Huhu!
Dem kann ich absolut nicht zustimmen. Ich denke vielmehr, dass
Du damit einem ganzen literarischen Genre Unrecht tust, das so
vielfältig und interessant ist.
Mag sein, aber ich kenne halt nicht alles 
In einem Buch von ein paar
hundert Seiten einen spannenden Handlungsverlauf und
dreidimensionale Charaktere zu erschaffen, ist die eine Sache.
Auf zwei, drei oder dreißig Seiten so viel Spannung
aufzubauen, dass man förmlich über die Zeilen rast, sich
mitgerissen und gerührt fühlt, ist die andere.
Das hast du sicherlich nicht recht, aber das hat nichts mit ‚mögen‘ zu tun.
Und das war meine Frage.
Ich denke, dass
diese Kunst sehr viel Witz und Können erfordert und noch mehr
Ausdauer als ein Roman. In jedem Roman, selbst in denen, die
mir am besten gefallen haben, fielen mir fade Stellen oder
Längen auf. Bei der Kurzgeschichte kommt es auf jedes Wort an,
und wenn die Arbeit gelungen ist, ist keines zu viel.
Sicher, sicher, da stimme ich dir zu.
Aber andererseits ist es auch eine Kunst, einen Roman über 450 Seiten zu
schreiben, der den Leser fesselt - immer.
Da könnte man argumentieren, dass es ja einfacher ist, das auf 25 Seiten zu
schaffen 
Fazit: es ist wahrscheinlich egal, ob man eine Kurzgeschichte oder einen langen
Roman nimmt - in beiden Fällen ist das entsprechende Können entscheidend.
Mir geht es halt bei den Kurzgeschichten so, dass die Handlung zu wenig in die
Tiefe geht. Ich möchte mir beim Lesen ja eigene Vorstellungen machen, aber
nicht über alles! Dann bräuchte ich ja nicht mehr zu lesen 
Aber in den Kurzgeschichten wird halt nur ein kleiner Teilaspekt
(logischerweise) abgehandelt und ich möchte doch immer noch das Drumherum
wissen und wie es weitergeht und woher die Personen kamen und und und … 
Es frustriert mich dann meistens, wenn die Geschichte zu Ende ist und ich aber
den Eindruck habe, dass da noch so viel passieren könnte/wird.
http://www.bartleby.com/129/
Wer weiß, ob man Dich damit nicht doch noch überzeugen kann
…
Mal sehen
Ich werde es mal lesen!
Bye, Vanessa