Kurbel rechts/links

Hallo,

ich habe gerade beim Tour Forum einen sehr interessanten Beitrag gelesen, warum man seine Kurbel eigentlich auf der linken Seite montieren sollte.

http://dk-community.de/tour/showthread.php?s=&thread…

Hat das schon mal jemand gemacht und kann mir seine Erfahrungen mitteilen?

Danke und Gruß,

Max

Logo,
ich hab schon lange meine Kettenblätter auf der linken Seite. Den Hinterbau des Rades hab ich einfach 1.1 nachgebaut, natürlich spiegelverkehrt, denn sonst hätt ich ja das ebenfalls nachgebaute Schaltwerk nicht dranschrauben können. Den Umwerfer noch umzubauen war die größte Frickelei.
Aber das Resultat kann sich sehen lassen, nicht nur was den Speed angeht.

Gruß
Krischan

Hallo,

Das Problem lässt sich viel eleganter lösen, indem man im Zentrum der Kurbel ein kleines Getriebe einbaut (kann auch mehrstufig sein) und von diesem die Kraft über zwei Kardanwellen an die Nabe überträgt. Es sollten aber zwei gegenläufige Kardalwellen genommen werden, da sich sonst die Drehmomente der Wellen addieren, was bei höheren Geschwindigkeiten auch bei Geradeausfahrt zu Schräglage führen kann (nach Berechnungen der CMA bei 40 kmh bis zu 30 Grad je nach Durchmesser der Wellen). Diese Schräglage muss durch permanente Kurvenfahrt in die Gegenrichtung kompensiert werden, was zu starken Einschränkungen bei der Reichweite und zu heftigen Schwindelgefühlen führt.

Gruss, Niels

Interessant ist hierbei auch der Lösungsansatz der Firma
Aprilia-Johnson aus Kensima-Grinsen in Japan.

Hier wurden zwei wesentliche Aspekte im neuen Bike-Konzept
" S uperflight C ycle H ardware for E fficiency by R everse Z -shifting" vereinigt. Erstens wurde durch einen einfachen Austausch von Sattel und Lenker ein ganz neues Rahmenkonzept geschaffen. Ergebnis: der Antrieb wird in Fahrtrichtung nach vorne und dadurch unter Einsatz von Standardkomponenten (derzeit leider nur Ultegra) automatisch nach links gelegt. Ein lästiger Umbau der Umwerfer kann damit entfallen.

Das hierdurch auftretende Problem, dass der Lenker nun über dem starr eingebauten Rad sitzt wurde gelöst, indem man ein ausgeklügeltes Gelenkstangensystem aerodynamisch günstig im Rahmen versenkt hat.
In zusammenarbeit mit der Formel-1-Abteilung von Toyota konnte dies außerdenm sehr gewichtssparend erfolgen (Mehrgewicht gegenüber herkömmlichen Rahmen: 104g).
Tests haben ergeben, dass nicht nur die Verlegung des „Antriebsstranges“ nach links, sondern auch die Verlegung des angetriebenen Rades nach vorne Krafteinsparung bringt.

Eine leicht abgespeckte Version zum Einbau in Standardrahmen befindet sich derzeit noch in der Entwicklung, soll aber gerüchteweise auf der Osaka Bike Show am 1.4.2005 vorführbereit sein.

Leider hat die UCI diesem aberwitzigen Konzept noch keine Zulassung erteilt. Ich denke mal, dass hier der Fall ähnlich liegen wird, wie bei den Stundenrekorden von Graeme Obree und Co.
Über den Einspruch aus Japan wird frühestens im April nächsten Jahres verhandelt, so dass es sicher noch eine Weile dauern wird, bis die neue Technik auf der Straße zum Einsatz kommt.

Sobald ich die Bilder für diese Konstruktion wiedergefunden habe werde ich natürlich Links posten.

Hallo,

ich habe gerade beim Tour Forum einen sehr interessanten
Beitrag gelesen, warum man seine Kurbel eigentlich auf der
linken Seite montieren sollte.

http://dk-community.de/tour/showthread.php?s=&thread…

Hat das schon mal jemand gemacht und kann mir seine
Erfahrungen mitteilen?

als Linksfüßerin kann ich nur neidisch werden darüber, was andere mit ihren Rädern so anpassungsmäßig anstellen. Wobei ich gespannt darauf bin, wie die Kenntenfürhung dann ist: Quer unter dem Hinterbau durch?

Gruß, Karin