Kunstkopfstereofonie vs. Dolby Surround

Hallo,

in den siebziger Jahren gab es eine Phase, in der viele Experimente mit Kunstkopfstereofonie gemacht wurden.
Ich erinnere mich an ein Hörspiel „Vier Pfeiler in einem Haus“, vielleicht war der Titel aber etwas anders.
Ebenso gab es z.b. von der „Boubon Skiffle Company“ eine LP.
Da diese Technik praktisch zeitgleich mit der mißlungenen Einführung der Quadrofonie war, vermute ich, dass sie totgemacht wurde, es war ja kaum etwas zu verdienen, außer bei den neuen Mikros.
Nachteil war, perfekt war es nur über Kopfhörer, aber auch hier gab es z.B. in der „Funkschau“ Versuchsaufbauten, die eine Lautsprecherwiedergabe ermöglichten.
Soviel zur Vorgeschichte.
Meine Frage:
Ist Dolby nicht „nur“ ein Versuch mit viel Aufwand das gleiche Resultat zu erzielen, das System ist aber nur bedingt kompatibel, naja der normale Stereoeffekt bleibt erhalten, aber die anderen Rauminfos sind nur mit dem aufwendigen System zu hören.
Da man mit selbstgebauten(!) Kunstköpfen, s. „Hobbythek, Buch ???“, mit wenig Aufwand hervorragende Aufmachen kann, halte ich dieses System nachwievor für äußerst interessant und verfolgenswert.
Ich freue mich über Infos zu diesem Thema.
Freundliche Grüße Volker

Hallo,

ich finde, das Dolby und Kunstpopfaufnahmen von unterschiedlichen Seiten zu betrachten sind. Dolby A, B, C, irgendwas ging es ja in erster linie um die Rauschunterdrückung und klangverbesserung. Das daraus ein System mit mehreren Lautsprechern (salot gesagt) geworden ist, ist eher die „normale“ Entwicklung.
Kunstkopfaufnahmen (ich hab selbst auch mal LPs … die aus Vinyl, ja :wink: ) setzen ja darauf an, das menschliche Ohr entsprechend nachzuempfinden, den Kunstkopf nachzubauen und dan Mikros in die gehörgänge zu stecken um dieses Klangbild dann so aufzunehmen. Soweit ich noch im Kopf habe gab es dann noch mehaniken um den Jopf dnn zu bewegen, damit der Raumklang besser immitiert werden konnte. Das gegenstück konnte rein logisch eben nur der Kopfhörer sein.
Ich selbst hab beim hören meist keinen Unterschied gehört (war vielleicht auch zu jung :wink: ) bzw. gab es ja nur sagen wir mal experimentelle aufnahmen.
Entsprechende Weiterentwicklungen gibts imho heutzutage schon, weil viel dieser Technik eben in die kopfhörerweiterentwicklung geflossen ist.
trotzdem finde ich den Aufwand um eben auch die Aufnahmen dazu herzustellen etwas zu hoch für das was am ende rauskommt. Trotzdem viel Spaß noch.

h.

in den siebziger Jahren gab es eine Phase, in der viele
Experimente mit Kunstkopfstereofonie gemacht wurden.
Ich erinnere mich an ein Hörspiel „Vier Pfeiler in einem
Haus“, vielleicht war der Titel aber etwas anders.
Ebenso gab es z.b. von der „Boubon Skiffle Company“ eine LP.
Da diese Technik praktisch zeitgleich mit der mißlungenen
Einführung der Quadrofonie war, vermute ich, dass sie
totgemacht wurde, es war ja kaum etwas zu verdienen, außer bei
den neuen Mikros.
Nachteil war, perfekt war es nur über Kopfhörer, aber auch
hier gab es z.B. in der „Funkschau“ Versuchsaufbauten, die
eine Lautsprecherwiedergabe ermöglichten.
Soviel zur Vorgeschichte.
Meine Frage:
Ist Dolby nicht „nur“ ein Versuch mit viel Aufwand das gleiche
Resultat zu erzielen, das System ist aber nur bedingt
kompatibel, naja der normale Stereoeffekt bleibt erhalten,
aber die anderen Rauminfos sind nur mit dem aufwendigen System
zu hören.
Da man mit selbstgebauten(!) Kunstköpfen, s. „Hobbythek, Buch
???“, mit wenig Aufwand hervorragende Aufmachen kann, halte
ich dieses System nachwievor für äußerst interessant und
verfolgenswert.
Ich freue mich über Infos zu diesem Thema.
Freundliche Grüße Volker

