Kurschreibweisen Ahnen, Vorfahren, Ur-ur-ur

Hi.

Ich habe einige Dokumente von meinen Vorfahren, die ich nach Personen katalogisieren möchte.
Beispiel: Urgroßmutter
Jetzt hat man ja (normalerweise) 4 Urgroßmütter.

  1. ich > Mutter > Mutter > Mutter
  2. ich > Mutter > Vater > Mutter
  3. ich > Vater > Mutter > Mutter
  4. ich > Vater > Vater > Mutter

Gibt es eine (z.B. in der Genealogie) bewährte Kurzschreibweise, um zu kennzeichnen welche Großmutter gemeint ist?
Wenn man z.B. Urgroßmutter #3 meint so etwas wie „Urgroßmutter (v>m>m)“ oder „Urgroßmutter (VMM)“.

Gibt es auch eine Schreibweise für weiter zurückliegende Generationen?
Z.B. möchte ich meinen Ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-Großvater ungerne so bezeichnen müssen, eher als „Ur12Großvater“ oder ähnlich.

Schließlich eine Kombination z.B.
Ur12Großvater (MVMVVVVVVVVVVV)

Ich kann mir natürlich etwas selbst ausdenken, aber gibt es ‚offizielle‘ bzw.eingebürgerte, bewährte Schreibweisen …?

Gruß
M.

Moin.

Die Generationenbezeichnungen findest du hier:
http://wiki-de.genealogy.net/Ahnenbezeichnungen

Die genaue Position in der Ahnentafel wird über die Kekule-Nummer dargestellt
http://wiki-de.genealogy.net/Kekule-Nummer

Beachte, dass die Vorfahren schnell mehrere Nummern bekommen können, da bei jedem Menschen der sog. Ahnenschwund auftritt
http://wiki-de.genealogy.net/Ahnenschwund

Gruß
KHK

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Hi.

Erstmal vielen herzlichen Dank!
Das sind anscheinend die üblichen Bezeichnungen im Fachbereich.

Alles sehr interessant, allerdings sehe hier einige Probleme.

Zu den „Ahnenbezeichnungen“:
Diese Bezeichnungen habe ich bisher noch nie gehört und gelesen.
Nachteile:

  1. Man kann sich diese sehr schwer merken, weil sie nicht ‚logisch‘ aufgebaut sind.
    Sinn einer (verkürzten) Bezeichnung soll ja sein, dass man versteht, worum es geht.
  2. Wenn ich jemanden von meinem „Ober-Vater“ (aus Ober-Eltern) erzähle, dürfte ich mit 99% Sicherheit auf verständnislose Augen treffen. Somit sind solche Fachwörter für den Alltag unbrauchbar.

Zu den „Kekule-Nummern“:
Diese mögen einen logischen Aufbau haben, für den Gebrauch in der (Schrift-)Sprache sind diese auch unbrauchbar. Denn – um bei meinem Beispiel zu bleiben – „11“ ist zwar meine erwähnte „Urgroßmutter (VMM)“, es ist aber aus der Zahl 11 weder erkennbar, ob die Person mütterliche oder väterliche Linien hat, noch zu welcher Generation (III. Generation) sie gehört. (Sicherlich gibt es einen mathematischen Algorithmus, der dieses auflösen kann, aber darum geht es nicht. Es geht um das Verstehen!)

Zum „Generationensprung“:
Wenn ich das richtig verstehe, hat dann eine Person bei Generationensprung mehrere Kekule-Nummern. Dann aber logischerweise auch alle Vorfahren dieser Person. Und wenn es dort einen weiteren Generationensprung gibt (was vor einigen Jahrhunderten sicherlich häufiger vorkam), hat eine Person 4 Keule-Nummern. Mathematisch sicherlich korrekt, aber völlig unbrauchbar und unübersichtlich.
Außerdem: Manchmal hat man nicht alle Stammbaum-Zusammenhänge aufgedeckt und Generationensprünge nicht erfasst oder erkannt. Dann hätten Personen und all ihre Vorfahren fehlende Kekule-Nummern.

Ich werde also doch eine eigene Nomenklatur benutzen.
„Ur12Großvater (MVMVVVVVVVVVVV)“
sagt dann doch eindeutig mehr aus als die Kekule-Nummer „26.624“.

Trotzdem danke!
M.

Weiterer Vorteil: wenn man die Bezeichnung von einem anderen Personen-Standpunkt sucht, muss nicht aufwendig die Kekule-Nummer völlig neu berechnet werden, es reicht ein Hinzufügen oder Weglassen der Buchstaben M/V.

Warum fragst du eigentlich, wenn du es eh besser weißt?

Warum ich fragte?
Ich fragte, weil ich hoffte, dass es eine verständliche Nomenklatur gibt, die ich anwenden könnte. Ich wollte keine ‚parallele‘ Nomenklatur entwickeln.
Weil ich diese Fachbegriffe nicht kannte.

Trotzdem finde ich die Infos von dir sehr interessant und werde sie hier und da verwenden.

Es geht hier nicht ums „Besserwissen“.
Wenn du das glaubst, hast du dich selbst disqualifiziert und tust mir nur leid.

M.