Kurs-Bestimmung

Hallo,

ich möchte ein kleines Börsenhandel-Spiel mit fiktiven Aktien programmieren und frage mich, wie ich anhand von Angebot und Nachfrage automatisch die Kurs-Veränderungen berechnen kann?

Ist das reine Mathematik, oder fliessen auch „Bauchentscheidungen“ mit ein? Wie ist das beim Daytrading, sind es auch dort Menschen, die die Kurse machen, oder läuft das rein elektronisch?

Weiterhin frage ich mich, wenn es von einer AG Aktien mit mehreren Werten gibt (z.B. 1 Euro, 100 Euro, 1000 Euro) und der Emissionskurs wird auf 10 Euro festgelegt, entspricht dann eine 1000 Euro Aktie 100 Aktien mit einem Emissionspreis von 10 Euro und wenn der Kurs irgendwann z.B. auf 50 Euro steigt, ist die 1000 Euro Aktie 5000 Euro Wert?

VG,
root66

Hallo,

ich möchte ja niemanden gleich entmutigen, aber so ein Spiel halte ich für Blödsinn.

Der menschliche Faktor ist ganz entscheidend bei der Kursbestimmung. Wenn alles rein rechnerisch wäre, würde an der Börse nur Millionäre sitzen.

Jeder, der sich auch nur etwas mit der Börse beschäftigt hat, kennt das Phänomen. „Eigentlich“ müsste die Aktie X steigen. Alle Zahlen sprechen dafür. Was passiert ? Sie rauscht gnadenlos in den Keller. Keiner weiß, warum. Das passiert immer wieder. Erst vor einiger Zeit hat eine AG bekannt gegeben, dass sie zur Kostenersparnis ganz viele Leute aus der Verwaltung entlässt. Normalerweise geht dann der Kurs immer nach oben, es wird ja Geld gespart. In diesem Fall: Absturz.

Man könnte so etwas in einem Börsenspiel nur per Zufallsgenerator programmieren. Aber wer würde schon ein Börsenspiel spielen, wo ohne erkennbaren Grund die Aktie plötzlich nur noch einen Bruchteil wert ist ?

Ich empfehle, mehrere Musterdepots anzulegen. Allerdings nicht das von einer großen deutschen Bank, das ist der absolute Witz, völlig untauglich. Am besten ein Musterdepot für Daytrader.

Gruss

Andreas

Hallo,

Der menschliche Faktor ist ganz entscheidend bei der
Kursbestimmung. Wenn alles rein rechnerisch wäre, würde an der
Börse nur Millionäre sitzen.

Das hat ja nichts damit zu tun, wie der Börsenmakler (bzw. heute der Computer, weil der das schneller kann, der Makler überwacht das natürlich noch, wenn es nicht ein reines elektronisches System ist) den Kurs festsetzt, nämlich so, daß der größte Umsatz zustande kommt.
Ein Spiel muß aber schon relativ groß sein, damit nicht wenige Leute den Markt bestimmen können. Selbst in größeren Browsergames, kommt es nie zu einer irgendwie realitätsnahen Preisentwicklung, weil die Inflation viel zu hoch ist. Ohne die, wären die Spiele aber wahrscheinlich so langweilig, daß niemand länger spielen würde, weil einfach am Anfang rein gar nichts vorangeht und die wenigen, die doch länger dabei bleiben, irgendwann alles kontrollieren.

Zur Ausgangsfrage: ich würde auf historische Kurse und historische Nachrichten zurückgreifen und diese etwas verfremden.

Cu Rene

Hallo,

ich möchte ja niemanden gleich entmutigen, aber so ein Spiel
halte ich für Blödsinn.

Der menschliche Faktor ist ganz entscheidend bei der
Kursbestimmung. Wenn alles rein rechnerisch wäre, würde an der
Börse nur Millionäre sitzen.

Jeder, der sich auch nur etwas mit der Börse beschäftigt hat,
kennt das Phänomen. „Eigentlich“ müsste die Aktie X steigen.
Alle Zahlen sprechen dafür. Was passiert ? Sie rauscht
gnadenlos in den Keller. Keiner weiß, warum. Das passiert
immer wieder. Erst vor einiger Zeit hat eine AG bekannt
gegeben, dass sie zur Kostenersparnis ganz viele Leute aus der
Verwaltung entlässt. Normalerweise geht dann der Kurs immer
nach oben, es wird ja Geld gespart. In diesem Fall: Absturz.

Der menschliche Faktor ist doch der Markt - Angebot und Nachfrage und es wird doch der Kurs festgelegt, zu dem am meisten Umsatz generiert werden kann.

Warum sollte ein Kurs fallen, wenn die Nachfrage hoch und das Angebot gering ist?

Und warum sollte er steigen, wenn alle ihre Aktien loswerden wollen?

Hallo,

Der menschliche Faktor ist doch der Markt - Angebot und
Nachfrage und es wird doch der Kurs festgelegt, zu dem am
meisten Umsatz generiert werden kann.

Warum sollte ein Kurs fallen, wenn die Nachfrage hoch und das
Angebot gering ist?

Und warum sollte er steigen, wenn alle ihre Aktien loswerden
wollen?

das ist eben die Sache, die es so schwer macht: der Markt ist nicht berechenbar. Wenn es so wäre, wären alle Millionäre. Sind sie aber nicht.

Man versucht mit den kompliziertesten Computerprogrammen, die Kursentwicklung einer Aktie vorauszusagen, und es klappt nie 100prozentig. Der Markt verhält sich längst nicht immer logisch. Und es ist außerdem unmöglich, alle Faktoren zu berücksichtigen.

Einfaches Beispiel: man spekuliert mit Weizen, und es wird eine Super-Ernte erwartete. Plötzlich Hagel, die Hälfte der Ernte ist weg. Pech, denn die Verträge wurden schon Monate vorher unterschrieben. Dann bist Du entweder auf einen Schlag sehr reich (wenn Du günstig eingekauft hast), oder sehr arm, weil Du teuer kaufen und billig verkaufen musst.

Und nun setzen wir noch einen drauf: den Amis hat es zwar die Ernte verhagelt, aber andere Länder haben sehr gute Ernten. Der Preis gibt nach. Kann auch niemand vorher wissen.

Daher ist ein Kurs nie genau vorauszusehen.

Gruss

Andreas

Hallo,

Daher ist ein Kurs nie genau vorauszusehen.

Das will doch imo auch niemand, sondern nur aus Angebot und Nachfrage im Spiel den Kurs für das Spiel bestimmen.
Vermutlich hat nur einer von uns beiden etwas falsch verstanden.

Cu Rene