Hallo Little H.,

erstmal Dank für die schnelle Re.
Stimmt, ich habe auch gehört, dass viele Leute keinen Unterschied gehört haben. Eine Erklärung war, bei diesen Leuten überdeckt der optische Eindruck den akustischen Raumeindruck. Die Empfehlung war „Augen zu“.
Ich selbst war so ca. 20 J. und habe den Raumeindruck in allen Dimensionen deutlich wahrgenommen, also auch hinten, oben, unten etc.
Ein besonderes Problem war immer die Hintenortung.
M.E. ist der Aufwand der KK-Mikros im Vergleich zu den Surround-Aufnahmen gering.
Es ist richtig, dass Dolby zunächst „nur“ die Rauschunterdrückung zum Ziel hatte.
Bei KK-Stereofonie habe ich aber die Wahl normal über die Boxen zu hören oder, um den Effekt zu haben mir Kopfhören aufzusetzen, diese Wahl habe ich bei D.S. nicht, ich muß erst das ganze Paket kaufen und installieren, hieran hat natürlich die Industrie das größere Interesse, mir ist es aber schlicht zu teuer.
Asche auf das Haupt eines Konsumverweigers!
Gruß Volker

Hy,

Unterschied gehört haben. Eine Erklärung war, bei diesen
Leuten überdeckt der optische Eindruck den akustischen
Raumeindruck. Die Empfehlung war „Augen zu“.

Jaja, haben wir doch auch alles gemacht :wink:

Ich selbst war so ca. 20 J. und habe den Raumeindruck in allen
Dimensionen deutlich wahrgenommen, also auch hinten, oben,
unten etc.
Ein besonderes Problem war immer die Hintenortung.

… Was man halt heute durch die Dolby 5.1 Anlagen o.ä. hat. Wenn man beim Kunstkopf(Kopfhörer) den Kopf gedreht hat, hat sich ier natürlich recht wenig getan.
Wenn ich vor 5.1 sitze und z.B. bei einer musik DVD (Klassikkonzert) eben irgendwelche Bläser links anfangen und ich den Kopf dahindrehe ändert sich halt auch das klangbild.

M.E. ist der Aufwand der KK-Mikros im Vergleich zu den
Surround-Aufnahmen gering.
Es ist richtig, dass Dolby zunächst „nur“ die
Rauschunterdrückung zum Ziel hatte.
Bei KK-Stereofonie habe ich aber die Wahl normal über die
Boxen zu hören oder, um den Effekt zu haben mir Kopfhören
aufzusetzen, diese Wahl habe ich bei D.S. nicht, ich muß erst
das ganze Paket kaufen und installieren, hieran hat natürlich
die Industrie das größere Interesse, mir ist es aber schlicht
zu teuer.

Was verstehst Du unter „Paket kaufen“?
Bei KK brauch ich halt „nur“ einen Kopfhörer, ok.
Bei Surround brauch ich halt neben dem Verstärker (getrennte Kanäle) auch noch die Anzahl der Boxen, ok. Aber ich kann (wenn ich will) Dolby entweder über die Boxen oder auch über einen entsprechenden Kopfhörer hören…
Die Zeit zeigt eben wo der Weg hingeht. KK „gibt“ es halt ebenso noch wie Vinyl platten :wink:
In 20 Jahren haben wir die kompletten Konzertmitschnitte von Deep Purple auf einem Holo Ring und wenn wir wollen sitzen wir dann simuliert direkt auf der Bühne *kicher*
DA ist dann KK eher von historischer bedeutung … genau wie die gute alte Tonband Aufnahme, die auch eigentlich noch etwas mehr dynamik als heutige DDD Aufnahmen haben soll :wink:

Gruß
h.

