Kundenwerbung. Wie komme ich an die Kunden?

Hallo Experten!

Ich möchte mich selbständig machen. Meine Kunden werden Hausverwaltungen, Installateure, Hausbesitzer, Bauträger, Planungsbüros und Mietgesellschaften sein.
Wie komme ich an diese heran?
Habe gehört dass Zeitungsinserate recht teuer sind. Wie stehts mit den Gelben Seiten?
Wie macht Ihr das?

Mein Problem ist halt, dass ich zu Beginn schon einige Kunden brauche, da ich ja sobald ich meinen jetzigen Beruf aufgebe, kein Einkommen mehr habe.
Technisch bin ich Top, aber das kaufmännisch/betriebswirtschaftliche muß ich von ganz unten her lernen!
Wo kann man da Unterstützung erhalten?

Gruß
celo

Hallo

Das hängt auch stark davon ab, was du überhaupt für die machen willst. Aber vermutlich wird es wohl stark Richtung Eigenaquise gehen. Poste mal, was du machst. Dann bekommst du hier mit Sicherheit gute Tipps zur Werbung/Aquise.

gruß Marco

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Hallo!

Meine Kunden werden
Hausverwaltungen, :Installateure, Hausbesitzer, :Bauträger, Planungsbüros und :Mietgesellschaften sein.
Wie komme ich an diese heran?
Habe gehört dass :Zeitungsinserate recht teuer :sind. Wie stehts
mit den Gelben Seiten?

Bis ein Eintrag in den Gelben Seiten erscheint, können zwischen Monaten und mehr als einem Jahr vergehen. Wie auch bei Zeitungsinseraten hast Du enorme Streuverluste. Der Erfolg wird vom Zufall abhängig.

Wenn ich Deine (dürftige) Vika richtig lese, geht es vermutlich um Verbrauchserfassung von Wasser und Heizenergie. Dafür hast Du Deine Zielgruppen so weit gefaßt, daß Du sie nicht mehr fassen kannst. Beispiel Hausbesitzer. Oder meinst Du Hauseigentümer? Vermutlich meinst Du aber nicht die Eigentümer selbstgenutzter Einfamilienhäuser. Was ich sagen will: Grenze Deine Zielgruppen ein und beschreibe sie möglichst genau. Nicht hier im Forum, es reicht, wenn Du das für Dich alleine machst. Sinn der Sache ist, über genaue Beschreibung und Eingrenzung von den Streuverlusten der Werbung wegzukommen. Verluste aller Art kannst Du Dir nämlich nicht leisten. Wenn Du die Zielgruppe eingegrenzt hast, wirst Du es nicht mehr sinnvoll finden, Schüler, Rentner, Hausfrauen, Sozialhilfeempfänger und Mieter für teuer Geld per Inserat zu informieren. Statt alle per Inserat zu informieren, gehst Du nur auf Deine Zielgruppen los und zwar ohne Umweg und direkt. Hüte Dich aber davor, z. B. die XY Verwaltungs GmbH anzuschreiben. Du kontaktest grundsätzlich niemals Firmen, sondern immer nur Personen in Firmen! Der Grund ist ganz einfach: Noch nie in der Geschichte hat eine Firma einen Auftrag vergeben. Das machen nur Menschen in Firmen. Du rufst also bei Deinem potentiellen Kunden an und erfragst den für Dein Anliegen zuständigen Mitarbeiter nebst korrekter Schreibweise, Abteilungsbezeichnung und Durchwahlnummer. Diesem Herrn Hugo Meier in Firma XY Verwaltungs GmbH schickst Du sofort auf den Punkt kommend ein knappes Anschreiben sowie einen informativen Flyer und kündigst Deinen Anruf an. Du rechnest 2 Werktage Postlaufzeit + 1 Tag. Dann rufst Du an. Wenn Dein Gesprächspartner keine Zeit oder den Brief noch nicht gesehen hat, vereinbarst Du eben einen passenden Termin. Am Mann bleiben. Ein mühseliges Geschäft, zudem mit Flyer, Porto und Telefonkosten nicht eben billig, aber in der Erfolgsquote kaum zu schlagen!

Technisch bin ich Top, aber das
kaufmännisch/betriebswirtschaftliche muß ich von ganz unten
her lernen!

Gut, daß Du das Erfordernis von alleine siehst. Um einen Einstieg zu finden, ist ein Buchführungskursus an der Volkshochschule empfehlenswert. Meistens handelt es sich um 2 aufeinander aufbauende Kurse. Dabei lernt man Systematik und Sinn der Buchführung, Verfahrensweise und Steuerungsmöglichkeiten beim Jahresabschluß sowie viele kaufmännische Begriffe. Insgesamt ergibt sich ein elementares Gerüst, das Du nach Bedarf ausbauen kannst und von dem Du lebenslang zehrst.

