ich bräuchte Informationen über kuriose Berufe, Zünfte, Jobs aus dem Mittelalter oder noch früher. Ich benötige dies für eine Stoffsammlung für eine Stadtführung, um diese mit informativen und witzig-spritzigen Daten zu spicken.
Mir hat jemand von diesem Beruf erzählt, jedoch wüsste ich hierzu die genauere Berufsbezeichnung aus dem Mittelalter.
Eine Frau mit einem weiten Mantel trug über der Schulter einen Stab an dessen Ende jeweils ein Eimer befestigt wurde. So lief sie durch die Gassen und wenn jemand sein Geschäft erledigen musste, stellte sie dei Eimer ab und der Kunde setzte er sich auf einen der Eimer, die Frau schwang den Mantel um ihn, damit er nicht gesehen wurde. Also eine Art Klofrau.
passend zum Exkrementensammler wäre da der Salpeterer. Jemand, der unter dem Schutz des jew. Landesfürsten die Ställe und Höfe „heimsuchte“, um dem Mauersalpeter zu gewinnen, oder durch auswaschen von Stallböden ebensolchen.
Später wurden am Stadtrand Salpetergärten angelegt, um den bei der Verwesung von organischem Material anfallenden Salpeter zu gewinnen.
Als Anhaltspunkt „Geschichte“ http://de.wikipedia.org/wiki/Sprengsalpeter
Desweiteren der Biertester, beauftragt von der jew. Zunft der Brauer,
Der Picherer, der Baumharz gewann
Der Zunder-Hersteller (Zunderpilz)
Teersieder (Aus Harz - auch Verwendung als Wagenschmiere)
Es kommt halt drauf an, um welche Stadt es sich handelt… Was eben da so rundrum war…
Mittelalterliche Berufe gabs einige kuriose… Oder wer kennt noch den Holzdrahtschneider?? (Holznägel für den Schuster-.- O.K. nicht unbedingt mittelalterlich, aber hinreichend seltsam)
mein lieblingsberuf aus dem mittelalter
ist der pferdeerschrecker, der nachdem das schießpulver erfunden worden war töpfe voll desselben zu zünden hatte, um die pferde des gegnerischen heers in panik zu versetzen und möglichst ihre reiter abzuwerfen.
ich bezweifle aber, daß da ein lehrberuf war. auch kann ich nicht sagen, ob der beruf lange bestand hatte. aber immerhin ist auf diese weise papst clemens V. ein stein aus der krone gefallen.
Desweiteren der Biertester, beauftragt von der jew. Zunft der
Brauer,
Feines Beispiel, besonder die bayerische Version: Die sog. „Bierkieser“ gossen von dem frischen Bier eine Holzbank voll, setzten sich mit ihren Krachledernen drauf und zechten eine bestimmte Zeit (ich glaub, von 10-12). Anschließend mußten sie mit der an den Hintern klebenden Bank bis zur Türe kommen. Fiel die Bank vorher ab, taugte das Bier nix! )