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Hallo Volker,

in den siebziger Jahren gab es eine Phase, in der viele
Experimente mit Kunstkopfstereofonie gemacht wurden.
Ich erinnere mich an ein Hörspiel „Vier Pfeiler in einem
Haus“, vielleicht war der Titel aber etwas anders.
Ebenso gab es z.b. von der „Boubon Skiffle Company“ eine LP.
Da diese Technik praktisch zeitgleich mit der mißlungenen
Einführung der Quadrofonie war, vermute ich, dass sie
totgemacht wurde, es war ja kaum etwas zu verdienen, außer bei
den neuen Mikros.
Nachteil war, perfekt war es nur über Kopfhörer, aber auch
hier gab es z.B. in der „Funkschau“ Versuchsaufbauten, die
eine Lautsprecherwiedergabe ermöglichten.
Soviel zur Vorgeschichte.
Meine Frage:
Ist Dolby nicht „nur“ ein Versuch mit viel Aufwand das gleiche
Resultat zu erzielen, das System ist aber nur bedingt
kompatibel, naja der normale Stereoeffekt bleibt erhalten,
aber die anderen Rauminfos sind nur mit dem aufwendigen System
zu hören.

Gründe waren vor allem technischer Natur. Die ganze Technik war auf zwei Kanäle ausgelegt (Stereo) und entsprechend kompatible 4-Kanal-Systeme waren nicht einfach zu entwickeln (Bei der Quadro-Schallplatte, war Quadro nach einigen malen Abspielen „weggeschabt“).
Die damalige analoge Technik war recht aufwendig und dazumal entsprechend teuer.

Der Kunstkopf war eine Möglichkeit räumliche Informationen mit nur 2 Kanälen zu übertragen, allerdings funktioniert das nur wenn man „normgerechte Ohrmuscheln“ besitzt oder nach einer Lernphase, ist also nur ein bedingter Ersatz.

DOlby Surround wurde ursprünglich fürs Kino entwickelt. Mit der fortschreitenden Entwicklung der Digitaltechnik, dem Ausstrahlen der in Surround-Technik aufgenommenen Filme und der erhältlichkeit auf DVD war es nur logisch diese Technik auch ins Wohnzimmer zu bringen.

In der Praxis ist es halt so, dass nicht das beste System „gewinnt“, sondern dasjenige mit der besten unterstützung durch die Industrie (Es gab ja mal noch andere Systeme als VHS, welche technisch besser waren; Die Bildplatte, der Vorläufer der DVD, ist nie richtig in die Gänge gekommen, unter anderem wegen dem Preis und der zuwenigen erhältlichen Titel; Aus technischer Sicht dürfte der IBM-PC und Windows auch nicht existieren).

MfG peter(TOO)

Halbrichtigkeiten!
Hallööchen!

Doly Surround wurde NICHT für Kino entwickelt, sondern ist die Heim.Kino-Version von Dolby Stereo (Später durch Weiterentwicklung bekannt als Dolby ProLogic (und ProLogicII)
Mit den Rauschunterdrückern hat das nichts zu tun! (Außer das Rauschunterdrückumg im Kino für Dolby Stereo genutzt wurde)
5.1 (Also Dolby Digital und dts) haben damit auch nichts zu tun, das Sind unterschiedliche Verfahren.

Das allergrößte Problem der Quadrophonie war die fehlenden Standarts! Da gab es X Ansätze, die nie zu einem Standart gebündelt wurden: Todesurteil!

Kunstkopfaufnahmen werden jedoch IMMERNOCH gemacht!

1.) In der Hörspielproduktion (Hatte als Kind so eines)
2.) In der Messtechnik und Psychoakustik
3.) Bei Musikaufnahmen

Neumann stellt IMMERNOCH Kunstköpfe her: https://www.neumann.com/infopool/mics/produkte.php?P…

Allerdings hat sich der Wunsch räumliche Stereoaufnahmen zu machen ja nicht in Luft aufgelöst. Verwandt mir dem KK ist IMHO eindeutig die Kugelfläche (für Stereo: http://www.schoeps.de/D-2004/kfm6.html und Surround: http://www.schoeps.de/D-2004/kfm360.html - ist eine Art doppel-MS-Schaltung)

Interessante Wege bschreitet auch die Firma Crown: http://www.audio-pro.de/live/crown_5315_DEU_AP.html

die gute alte Tonband Aufnahme, die auch eigentlich noch etwas
mehr dynamik als heutige DDD Aufnahmen haben soll :wink:

