Kurzfristig hohe Drehzahl zum beschleunigen

Hallo,

habe gehoert dass es treibstoffsparend ist z.B. mit dem 2. Gang bis auf die gewuenschte Geschwindigkeit zu beschleunigen (wie 50, 80…)

Da der Motor hierbei kurzfristig doch sehr hoch gedreht wird (bis 6000, roter Bereich ab 6300) habe ich die Frage ob dies nicht schlecht fuer die Langlebigkeit des Motors ist - vor allem wenn dies im kalten Zustand passiert.

Ist es aus Sparsamkeitsgruenden ueberhaupt sinnvoll mit einem niedrigen Gang zu beschleunigen oder sollte man ab 50 doch lieber im 5. Gang wechseln und dann mit 3/4 Gas bis z.B. 80 beschleunigen?

Ach ja, mein Auto ist ein Omega A 2.0i mit 115 PS.

Gruss und Danke im vorhinein

Desperado

Moin,

das ist nicht sinnvoll. Du fährst am ökonomischsten, wenn Du beim Beschleunigen voll durchtrittst, aber früh hochschaltest.

Gruss Jakob

Hallo,

habe gehoert dass es treibstoffsparend ist z.B. mit dem 2.
Gang bis auf die gewuenschte Geschwindigkeit zu beschleunigen
(wie 50, 80…)

Warum im 2. Gang? Zumindest bis Tempo 50 müsste demnach eigentlich der 1. Gang reichen. Das spart noch einen Schaltvorgang…

Nein, mal im Ernst:

Da der Motor hierbei kurzfristig doch sehr hoch gedreht wird
(bis 6000, roter Bereich ab 6300) habe ich die Frage ob dies
nicht schlecht fuer die Langlebigkeit des Motors ist - vor
allem wenn dies im kalten Zustand passiert.

Ja, natürlich. Und eine extra Portion Sprit kostet es noch dazu.

Ist es aus Sparsamkeitsgruenden ueberhaupt sinnvoll mit einem
niedrigen Gang zu beschleunigen oder sollte man ab 50 doch
lieber im 5. Gang wechseln und dann mit 3/4 Gas bis z.B. 80
beschleunigen?

Wie Jakob schon geschrieben hat: Möglichst früh hochschalten (aber nicht zu früh, im Bereich der Leerlaufdrehzahl hat der Motor keine Kraft im höheren Gang). Und 3/4 Gas ist sicherlich noch etwas günstiger als Vollgas.

Beste Grüße
Guido

Hallo,

schau mal in Deine technischen Daten, wo der max Drehmoment liegt. Voll beschleunigen und dabei etwa im Drehzahlbereich des max Drehmoments bleiben. In diesem Bereich läuft der Motor bei Vollgas optimal.

In der Praxis ist das aber sowieso nicht durchführbar, weil der Heini vor Dir mit 1/20 Gas gemächlich Fahrt aufnimmt und vermutlich aus versehen eine Stunde zu früh losgefahren ist und deshalb die überschüssige Zeit auf der Straße abbummelt.

Gruß
schubtil

bei vollast und um bereich des max. drehmoments hat der motor seinen besten wirkungsgrad.
ABER: das bedeuted nicht, das hier auch der geringste verbrauch ist!!!
hoher wirkungsgrad = geringster relativer verbrauch, d.h. gmessen an der abgegeben leistung ist der verbrauch niedrig.
entscheident aber für mein verbrauch/100 km und letztlich für die menge an der zapfsäule ist der absolute verbrauch und der sinkt im prinzip mit sinkender drehzahl.

Hallo,

schau mal in Deine technischen Daten, wo der max Drehmoment
liegt. Voll beschleunigen und dabei etwa im Drehzahlbereich
des max Drehmoments bleiben. In diesem Bereich läuft der Motor
bei Vollgas optimal.

Moin,

das hast Du glaube ich missverstanden:
Natürlich verbraucht der Motor (effektiv) am wenigsten bei niedrigen Drehzahlen. Aber zum Beschleunigen voll durchtreten, früh hochschalten und dann die niedrigste Drehzahl halten.

Gruss Jakob

richtig.früh hochschalten. und eben nicht beim beschleinigen im bereich des max. drehmoments drehen lassen. viele insbes. kleinhubrige saugbenziner haben ihr max. drehmoment >3500U/min. wenn man immmer beim beschleunigen bis 3500-4000 U/min beschleunigt hat man mehr verbrauch als wenn man deutlich früher hochschaltet.

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Hallo Roberto,

noch mal langsam: Wenn man in dem Drehzahlbereich, wo der beste Vollgaswirkungsgrad liegt (max Drehmoment) beschleunigt, dann hat man den günstigsten Verbrauch im Verhältnis zur abgegeben Leistung. Das bedeutet, dass ich eben in diesem Drehzahlbereich 3 Sekunden Vollgas geben muß um meine Wunschgeschwindigkeit zu erreichen und zwei Gänge höher in einem Drehzahlbereich mit schlechterem Vollgaswirkungsgrad brauche ich beispielsweise 12 Sekunden um die Wunschgeschwindigkeit zu erreichen. Jetzt braucht zwar der Motor bei der niedrigen Drehzahl nur die Hälfte, das aber 4 mal so lange. Insgesamt habe ich also wegen des ungünstigeren Wirkunsggrades mehr verbraucht.
Es ist also tatsächlich besser, mit dem maximalen Drehmoment zu beschleunigen und dann erst NACH erreichen der gewünschten Geschwindigkeit den höchstmöglichen Gang einzulegen.

