Das funktioniert mit Heu statt Gras aber besser, auch wenn man Heu
nicht maeht.
Das ist ein interessantes Wahrnehmungsphaenomen. Ich kenne es aus
einem Vortrag ueber Chaos und Selbstorganisation. Haette man vorher
ueber Kloester und Moenche gesprochen, dann wuerde man es sofort
verstehen. Aber so ganz ohne Zusammenhang tappt das Gehirn im
Dunkeln, wohl auch weil man das Wort ‚Aebte‘ praktisch nie zu hoeren
bekommt und es somit nicht in Bekanntes eingeordnet werden kann.
Im Optischen begegnen einem solche Dinge viel haeufiger: Man kriegt
ein Bild vorgesetzt und kann nichts erkennen. Dann erklaert jemand,
was da zu sehen ist und dann erkennt man es auch. Und zwar von da an
immer. Und man fragt sich, wie es moeglich war, es nicht zu erkennen.
(P.S. in den 80er-Jahren untersagte eine HG-Entscheidung einem österreichischen Konservenhersteller (Inzersdorfer) die Handelsbezeichnung „Schmalzfleisch“ für sein (weithin beliebtes) Produkt. Seither ist es in unveränderter Konsistenz, aber unter der neuen Bezeichnung „Fleischschmalz“ im Handel, was seiner Beliebtheit als Brotaufstrich zwar keinen Abbruch tat, sich aber auch nicht wesentlich schöner anhört.)
Na ja, ich habe halt die Schreibweise der deutschen Wörter gewählt. Es ist ja ein gesprochener Kalauer. Hätte ich eine griechische Tastatur gehabt, hätte ich es griechisch geschrieben.
Preisfrage: Woher kommt und was bedeutet das Wort in der Überschrift?
Schelle se net an sellere Schelle, selle Schelle schellt net.
Schelle se an sellere Schelle, selle Schelle schellt.
Ungefähr auf deutsch:
Läuten Sie nicht an dieser Glocke, diese Glocke läutet nicht.
Läuten Sie an jener Glocke, jene Glocke läutet.
Oder so ähnlich. Kann das nicht richtig übersetzen. Bin der
dt.
Sprache diesbezüglich nicht mächtig genug *gg*
Die Übersetzung ist jedenfalls leicht nachvollziebar.
Interessanter wäre für mich die Frage, wo das herkommt. Klingt irgendwie hessisch, aber „selle“ und „sellere“ ist wahrscheinlich nur regional gebräuchlich.
offtopic Zu deiner Vita:
Bilder lügen zwar nicht, aber die Tochter weist ja vielleicht gewisse Ähnlichkeiten mit der Mutter auf.
Aber ich hab’ gut reden: Kein Bild lügt gar nicht!
Interessanter wäre für mich die Frage, wo das herkommt. Klingt
irgendwie hessisch, aber „selle“ und „sellere“ ist
wahrscheinlich nur regional gebräuchlich.
Der oder die „selle“ geht auf „selbe, selbige“ = diese zurück.
Das ist in den süddeutschen Dialekten sehr weit verbreitet und fängt ganz im Westen, also im Saarländischen an, und ist im Elsässischen, Pfälzischen, Badischen, Schwäbischen, Alemannischen, Fränkischen bis ins Bairische zu verfolgen. Aber auch im Hessischen und Thüringschen und Sächsischen findet mans.
Also muss man hier „regional“ sehr großzügig verstehen.
Interessanter wäre für mich die Frage, wo das herkommt. Klingt
irgendwie hessisch, aber „selle“ und „sellere“ ist
wahrscheinlich nur regional gebräuchlich.
Der oder die „selle“ geht auf „selbe, selbige“ = diese zurück.
Das ist in den süddeutschen Dialekten sehr weit verbreitet und
fängt ganz im Westen, also im Saarländischen an, und ist im
Elsässischen, Pfälzischen, Badischen, Schwäbischen,
Alemannischen, Fränkischen bis ins Bairische zu verfolgen.
Aber auch im Hessischen und Thüringschen und Sächsischen
findet mans.
Also muss man hier „regional“ sehr großzügig verstehen.
Hi Fritz,
danke, interessante Info.
Komisch, dass ich das als weit Gereister nie gehört habe.
Grüße
Oranier