Diese Aussage ist technisch falsch! Eine 24BIT Aufnahme hat definitiv mehr Dynamik (im Sinne der technischen Bedeutung!!!) als eine Tonbandaufnahme. Wie das Klangempfinden, sprich das Ohr die Sache umsetzt ist eine völlig andere Geschichte :wink:

LG

Florian

Hallo,

Doly Surround wurde NICHT für Kino entwickelt, sondern ist die
Heim.Kino-Version von Dolby Stereo

Aeh, es hat auch keiner behauptet, das es nicht so oder wie auch immer ist/wäre?! Aber danke für diese fundierte Information :wink:

die gute alte Tonband Aufnahme, die auch eigentlich noch etwas
mehr dynamik als heutige DDD Aufnahmen haben soll :wink:

Diese Aussage ist technisch falsch! Eine 24BIT Aufnahme hat
definitiv mehr Dynamik (im Sinne der technischen Bedeutung!!!)
als eine Tonbandaufnahme. Wie das Klangempfinden, sprich das
Ohr die Sache umsetzt ist eine völlig andere Geschichte :wink:

Aeh, andersrum wird ein Schuh draus: Eine analoge Aufnahme (ok, nehmen wir mal Vinyl und Tonband mit ins Boot) hat vom Wellenmuster her keine Stufen (geht ja auch nicht, weil eben analog :wink: ). Also von daher eben mehr Fülle, Dynamik oder wie Du das sehen magst.
Objektiv fehlt also der digital aufgenommenen/Digital verarbeiteten/Digital abgemischten Aufnahme eben etwas. DAS ist technisch Fakt! Egal mit wieviel Bit ich das Signal abtaste :wink:
Naja, egal. der eine drückts eben so aus, der andere eben so.
Natrürlich darf man Digital nicht direkt mit Analogaufnahmen vergleichen, weil sowas wie Rauschunterdrückung, naturgetreue Wiedergabe, etc. auch ne Rolle spielt.
Ansonsten noch viel Spaß mit technisch/musikalischen Spitzfindigkeiten, ich jedenfalls fand es damals superspannend sich den KK selbst zu basteln! die verwendeten Messmikros von Sennheiser hab ich glaub ich immer noch irgendwo rumfliegen.

ruß
h.

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Hallo,

dass die KK-Stereofonie nicht ganz unbekannt ist, freut mich.
Vielen Dank für eure Re´s.
Wenn ich alles richtig zusammenfasse, sollte ich auf DS setzen, und die KK als „Museums-Version“ in den Keller stellen.
Aber, wie mache ich selber DS-Aufnahmen, z.B. wenn meine Söhne ihre Band-Proben machen?
Bei KK ist das kein Problem.
Einen schönen Tag
Volker

???
Moin!

die gute alte Tonband Aufnahme, die auch eigentlich noch etwas
mehr dynamik als heutige DDD Aufnahmen haben soll :wink:

Diese Aussage ist technisch falsch! Eine 24BIT Aufnahme hat
definitiv mehr Dynamik (im Sinne der technischen Bedeutung!!!)
als eine Tonbandaufnahme. Wie das Klangempfinden, sprich das
Ohr die Sache umsetzt ist eine völlig andere Geschichte :wink:

Aeh, andersrum wird ein Schuh draus:

NEIN! Und wenn Du das 100 mal schreibst!

Eine analoge Aufnahme
(ok, nehmen wir mal Vinyl und Tonband mit ins Boot) hat vom
Wellenmuster her keine Stufen (geht ja auch nicht, weil eben
analog :wink: ).

Das ist Theorie! Das analoge Speichermedium hat auch in der Abstufung, wenn Du so willst, eine Art Abstufung!

Also von daher eben mehr Fülle, Dynamik oder wie
Du das sehen magst.

Fülle und andere Sub jektive Eindrücke seine Dir unbenommen! Ich sage NICHT, das ich digital SOOO toll finde!

Objektiv fehlt also der digital aufgenommenen/Digital
verarbeiteten/Digital abgemischten Aufnahme eben etwas.

Das kann man so sagen! Denn: Digital ist KEINE Aufnahme, sondern eine Bescheibung des Signals. Allkerdings ist mir aufgefallen, das (selbst viele „ältere“ Hörer) sich total an diesen digitalen Sound gewöhnt haben!

