schon des öfteren habe ich Kühe/Kälber mit einem seltsamen Nasenring gesehen.
Der Ring besteht aus Plastik und am unteren/äusseren Rand sind Zacken.
Ich habe keine Ahnung, warum manche Kühe solche eigenartige Nasenringe tragen, wobei ich mir eigentlich auch nicht so recht erklären kann, warum Kühe überhaupt Nasenringe tragen sollten.
Weiss Jemand mehr?
schon des öfteren habe ich Kühe/Kälber mit einem seltsamen
Nasenring gesehen.
das waren keine Kälber mehr, aber noch nicht ausgewachsene Jungtiere. Die lassen sich manchmal nur ungern und spät absetzen, insbesondere wenn sie nicht mit dem Eimer, sondern am Euter aufgezogen worden sind. Die Milch von Mutter- bzw. Ammenkuh wird aber für Kälber nötiger gebraucht, die bei extensiver Weidehaltung auch mit draußen sind. Wenn die eigentlich schon abgesetzten Jungtiere bei gemeinsamem Weidegang vom Saugen abgehalten werden sollen, kriegen sie diesen Ring. Wenn sie dann bei einer Kuh ans Euter wollen und dieses mit dem bei Kälbern üblichen Nasenstupsen ankündigen, dann ist wegen der Form des Ringes dieses Stupsen der Alten so lästig, dass sie sie abwehrt.
Auf diese Weise kriegen (bei Mutter-/Ammenkuhhaltung) die Kälber die Milch, die für sie gedacht ist; bei extensiver Milchviehhaltung ist die Milch dann abends zum Melken noch da und nicht in der Färse drin, die genau so gut mit dem Weidefutter zurechtkommt.
ich bin begeistert!
Jetzt habe ich endlich die Antwort auf eine meiner Kuhmysterien.
Muchas gracias!
Gruß
karin
Wenn die
eigentlich schon abgesetzten Jungtiere bei gemeinsamem
Weidegang vom Saugen abgehalten werden sollen, kriegen sie
diesen Ring. Wenn sie dann bei einer Kuh ans Euter wollen und
dieses mit dem bei Kälbern üblichen Nasenstupsen ankündigen,
dann ist wegen der Form des Ringes dieses Stupsen der Alten so
lästig, dass sie sie abwehrt.
wenn Dich (alte) ländliche Techniken generell interessieren, wünsch Dir schnell noch zu Weihnachten eines von den Fotobüchern von Eugen Sauter, der in den fünfziger Jahren als Schullehrer auf einem Dorf auf der Schwäbischen Alb eine inzwischen untergegangene Welt mit der Akribie eines Schullehrers, aber mit Blick für Schönes dokumentiert hat:
Die ordentlich getexteten Bände geben eine sehr gute Ergänzung zu den Museen wie Kürnbach, Vogtsbauernhof etc., bei denen oft ziemlich wild gesammelt und eher mangelhaft dokumentiert ist.
Wenn ich sie so durchblättere und mich erinnere, dass ich als Bub im Winter noch Flegeldreschen gehört habe (im Dreiertakt, Vater und zwei Söhne: Ziag d’Katz aa - Heng’s Fell auf - Ziag d’Katz aa - Heng’s Fell auf …), beim Torfstechen zugeschaut habe („Das schwarze Gold Oberschwabens hoißt mas - wäga mir kennt des Glomp wahse wos wett!“) usw., merk ich das Altwerden.
ich werde mir die vorgeschlagenen Bücher mal anschauen und mir vielleicht das Eine oder Andere bestellen.
Wenn ich sie so durchblättere und mich erinnere, dass ich als
Bub im Winter noch Flegeldreschen gehört habe (im Dreiertakt,
Vater und zwei Söhne: Ziag d’Katz aa - Heng’s Fell auf - Ziag
d’Katz aa - Heng’s Fell auf …),