Du solltest bereit sein, etwas Aufwand im kaufmännischen Bereich zu treiben. Ich kenne nämlich keinen Selbständigen, der auch nur einen einzigen müden Cent allein mit Technik verdient. Ohne Vertrieb und sauberes kaufmännisches Handwerk ist Technik brotlose Kunst.

Gruß
Wolfgang

Wenn ich Deine (dürftige) Vika richtig lese, geht es
vermutlich um Verbrauchserfassung von Wasser und Heizenergie.

Hallo Wolfgang!

Du hast den ersten Preis in „was bin ich“ gewonnen! Und das ohne typische Handbewegung.

Deine Tips sind sehr aufschlußreich! Vielen Dank!

Celo

danksagung
hi celo,

Deine Tips sind sehr aufschlußreich! Vielen Dank!

und dafür kann man doch mal einen stern geben oder? ich machs hiermit…

cu
alex

Celo

Hi Celo,

damit es nicht der Sprung ins total kalte Wasser ist - versuchs doch erst mal mit „nebenberuflicher Selbständigkeit“. Da kannst Du schon mal „den Markt“ vorab testen und Dir langsam Kunden suchen.
Ich halts für keine gute Idee, Dich sofort selbständig zu machen, wenn Du noch nicht fit bist im kaufmännischen Bereich und Dir hier und dort noch Fähigkeiten fehlen!
Am Anfang „reicht“ eigentlich ein normaler Ausdruck aus dem PC - sozusagen als Briefkastenwerbung. Oder wenn ihr bei Euch eine gemeindeeigene Zeitung habt - einfach diesen Ausdruck in diese Zeitung einlegen lassen. Bei uns ist es so, daß diese gemeindeeigene Zeitung alle Haushalte bekommen.
Flyer sind für den Anfang viel zu teuer!
Alles Gute und guten Start!
Romy

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Romy!

Am Anfang „reicht“ eigentlich ein normaler Ausdruck aus dem PC

  • sozusagen als Briefkastenwerbung. Oder wenn ihr bei Euch
    eine gemeindeeigene Zeitung habt - einfach diesen Ausdruck in
    diese Zeitung einlegen lassen. Bei uns ist es so, daß diese
    gemeindeeigene Zeitung alle Haushalte bekommen.

Zu jeder Maßnahme gehört eine Erfolgskontrolle. Dabei kommt bei Zetteln an alle Haushalte eine Erfolgsquote im Promillebereich heraus. Hinzu kommt folgende Überlegung: Wenn ich ein Produkt/eine Dienstleistung vermarkten will, die sich wie im vorliegenden Fall der Wärme- und Wasserverbrauchsmessung nicht an alle Haushalte richtet, ist es geradezu widersinnig, sich an alle Haushalte zu wenden. Auf diese Weise wird die vermeintlich preisgünstige Lösung, die über 99% Verlust produziert, zur teuren und ineffizienten Lösung. Die 99% nutzloser Aktivität sind gewiß nicht das Wunschergebnis, wenn ich 99% Erfolg anstrebe.

Flyer sind für den Anfang viel zu teuer!

Bezogen auf die Kosten des Einzelexemplars mag ein Flyer teuer erscheinen. Insbesondere, wenn noch Telefonat, Porto und ein weiteres Telefonat zum Nachfassen hinzu kommen. Im Verhältnis zur Erfolgsquote sind das aber Peanuts. Wer der Sache gezielt auch nur 14 Tage nachgeht und dabei höchstens ein paar Dutzend potentieller Kunden anspricht, hat danach mehrere Kunden akquiriert, während der Mensch mit seinen wahllos gestreuten tausenden Zetteln auf glückliche Zufälle wartet. Am Ende steht statt Erfolg nur vergeudete Zeit.

Für jedes Produkt/Dienstleistung muß man die Zielgruppe sehen. Wenn ich Büros reinigen will, macht es wenig Sinn, Tennager und Greise anzusprechen. Wenn ich ein Nischenprodukt im Investitionsgüterbereich habe, sind Inserate in der Bravo oder Zettel an alle Haushaltungen rausgeschmissenes Geld. Für Schokoriegel oder Windeln ist Werbung in der Fachzeitschrift für Gebäudewirtschaft wenig hilfreich. Die Aufgabe lautet deshalb: Wie erreiche ich am effektivsten meine Zielgruppe. Mit etwas Übung auf diesem Klavier streut man nur noch wenig und akquiriert gezielt bestimmte Kunden mit einer Erfolgsquote im hohen zweistelligen Prozentbereich.

Merkwürdigerweise scheuen viele Leute den direkten Gang an den Kunden und wählen statt dessen anonyme Umwege, in der Hoffnung, der Kunde ruft von alleine an. Das aber sollte nur die letzte Notlösung sein, wenn es keinen Weg selektiver Zielgruppenansprache gibt. Es geht stets darum, das Geld beieinander zu halten und das, was man ausgibt, soll spürbaren Nutzen bringen.

Gruß
Wolfgang

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