DAS
ist technisch Fakt! Egal mit wieviel Bit ich das Signal
abtaste :wink:

Das kann man nun wirklich nicht auf einen Satz reduzieren! Während Du bei einem (guten) Tonband knapp 95-100dB Dynamik hast, hat mein Digitalsystem (gemessene) 110-120 dB, und es ist Pflegeleichter! Womit nehme ich wohl klassische Konzerte auf? Jepp!

Naja, egal. der eine drückts eben so aus, der andere eben so.

Eben, dann würde ich aber nicht von Fakten reden :wink:

Natrürlich darf man Digital nicht direkt mit
Analogaufnahmen vergleichen, weil sowas wie
Rauschunterdrückung, naturgetreue Wiedergabe, etc. auch ne
Rolle spielt.

Ich finde aber auch den Direktvergleich interessant!
Ich habe mich Anfangs total gegen diesen digitalquatsch (Digitalpult, HD-Recording, VST-Instrumente…) gewehrt! Ich denke, ich kann mittlerweile damit umgehen, und „liebe“ meine digitalen Kisten. Es ist eben ein anderes System! Oder vergleichst Du den Geschmack von Äpfeln mit der Geschwindigkeit von Autos? Der Vergleich hinkt? Keineswegs! Du kannst doch trotzdem sagen, dass Du lieber Äpfel isst als Auto zu fahren; sind beides schöne Dinge!

Ansonsten noch viel Spaß mit technisch/musikalischen
Spitzfindigkeiten, ich jedenfalls fand es damals superspannend
sich den KK selbst zu basteln! die verwendeten Messmikros von
Sennheiser hab ich glaub ich immer noch irgendwo rumfliegen.

??? Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun? Spitzfindig? Nein!

Schwamm drüber

Liebe Grüße & biss dann

Florian

Hallo,

Aber, wie mache ich selber DS-Aufnahmen, z.B. wenn meine Söhne
ihre Band-Proben machen?

ich denke, da verstehst Du auch etwas falsch.
DS ist für den räumlichen Klangeindruck, der zu einem Bild gehört.

Daneben gibt es immer noch die ganz normel HiFi-Stereofonie.
Das diese mit einigen Tricks auch auf räumlichen Klang rumgerechnet
wird, ist zwar ein netter Effekt, aber wirklich saubere
Musikqualität bekommst Du doch wieder nur, wenn dieser Schnick-
schnack abgeschaltet wird.
Für solche Musikaufnahmen ist also Stero immer noch guter
Stand der Technik.
Geh mal ins HiFi-Brett. Dort wird von den Audiopuristen sowieso
nur eine normale gute Stereoanlage für den Musikgenuß propagiert.
Gruß Uwi

Hallo,

Aeh, andersrum wird ein Schuh draus: Eine analoge Aufnahme
(ok, nehmen wir mal Vinyl und Tonband mit ins Boot) hat vom
Wellenmuster her keine Stufen (geht ja auch nicht, weil eben
analog :wink: ). Also von daher eben mehr Fülle, Dynamik oder wie
Du das sehen magst.

Jaja, eben irgend was ist anderes.

Objektiv fehlt also der digital aufgenommenen/Digital
verarbeiteten/Digital abgemischten Aufnahme eben etwas.

Der analogen fehlt auch was. Original ist das nimmer mehr.
Allerdings kann man mit guter Digitaltechnik dem Original
eher sehr nahe kommen.

DAS ist technisch Fakt! Egal mit wieviel Bit ich das Signal
abtaste :wink:

Ja doch, da fehlt am unteren Ende das Rauschen, in der Mitte der
krumme Frequenzgang und am oberen Ende (der Dynamik) die
Übersteuerungsverzerrungen.
Alles Sachen, für die ganze Generationen von Entwicklern
mühselig gearbeitet haben, um’s loszuwerden.
Am besten zurück zum Grammophon, nur das ist der „wirkliche Klang“.

Naja, egal. der eine drückts eben so aus, der andere eben so.

Es gibt für den Dynamikbegriff ja eine Def. Ich schätze, Dir
ist dieser nicht ganz klar und deshalb „drückst Du das anders aus“.
Du verwechselst hier nämlich Dynamik mit Auflösung (obwahl auch
da bei 24 Bit nix zu beanstanden gibt).