Mit freundlichen Grüßen
schubtil

halbe leistung, 4mal so lange zeit…wie kommst du auf diese zahlen??
da ich sehr viel mit den auto fahren muss, habe ich auch dies ausprobiert um meinen verbrauch zu senken
ergebniss:
den niedrigesten verbrauch erziele ich wenn ich auch beim beschleunigen so früh wie möglich hochschalte, eingehend getestet mit einen opel CDTI und VW TDI, wohlgemerkt ich schalte deutlich unterhalb des max. drehmomentes hoch und konnte damit mein verbrauch signifikant senken.
beisp.: VW TDI max. drehmonent ab 1950 U/min, hochschalten tue ich bereits bei ca. 1400 U/min, insbesondere im stadtverkehr (viel beschleinigen) habe ich damit eine deutliche spritersparniss erzielt.

rob

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siehe auch: http://www.spritmonitor.de/de/benzin_sparen_rico_kle…

Hallo Roberto,

halbe leistung, 4mal so lange zeit…wie kommst du auf diese
zahlen??

Von „halbe Leistung“ habe ich nichts geschrieben. Die 4fache Zeit ist eine reine Annahme, um das Problem zu verdeutlichen, könnte aber durch die längere Übersetzung in höheren Gängen bei gleichzeitig niedrigerer Drehzahl eher noch schlechter ausfallen. Durch schlechteren Wirkungsgrad (bei Vollgas!) geht aber der Treibstoffverbrauch nicht im Gleichen Maß zurück, wie die Zeit sich verlängert.

beisp.: VW TDI max. drehmonent ab 1950 U/min, hochschalten tue
ich bereits bei ca. 1400 U/min, insbesondere im stadtverkehr
(viel beschleinigen) habe ich damit eine deutliche
spritersparniss erzielt.

Das ist was ganz anderes. Das Du einen Turbomotor hast, hattest Du nicht erwähnt. Du kennst das Sprichwort: „Turbo läuft, Turbo säuft“. Mit 1400U/min schaltest Du so früh hoch, dass der Turbo möglicherweise noch gar nicht arbeitet, Du fährst also ohne den Turbo zu benutzen. Das ist ein völlig anderer Betriebszustand. Es gab da mal einen Versuch eines Spritsparexperten. Der ist mit einem A4 TDI von Moskau nach Berlin gefahren. Immer unterhalb der Turboschwelle, bergab Motor aus. In Berlin hat man festgestellt, dass der Sprit noch bis Paris gereicht hätte. Verbrauch 1,irgendwas Liter/100km.
Für die Hinterherfahrenden ist solche Fahrweise allerdings Nötigung.

Bei Deiner Fahrweise hättest Du Dir auch einen SDI ohne Turbo kaufen können. Der hat keinen Turbo und von Haus aus eine etwas höhere Verdichtung. Damit kannst Du den Golf vermutlich noch sparsamer fahren.

Ich brauche die „Freude am Fahren“, wenn ich Auto fahre. Da ist dann auch der Drehzahlbegrenzer (beim Benziner) nicht grundlos eingebaut. Ich kann das auch vertreten. 90% der Fahrten ohne Transporthintergrund innerhalb von etwa 15km um mein Haus erledige ich mit dem Fahrrad. Mit dem Flugzeug in den Urlaub verkneife ich mir konsequent, da dort der Sprit Tankwagenweise vertankt wird. Wenn ich dann aber Auto fahre, lasse ich es auch krachen. Ich stehe auch dazu, wenn mein nächstes Auto ein amerikanischer V8 wird. Das spare ich an anderer Stelle doppelt wieder ein. Als Verkehrshindernis vor sich hinrollende Spritsparer sind mir ein Grauen.

Mit freundlichen Grüßen
schubtil

schau dir mal das muscheldiagram in meinen link an, man sieht unter vollast gelangt man auch bei niedrigen drehzahlen in nahezu den gleichen wirkungsgradbereich, aber man fordert deutlich weniger leistung, womit der abs.verbrauch niedriger ist.
bsp. aus den muscheldiagramm.(vollast)
schalten bei 2000 U/min, knappe 260g/KWh, schalten bei 3000 U/min auch 260 g/KWh.
zitat „In der Praxis sollte man also auch einen Diesel (das gleiche gilt für saugbenziner, anm. von mir) mit viel Gas und hohen Gängen schnell auf Reisegeschwindigkeit bringen.“

im übrigen funktionieren meine beobachtungen nicht nur beim turbo, sondern auch bei einen fordKa saugbenziner, den meine frau vor jahren mal fuhr.