Kurzkrimi

Hallo!

Um die Wartezeit bis zu meinem nächsten Versuch, ein Expose zu schreiben, etwas abzukürzen, habe ich mir einen Plot für einen Kurzkrimi ausgedacht:

Der Mörder erschießt das Opfer. Ein Inspektor mit einem Hilfspolizist kommt. Der Mörder erschießt auch noch den Inspektor. Darauf erschießt der Hilfspolizist den Mörder, worauf der Bruder des Mörders den Hilfspolizist zum Duell fordert. Beide erschießen sich gegenseitig. Schließlich kommt die Frau des Opfers nach Haus, sieht voller Schreck die fünf Leichen und - erschießt sich.

Was haltet ihr davon?

Ich frag ja nur.

Grüße

Andreas

Hallo,

auf die Gefahr hin ,dass ich den Austausch mit dir bereuen werde:
Deine Stories mangelt es für mich auch an den Personen. Deine Charaktere sind austauschbar (auch in der Kinderstory), weshalb man keinen Anteil an der Geschichte nimmt.
Die von dir skizzierte Geschichte ist skurril. Das muss nicht schlecht sein, aber dann müssen Atmosphäre und Charakter dazu passen.

Gruß
Elke

Hallo Elke!

Deine Stories mangelt es für mich auch an den Personen. Deine
Charaktere sind austauschbar (auch in der Kinderstory),
weshalb man keinen Anteil an der Geschichte nimmt.

Ja, stimmt. Stimmt genau. Da muß ich noch viel dran arbeiten.

Die von dir skizzierte Geschichte ist skurril.

Ja, und sie ist auch nicht ganz ernst gemeint, wenn der Mörder tot ist, gibt es ja nichts mehr aufzuklären.

Ich bleibe lieber doch bei der Kindergeschichte.

Nochmals danke für deinen Tipp!

Grüße

Andreas

Hi,

das könnte auch ruhig ein wenig harscher kommen…
Der Mann träumt diese Szenen in der Nacht wacht, auf geht zur Arbeit kommt zurück nach Haus. Dann kommt die Frau ins Spiel: Sie schließt die Tür auf(wieviel Zeit vergangen ist weiss keiner)…die geträumt Szene passiert in 20 Sekunden. Und am Ende war alles Wirklichkeit.

Na, so würd ich das in meiner FH-Zeitung verfassen :wink:

Dinchen

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Dinchen!

das könnte auch ruhig ein wenig harscher kommen…

NOCH harscher?

Ja.

Doch.

Noch VIEL harscher muß das kommen.

Wer könnte sich sonst noch erschießen?

Grüße

Andreas

grandios
Hallo,

diese Kurzstory ist grandios.
Doch, wirklich.
Sie wird, nach mehrmaligem Lesen, immer besser.
Eindeutig preisverdächtig.

begeisternd jubelnd
Ray

…kann man hier die berühmten Sternchen geben?..

Der Mörder erschießt das Opfer. Ein Inspektor mit einem
Hilfspolizist kommt. Der Mörder erschießt auch noch den
Inspektor. Darauf erschießt der Hilfspolizist den Mörder,
worauf der Bruder des Mörders den Hilfspolizist zum Duell
fordert. Beide erschießen sich gegenseitig. Schließlich kommt
die Frau des Opfers nach Haus, sieht voller Schreck die fünf
Leichen und - erschießt sich.

Hallo!

Die Geschichte hat für mich einen logischen Fehler. Es gibt keinen nachvollziehbaren Grund, warum sich der Hilfspolizist mit dem Bruder vom Mörder duellieren sollte. Ein Duell wird doch eher dort ausgetragen, wo es um die Frage der Ehre geht. Hier aber wurde das Gesetz gebrochen und mit dem Erschießen des Mörder der Gerechtigkeit genüge getan.

Die Geschichte könnte modifiziert ganz in Ordnung sein, wenn das in Richtung Comedy / schwarzer Humor geht.

Gruß
Amorph…

Hallo Ray!

Sie wird, nach mehrmaligem Lesen, immer besser.

Ja, deine Mail auch, grins.

Du möchtest ein Sternchen? Hier sind gleich drei, bitte sehr:

***

Grüße

Andreas

Hallo Amorphist!