Natrürlich darf man Digital nicht direkt mit
Analogaufnahmen vergleichen, weil sowas wie
Rauschunterdrückung, naturgetreue Wiedergabe, etc. auch ne
Rolle spielt.

Ja, aber Du hast von Dynamik gesprochen.
Darunter ist wohl das Verhältnis von den leisesten zu den
lautesten Stellen zuverstehen. Und gerade da hat das Tonband
einige Mängel. Die ganz leisen Stellen gehen im Rauschen unter
und die ganz lauten werden übersteut. Da ist dann nix mit
überragender Dynamik.
(jedenfall nichts, was 24Bit entspricht = 1:16Mio.)

Ansonsten noch viel Spaß mit technisch/musikalischen
Spitzfindigkeiten,

Es geht um eindeutige Sachverhalte, die sauber def. werden
können. Das ist nix spitzes dran zu finden.
Gruß Uwi

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Pseudotechnische Spekulationen

Aeh, andersrum wird ein Schuh draus: Eine analoge Aufnahme
(ok, nehmen wir mal Vinyl und Tonband mit ins Boot) hat vom
Wellenmuster her keine Stufen (geht ja auch nicht, weil eben
analog :wink: ). Also von daher eben mehr Fülle, Dynamik oder wie
Du das sehen magst.

Objektiv fehlt also der digital aufgenommenen/Digital
verarbeiteten/Digital abgemischten Aufnahme eben etwas. DAS
ist technisch Fakt! Egal mit wieviel Bit ich das Signal
abtaste :wink:

Elektrotechnik, 3. + 4. Semester. Vorlesungen Mathematische Methoden und (am allerwichtigsten!) Signale und Systeme.

Hingehen, geistig aufnehmen, verstehen!

Und nie wider so einen pseudotechnischen Stuss verbreiten!

MfG

C.

Hallo Uwi,
wenn ich deine Antwort richtig verstehe, gibtst du mir letztlich Recht.
Die normale Stereofonie kann trotz des guten Klanges die Raumortung nur bedingt wiedergeben, z.B. oben, unten, hinten, dies kann sicher von DS gemacht werden.
Wenn ich denn keine DS-Aufnahmen mit geringem Aufwand machen kann, evtl. sogar noch einen Film dazu drehen muß, ist doch die KK-Stereofonie DIE Lösung. Und wenn ich dann einen Kopfhörer habe mit dem ich den vollen Raumklang erleben kann, wozu brauch ich dann noch DS?
Der Boykott dieser Technik scheint mir wirklich von der Industrie wegen des geringen Gewinns forciert zu sein.
Dieser Druck ist ja nicht unbekannt, z.B. wurde ein Versandhaus, das Ladegeräte für normale Batterien anbot, ja das geht(!), ich mache es regelmäßig, unter Druck gesetzt und mit der Nichtlieferung von Batterien bedroht.
Gruß Volker und einen schönen Sonntag

Hallo,

wenn ich deine Antwort richtig verstehe, gibtst du mir
letztlich Recht.
Die normale Stereofonie kann trotz des guten Klanges die
Raumortung nur bedingt wiedergeben, z.B. oben, unten, hinten,
dies kann sicher von DS gemacht werden.

naja, ich weiß nicht so recht auf was Du hinauswillst.
Ich denke HiFi-Stereo ist einfach älter und verbreiteter.
Da es ausschließlich um den guten Ton geht und nicht um
Effekte in Zusammmenhang mit einem Bild (also Multimedial)
sind da 6 Kanäle wohl auch nicht zwingend nötig.
Es kommt den HiFi-Freaks eher auf eine originalgetreue
Wiedergabe an und bei einem Konzert kommt der Ton auch
hauptsächlich von vorn.

Dagegen ist DS zwar spektakulär aber meistens nicht mehr
originalgetreu. Die Effekte werden künstlich überhöht, um
die Einfrücke des Bildes zu verstärken und das Erlebnis
Film zu einem Event der Sinne zu machen.

Wenn ich denn keine DS-Aufnahmen mit geringem Aufwand machen
kann, evtl. sogar noch einen Film dazu drehen muß, ist doch
die KK-Stereofonie DIE Lösung.

Das kannst Du doch machen. Niemand verbietet etwas.

