, was sie nicht essen darf und nur FALLS sie dann nachfragen sollte, gehe auf ein erklärendes Gespräch ein.
(Ich will damit nur vermeiden, dass du schon, bevor das Kind überhaupt seine Situation realisiert hat, anfängst alle negativen Folgen zu erklären „… du kannst das nicht essen WEIL…“ "…andere Kinder haben auch Krankheiten… "
Du kannst dir sicher sein, das deine Tochter dich fragen wird wenn sie sich unsicher ist oder wütend etc.)
Und ich glaube fest daran, dass sich das mit den Intoleranzen so einspielt, dass man später weiß, was man noch essen kann, und wann es „zu viel“ ist. Denn im Prinzip ist jeder Mensch Fructose- und Lactoseintolerant, nur die Menge macht den Unterschied von Person zu Person.