Hallo!
Die einfachen Fehler können wir mal ausschließen oder?
Zu grobes Korkmehl, feuchtes Glasrohr, …
Von wegen. Es klappt einfach nicht. Bei einer ca. berechneten
Resonanzfrequenz von um die 170Hz (oder auch 340Hz) tut sich
gar nichts.
Überrascht Dich das? Wenn Du den Grundton erwischst (170 Hz), dann hast Du bei offenem Ende genau zwei Schwingungsbäuche, nämlich an beiden Enden. Den Knoten in der Mitte wirst Du nicht sehen können. Dreh mal die Frequenz etwas höher, so dass Du den 3. oder 4. Oberton erzeugst. Wahnsinnig viel gibt es übrigens so oder so nicht zu sehen, dass Korkmehl wird nur leicht aufgeworfen. Du könntest vom Effekt ziemlich enttäuscht sein.
Da fällt mir ein: Was machst Du mit dem Ende des Rohres? Ist es offen oder geschlossen? (Wenn das Ende geschlossen ist, hast Du einen Resonator mit einem losen und einem festen Ende. Dann gilt nicht mehr l = k * λ/2 bzw. f = k * c/(2l), sondern l = (2k - 1) λ/4 bzw. f = (2k - 1) * c/(4l).
Die tatsächliche Resonanzfrequenz stimmt übrigens nicht vollkommen mit der berechneten Frequenz überein. Das liegt daran, dass die Welle bei offenem Ende noch ein bisschen nach draußen greift, und dass man den Lautsprecher auch nicht vollkommen exakt am Rohrende platzieren kann.
Deswegen sollte man nicht eine bestimmte Frequenz einstellen, sondern die Frequenz stufenlos durchstimmen, bis man sieht, dass die Korkkrümel sich zu bewegen beginnen. Der Resonanzfall kündigt sich auch oft dadurch an, dass das Geräusch noch unerträglicher wird, als es eh schon ist. (Meistens werden die Krümel auch nicht hübsch aufgewirbelt, sondern bewegen sich eher in Rippen kriechend)
Und der Lautsprecher ist wirklich
relativ laut (jedenfalls unagenehm fürs Ohr).
Erfahrungsgemäß sollte die Lautstärke jenseits der Schmerzgrenze sein 
Ich hoffe, ich konnte helfen!
Michael