meine Frau muß demnächst für 3 Wochen zur Kur (wegen Rheumatischer Beschwerden)
Da die Kur auch über Ostern geht, würde sie sich freuen, wenn ich über die Feiertage in ihrer Nähe ein Hotel nehme.
Jetzt würde ich gerne wissen, ob jemand bereits Erfahrungen mit Kuren gemacht hat - Speziell über solche Feiertage - und sagen kann, ob die Feiertage (und Wochenende) quasi Freizeit sind, oder ob bei so einer Kur jeden Tag etwas zu tun ist und wie da generell so ein Tag aussehen kann.
Also ob man da von morgens bis Abends irgendwas machen muß, oder ob man da sowieso eher zu genötigt wird ein wenig herauszugehen und sich zu bewegen usw.
Nicht, dass man da am Ende hin fährt und sich eh nur Abends 2 Stunden “völlig fertig” sieht.
Ich war nur 1x auf Kur (nach Schlaganfall) und es hat mir sehr gut getan. Zuerst mal frühstücksbuffet, dann jeden Tag volles Programm ( jeweils ca. eine halbe Std.), individuell. Mal Ergo, mal Gleichgewichts/-koordinationsübungen, mal Logopädie, mal halbe Stunde aufm hometrainer. Dazwischen bis zu 1 1/2 Std. Freizeit, wo ich mit meinen Ohrstöpseln in der Sonne gesessen bin. Samstags nur “halbes Programm", Sonntags sowieso frei.
Und ja, am Abend bist angenehm fertig und freust Dich auf’s Bett.
Moin
Ich biete eine „Anschlußheilbehandlung“ und eine „medizinische Rehabilitation“.
Unter der Woche war Programm nach individuellem Tagesplan (Untersuchungen, körperliche Übungen, Info-Veranstaltungen etc.), dazwischen immer wieder 1-2 Stunden Freizeit.
Wie dicht das Programm gepackt ist, hängt auch vom Krankheitsbild und der individuellen Belastbarkeit ab. Wo eine 75-jährige Herzpatientin mit ihrer Gruppe 15 Minuten ums Haus geht und dann eine Stunde Pause hat, darf ein 30-jähriger Gastro-Patient eine dreiviertel Stunde durch hügeliges Gelände marschieren und anschließend gleich zum Krafttraining.
Beginn war bei mir meistens zwischen 8 und 9 Uhr, spätestens um 18 Uhr war Feierabend, da hatte man noch ein paar Stunden für Geselligkeit.
Samstag war manchmal noch ein Termin, Sonn- und Feiertage waren immer frei. Über Ostern waren es vier Tage am Stück (Karfreitag - Ostermontag).
Wer wollte (und konnte), durfte sich auch vorher(!) abmelden und hatte die Möglichkeit, freie Tage außerhalb zu verbringen, sogar mit Übernachtung außerhalb.
Am besten ist es, sich vorher auf der Webseite der Klinik zu informieren oder einfach dort anzurufen, wie das dort gehandhabt wird.
Servus, hab meinen Vater auf Reha (er hatte Beinamputation und musste rollstuhlfahren lernen u.a.) über Feiertage besucht. War ein super Abend auch mit seinen Leidensgenossen. WG. Schneesturms hab ich mir ein Hotelzimmer besorgt; nächster Tag war auch super.
War selbst Mal ein paar Monate auf Reha. Wochenende war i.d.R.ohne Behandlung, und jeder hatte Besuch von der Familie.
Ich vermute, dass die Frau zu einer Rehabilitation und nicht zu einer (offenen) Badekur fährt. Da ist es das Einfachste, in der Rehaklinik anzurufen und zu fragen. Meist finden aber am Wochenende keine oder nur wenige Anwendungen statt, So dass sich ein Besuch lohnt… ne nach Krankheitsbild
der Umgang mit Wochenende und Feiertagen bei Reha ist durchaus kostenträgerabhängig.
Die DRVen lassen zB keine „Beurlaubung“ mehr zu, einige Krankenkassen schon.
Und einige DRVen verlangen von den Kliniken auch die Ansetzung von Pflichtterminen an Samstagen für ihre Versicherten.
Nur wuchtig: In den meisten Reha Kliniken muss man auch am Wochenende zu einer bestimmten Uhrzeit wieder zurück sein. Sonst ist man im Bereich der Beurlaubung, Die je nach Krankheitsbild bzw Träger nur selten genehmigt wird.