Und wenn ich dann einen Kopfhörer habe mit dem ich den
vollen Raumklang erleben kann, wozu brauch ich dann noch DS?

Weil DS eben einiges mehr bietet. Da fliegt ein Flugzeug
eben spektakulär von hinten übern Kopf und bei Explosionen
ist man mittendrin (auch ohne lästige Kopfhörer).
Das ist mit normal Musikhören nicht zu vergleichen.

Der Boykott dieser Technik scheint mir wirklich von der
Industrie wegen des geringen Gewinns forciert zu sein.

Solche Verschwörungstheorien halte ich für triviales
Stammtischgeschwätz.
Ich finde, es hat rein praktische Gründe, weshalb KK immer
in einer Nische bleibt. Man ist eben an Kopfhörer gebunden.
Alleine schon die Tatsache, daß ich Musik nur mit den
Scheuklappen auf’n Ohren hören kann, ist eine erhebliche Einschränkung. Die meisten Menschen wollen sich frei bewegen.
Zu mindestens 95% wird Musik so nebenbei gehört (in der Küche,
in der Kneipe, im Auto, bei der Arbeit usw. Sollen die Leute
da alle mit Kopfhörern rumlaufen?
Höchstens die Walkman-Clientel hatte was davon.
Aber Jugendlichen ist es meist eh egal, wie’s klingt,
nur laut muß es sein. Dum,dum,dum…da,da,da,…
Dafür bräuchte man nichtmal Stereo.

Dieser Druck ist ja nicht unbekannt, z.B. wurde ein
Versandhaus, das Ladegeräte für normale Batterien anbot, ja
das geht(!), ich mache es regelmäßig, unter Druck gesetzt und
mit der Nichtlieferung von Batterien bedroht.

Von sowas weiß ich nicht. Ich habe früher auch schon billige
Primärzellen aufgefrischt und damit die Lebendauer gut
verdoppelt, aber das geht nur bei bestimmten Randbedingungen
und normale Primärzellen sind dafür nicht entwickelt worden.
Ich habe das auch nur zu DDR-Zeiten gemacht, als es Akkus
nicht zu kaufen gab oder viel zu teuer.
Ansonsten gibt’s zum Nachladen Akku’s. oder neuerdings auch
diese Green-Cells. Ich sehe also auch nicht viel Sinn in
dieser Sache. Auch wenn’s techn. geht, so ist es doch mit
Risiken behaftet (z.B. Durchrosten und Auslaufen der Zellen).
Auch auf diesem Gebiet gibt’s Vorschriften und Normen, die
bei solcher Methode sicher nicht mehr 100% einzuhalten sind.
Die funktionssicherheit der Zellen ist einfach nichtmehr
zu gewährleisten. Übernimmt denn das Versandhaus die
Gewährleistung für die Zellen nach Wiederaufladen? Ich
denke nicht. Dem Hersteller der Primärzellen kann man’s
erst Recht nicht anlasten.

Also bei jeder Sache immer gleich Verschwörungen zu vermuten
ohne die vielen mögl. Randbedingungen und techn. Gründe zu
kennen ist etwas übertrieben.
Gruß Uwi

Hi Uwi,

Ich denke HiFi-Stereo ist einfach älter und verbreiteter.

Stimmt.

Da es ausschließlich um den guten Ton geht und nicht um
Effekte in Zusammmenhang mit einem Bild (also Multimedial)
sind da 6 Kanäle wohl auch nicht zwingend nötig.
Es kommt den HiFi-Freaks eher auf eine originalgetreue
Wiedergabe an und bei einem Konzert kommt der Ton auch
hauptsächlich von vorn.

Es geht mir ja gerade um den vollen Raumklang, auch im Konzertsaal hast du eben nicht nur Schall von vorne, die Reflexionen, Echos prägen den Klangeindruck ganz wesentlich.
wenn du mal selbst KK-Aufnahmen gemacht hast und diese mit entsprechenden „nur“ Stereoaufnahmen vergleichst, wirst du den Unterschied wahrnehmen. Diese Experimente haben wir während meiner Studienzeit im Studentenwohnheim gemacht.

Das kannst Du doch machen. Niemand verbietet etwas.

