Kunststoff-Ionenaustauscher

Hallo,

für meine Elektrolysezelle benötige ich eine ionendurchlässige Kunststofffolie die als Gastrenner in der Zelle dient. Wenn an den Elektroden H2 und O² produziert wird müssen diese getrennt gehalten werden aber gleichzeitig muss der Stromfluss weiterhin stattfinden mithilfe der Ionen.

Momentan verwende ich eine Glasfasermatte als Membran, diese wird durchs Elektrolyt benetzt sodass kein Gas durchtreten kann, allerdings hätte ich jetzt gerne eine ordentliche Kunststofffolie zwecks besserer Verarbeitbarkeit und Gasdichtheit.

Ich kenne nur Polysulfonfolie als Ionenaustauscher, die ist allerdings schweineteuer. Gibt es daher noch andere preisgünstigere Kunststoffmembranen?

MfG Echo

Moin,

Ich kenne nur Polysulfonfolie als Ionenaustauscher, die ist
allerdings schweineteuer. Gibt es daher noch andere
preisgünstigere Kunststoffmembranen?

ein ‚Billigsegment‘ gibt es bei diesen Folien m.W. nicht.

Such mal mit ‚Ionenselektiven Membranen‘, ev. findet sich dann doch etwas.

Was spräche gegen ein keramisches Diaphragma?

Gandalf

Was spräche gegen ein keramisches Diaphragma?

Er will einen Gastrenner, keine Hardcore-Verhütungsmittel.

SCNR,

Ralph

Hi,

ich kenn mich in diesem Gebiet nicht wirklich aus, kenne bisher nur Polysulfon-Folie, Epoxidharze mit ionentauscherfähigkeit und Asbest als Membran. Alles nicht wirklich einfach beschaffbar. Ich würde gerne Asbest verwenden, allerdings bekommt man das ja auch nirgendwo. Von den keramischen hab ich auch schonmal was gehört, wenn z.B. Metalloxide auf Metallträgerschichten aufgesintert werden oder? Wüsste jetzt allerdings nichts konkret im handel erhältliches, vllt noch Glasfritten. Wobei Glasfritten zu klein sind, ich bräuchte ja plattenmaterial.

MfG Echo

Moin Echo,

Wobei Glasfritten zu
klein sind, ich bräuchte ja plattenmaterial.

schau mal hier
http://www.robu.net/de/spezial.htm

Gandalf

Hallo echo,

schau dir einmal einen sog. Hofmannschen Apparat zur elektrolytischen Zerlegung von Wasser in einem Lehrbuch der Anorganischen Chemie an. Das Gerät kommt ohne Trennwand aus. H2 und O2 werden nach der Bildung getrennt gehalten und der Stromfluß findet einwandfrei statt. Ganz wie du es wünschst.

Mit freundlichen Grüßen

watergolf

Hi,

der Hoffmannsche Wasserzerlegungsapparat taugt allerdings auch nur als Demonstrationsobjekt, nicht für eine ordentliche Produktion von H². Die Großtechnische Produktion bei der Elektrolyse erfolgt auch so wie ich es tue mit einer Trennwand und sehr naher Positionierung der Elektroden. Das einzige Problem ist lediglich das Materialbezugsproblem, da ich kein Asbest kaufen kann oder das Galvanisieren von Oberflächen sehr teuer ist. Das Grundprinzip der Konstruktion ist voll durchdacht und wird so auch in der industrie verwendet.

MfG Echo