wir überlegen, in einem Raum, der Dielenböden hat, die bisher mit Teppich belegt waren, diese freizulegen und abschleifen zu lassen. Eine Firma, die so etwas macht, hat uns empfohlen, die durch Schrumpfung entstandenen Fugen zwischen den Dielen mit Kunstholz zu füllen.
Ist das sinnvoll und üblich? Ich kenne Kunstholz bisher eher als Bastelprodukt und war der Meinung, dass Profis sowas nicht benutzen. Bröckelt das im Laufe der Zeit nicht heraus?
das sind die Fugen zw. Bodenriemen, die sollen die Ausdehnung der Bretter aufnehmen je nach Feuchtigkeit. Diese verhindern, dass sich der Boden bei Eindringen von Feuchtigkeit nicht aufwirft.
Also wenn Du diese Fugen verschliessen willst, muss anschliessend der Boden gut versiegelt werden.
Ich arbeite mit einem 2komponenten Fugenkitt, ist aber sehr teuer ca. sFr. 180/kg „SynTeko Fugenkitt“
das sollte Dir genügen, ist aber eine sehr zeitaufwendige Arbeit, da gleichzeitig nur wenig Material angemischt werden kann, je nach Raumtemperatur trocknet es sehr schnell ein.
ich weiss zwar nicht aus welchem holz deine dielen sind, wie alt der boden ist, wie der aufbau des bodens aussieht, wie groß der abstand zwischen den dielen überhaupt ist (alles nicht ausser acht zu lassen bei einer renovierung von holzdielen), zudem bin ich sicher kein fachmann was dielenböden angeht, aaaaber…
ich würde von kunstholz die finger lassen!
holz ist ein natürlicher baustoff und hat viele vorteile. ich bin ein absoluter fan von dielenböden! aber was holz einfach nicht verträgt ist ein absuloter luftdichter abschluß (daher sind auch kunsttoffe gift). holz muss atmen können! das material muss feuchtigkeit an seine umgebung abgeben können, sonst fängt es über kurz oder lang an zu gammeln.
wie du die fugen fachgerecht schließt, da kann ich dir nur einen tipp geben wenn du verrätst wie groß sie sind.
viele grüße,
tine
(die im schlafzimmer neuen dielenboden verlegt hat da der alte leider durch falschen belag morsch war, und die demnächst im kinderzimmer die ca. 50 bis 80 jahre alten dielen restauriert)
wir haben uns in unserem Haus auch gerade durch diverse Linoleums, Teppiche, Hartfaserplatten und Spanplatten zu den originalen Dielen durchgearbeitet.
Die haben selbstverständlich auch Spalten, die größten ca. 2 - 3 mm.
Meiner Meinung nach lockern die dunkleren Spalten das Bild im Vergleich zu einem Parkett etwas auf. Die setzen sich aber auch etwas mit Schleifstaub und Versiegelungslack zu.
Ausserdem arbeitet Holz ja, so daß die Spalten auch noch einen praktischen Sinn haben.
Also für mich gibt’s da weder einen ästhetischen, noch einen praktischen Grund dafür, mit Kunstholz zu arbeiten. Ich habe auch keine Angst, daß unser kleiner Sohn oder unser Hund in diese Spalten fallen könnte
Für große Löchern (ausgelöste Astlöcher oder Bohrungen, um den Deckenzustand zu prüfen) gibt es konische Stopfen, die man dann mitschleifen kann.
Schöne Grüße vom honigfarben-leuchtenden Dielenboden,
Torsten
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