Ich sprach nicht davon, dass ich es nicht machen darf, aber mir ist kein Verfahren bekannt, das mit wenig (technisch & finanziell) DS-Aufnahmen ermöglicht, wenn ich mir die Decoderschaltungen anschauen, muß man vermtl. auch auf der Aufnahmeseite einiges investieren.

Solche Verschwörungstheorien halte ich für triviales
Stammtischgeschwätz.

Nun gut, das ist deine Meinung, muß ich akzeptieren, trotzalledem bin ich von diesem Aspekt weiterhin überzeugt. Denk mal an die Patente, die aufgekauft werden, damit sie im Safe verschwinden.

Dieser Druck ist ja nicht unbekannt, z.B. wurde ein
Versandhaus, das Ladegeräte für normale Batterien anbot, ja
das geht(!), ich mache es regelmäßig, unter Druck gesetzt und
mit der Nichtlieferung von Batterien bedroht.

Von sowas weiß ich nicht. Ich habe früher auch schon billige
Primärzellen aufgefrischt und damit die Lebendauer gut
verdoppelt, aber das geht nur bei bestimmten Randbedingungen
und normale Primärzellen sind dafür nicht entwickelt worden.
Ich habe das auch nur zu DDR-Zeiten gemacht, als es Akkus
nicht zu kaufen gab oder viel zu teuer.
Ansonsten gibt’s zum Nachladen Akku’s. oder neuerdings auch
diese Green-Cells. Ich sehe also auch nicht viel Sinn in
dieser Sache. Auch wenn’s techn. geht, so ist es doch mit
Risiken behaftet (z.B. Durchrosten und Auslaufen der Zellen).
Auch auf diesem Gebiet gibt’s Vorschriften und Normen, die
bei solcher Methode sicher nicht mehr 100% einzuhalten sind.
Die funktionssicherheit der Zellen ist einfach nichtmehr
zu gewährleisten. Übernimmt denn das Versandhaus die
Gewährleistung für die Zellen nach Wiederaufladen? Ich
denke nicht. Dem Hersteller der Primärzellen kann man’s
erst Recht nicht anlasten.

Gerade habe ich den Artikel über die „Regenartion von Trockenbatterien“ herausgesucht (Elektor, Januar 1981, S.1-72 ff).
Ich bin mit dem Nachladen zufriedener als mit Akkus, da diese sehr empfindlich sind.

Also bei jeder Sache immer gleich Verschwörungen zu vermuten
ohne die vielen mögl. Randbedingungen und techn. Gründe zu
kennen ist etwas übertrieben.

Viele sinnlose Dinge werden doch gemacht, damit du Geld ausgeben mußt.
Stoßstangen in Wagenfarbe, hier haben die Designer gewonnen ohne die Funktion zu sehen, ich will das jetzt hier nicht alles weiter ausführen, das wird zu lang.
Gruß Volker

Hi Ihr Zwei!

Da es ausschließlich um den guten Ton geht und nicht um
Effekte in Zusammmenhang mit einem Bild (also Multimedial)
sind da 6 Kanäle wohl auch nicht zwingend nötig.

DS hat keine sechs Kanäle (das ist Dolby Digital) sondern nur matrizierte vier!

Es gibt schon eine Möglichkeit DS-Aufnahmen mit zwei Mikros zu machen. Alles was man braucht sid zwei Mikros mit der Richtcharakteristik ACHT. Wie man daraus die zwei Kanäle mischt, die dann auf einer DS-Anlage nach Raum klingen? Das führt hier zwar etwas weit; wenn Du aber die Encoder/Decoderschaltung kennst, ist das für Dich Null Problemo!

Liebe Grüße

Florian

Hi Florian,

ich habe mich in der Tat noch nicht mit den Encodern beschäftigt und werde auch keine Zeit dazu haben.
Grundsätzulich hast du Recht, wenn, das eine gehr, geht auch das andere. Mir ist aber die KK insofern immer noch lieber, da ich Mit einem Styroporkopf, zwei Mini-Mikos und bischen Kabel einen perfekten Raumklang habe. Der Preis für meine Faulheit ist sicher, dass ich Kopfhörer tragen muß.
Ich habe mich aber auch noch nicht um die Verfügbarkeit und Preise für Amateure gekümmert (für die Chips).
Also, Danke für das Interesse am Thema, ich denke es noch regelmäßig wieder auftauchen.
Gruß Volker