Kurzgeschichte gesucht

Ein Freund hat mir vor Jahren von einer Kurzgeschichte erzaehlt, die mich nicht mehr loslaesst. Leider konnte ich bis jetzt nicht herausfinden wie sie heisst und von wem sie ist. Vielleicht kann mir jemand von Euch weiterhelfen.
Ich glaube sie ist schon etwas aelter und handelt von einem Mann der in ein Gefaengnis geworfen wird, das sich komplett in einem Berg oder unter der Erde befindet. Dieses Gefaengnis stellt ein riesiges Rad dar, was der Gefangene jedoch nicht weiss. Erst nach Jahren bemerkt er, dass sich eine Wand seiner Zelle bewegt, oder besser gesagt, dass er sich mit seiner Zelle, die Bestandteil des Rades ist, durch den Berg bewegt und dass eine Wand ein Teil des stillstehenden Berges ist. Nun beginnt er voller Verzweiflung an dieser Wand zu schieben, da er erkannt hat, dass dies der einzige Weg sein koennte jemals wieder aus dem Gefaengnis zu entkommen. Nach Jahren harter Arbeit beginnt er daran zu verzweifeln, da er erkannt hat wie sinnlos seine Anstrengung ist. Was dann noch passiert weiss ich leider nicht.
Wer kann mir weiterhelfen, denn ich muss diese Geschichte unbedingt lesen!

Gruss

Jan

Edgar Allan Poe: The Pit and the pendulum
Deutsch glaubich. Grube und Pendel.
Viel spaß
Barbara

Ähm,

ich kann leider nichts konstruktives zu dieser Frage beitragen, aber ich glaube nicht, daß dies die Geschichte war. In „Grube und Pendel“ bewegt sich kein Raum durch einen Berg. Die Wände sind ziemlich stabil aus Stahl und kommen auf den Gefangenen zu. Außerdem befindet sich ein Loch im Boden, in das er reinfallen sollte. Und da war ja noch das Pendel. Keiner, der diese Geschichte kennt, würde dies vergessen.

Gruß Christian

Auch ääähm.
Jetzt, wo Dus sagst, bin ich mir auch nicht mehr so ganz sicher. Aber, wenn B erzählt, A habe gelesen, erinnere sich aber nicht mehr so ganz genau… unter diesen Bedingungen halte ich es immernoch für hochhochwahrscheinlich.

Es gibt noch eine ähnliche Geschichte von Borges, die aber sehr deutlich Poe zitiert, in der sich aber, wenn ich mich recht erinnere, keine Wände bewegen. Vielleicht wars ja Borges oder ein anderer Poe-Epigone.
Schaumermal.

Etwas kommt wieder…
Hallo Jan,

also Poe und Borges sind es nicht, da bin icht recht sicher. Ich habe, glaube ich, vor Jahren, gelesen, was Du meinst. Soweit ich mich erinnere, ist das keine Kurzgeschichte, sondern eine Episode aus einem längeren Werk: ein riesiges steinernes Rad in einem Berg mit nur einem Ausgang. In den Rand des Rades sind kleine Felsbehausungen eingelassen, in denen Menschen isoliert leben. Das Rad dreht sich etwa alle paarzehn Jahre einmal um sich selbst (ich glaube, Wasserkraft spielte eine Rolle); darum herum gibt es eine Art Religion in dem Roman.
Mein Instinkt sagt mir, daß das entweder bei Brian W. Aldiss (Helliconia?) oder Philip José Farmer gewesen sein könnte… hilft das weiter?

Gruß

hendrik

Hallo Hendrik

Deine Erinnerung scheint Dich nicht zu trügen - mir kommt wahrscheinlich die gleiche Story in den Sinn. Farmer eher nicht. Aldiss oder Zelasny wahrscheinlicher. Ich werde mal nachwühlen.
Gruß
Eckard

Hab’s gefunden!
Hi!

Ich habe gefunden, was ich suchte - vermutlich ist es das Gesuchte:

Brian W. Aldiss
Helliconia: Winter (Bd. 3 der Trilogie)
Kapitel „Im Rad“
Heyne Bibliothek der SF-Literatur 52

Jene Konstruktion heißt „Das Große Rad der Kharnabhar“

Netweasel
**sichselbstschulterklopfend**

Glückwunsch, Hendrik!

Ich habe meine Sammlung umgegraben (natürlich wieder lesend hängengeblieben)
Jetzterinnere ich mich daran, dass ich damals den Schmöker aus der Bücherei hatte :frowning:
Mal sehen obs den noch gibt.
Gruß Eckard

Vielen Dank an alle!
Ich moechte mich bei allen Beteiligten fuer ihre Muehe bedanken. Ich bin mir zwar noch nicht ganz sicher, ob dieser Roman der richtige ist, aber ich werde ihn mir auf jeden Fall zulegen.

Gruss

Jan