Die Geschichte hat für mich einen logischen Fehler.

Ja, stimmt.

Die Geschichte könnte modifiziert ganz in Ordnung sein, wenn
das in Richtung Comedy / schwarzer Humor geht.

Na ja, wenn du meinst.

Grüße

Andreas

Hi Andreas,

klingt ein wenig nach: Hauptsache viele Tote und eine möglichst verworrene Story.
Wenn da nicht noch ein paar interessante Einzelheiten dazukommen ist nicht besonders spannend.

Grüße,
JPL

Hi JPL!

Danke für die Kritik, die voll zutrifft.

Grüße

Andreas

Der Mörder erschießt das Opfer. Ein Inspektor mit einem
Hilfspolizist kommt. Der Mörder erschießt auch noch den
Inspektor. Darauf erschießt der Hilfspolizist den Mörder,
worauf der Bruder des Mörders den Hilfspolizist zum Duell
fordert. Beide erschießen sich gegenseitig. Schließlich kommt
die Frau des Opfers nach Haus, sieht voller Schreck die fünf
Leichen und - erschießt sich.

Der Leser kann den hirnrissigen Plot nicht ertragen, und erschießt
sich. Darauf erschießt der Rauhaardackel des Lesers den Autor,
worauf der Goldfisch des Autors den Rauhaardackel des Lesers
zum Duell fordert. Leider ist keine Munition mehr da, daher erwürgen
sich beide gegenseitig.

Sehr gute Ergänzung!
Hallo!

Sehr gut, sehr gut, einfach super!

Genau so werde ich es weiterschreiben!

Der Leser kann den hirnrissigen Plot nicht ertragen, und
erschießt sich.

Ja, ja, gut!!! Genau das will ich!!!

DAS ist mal ein Schocker!!!

Grüße

Andreas

Moin,

bin durch Zufall hier im Brett mal gelandet und muss sagen: Ich bin fasziniert! Was hier abgeht, der Wahnsinn.

Ein wenig kommt es mit hier vor wie bei DSDS, Ihr alle Dieter Bohlen und Andreas der nette kleine Türke mit dem zu großen „Ich-bin-der-neue-Michael-Jackson“-Ego.

Weiter so, werde mal wieder reinschauen!

@Andreas: Mensch, man kann nicht alles können und einiges kann man wirklich nie lernen. Erkenntnis ist der Weg!

Micha

Peinlicherweise war ichim falschen Thread. Man kann halt nicht alles…

Hallo Michael!

bin durch Zufall hier im Brett mal gelandet und muss sagen:
Ich bin fasziniert! Was hier abgeht, der Wahnsinn.

Danke.

Ein wenig kommt es mit hier vor wie bei DSDS, Ihr alle Dieter
Bohlen und Andreas der nette kleine Türke mit dem zu großen
„Ich-bin-der-neue-Michael-Jackson“-Ego.

Ich bin nicht klein und auch kein Türke!

@Andreas: Mensch, man kann nicht alles können und einiges kann
man wirklich nie lernen. Erkenntnis ist der Weg!

Da können wir gerne weiterhin geteilter Meinung sein.

Peinlicherweise war ichim falschen Thread. Man kann halt nicht
alles…

Habe die ganze Zeit gewartet, wann du es merkst.

Grüße

Andreas

Habe auch nie behauptet, dass du klein oder Türke oder Russe oder Deutscher wärst.
Das nennt man einen Vergleich. Musste mal unter Stilmittel nachschauen.

Dass ich im falschen Thread war, bezog sich auf den darüber von Jana.

Als Deutschlehrer denke ich bin ich bei „Storys“ nicht so falsch.

Was mich wirklich wundert ist dein unbändiger Wunsch Geschichten schreiben zu wollen. Woher kommt der? Warum kannst du keine Genugtuung in anderen Hobbys finden, die dir sicherlich mehr liegen als das Schreiben.

Ich habe nun deine Geschichte (die mit den Kindern) auch mal ganz durchgelesen, bzw. den Klappentext, und muss sagen, es ist wirklich ein wenig zu viel des Guten. Die Charaktere brauchen mehr Tiefe, ohne dass sie ständig die haarsträugensten Geschichten erleben.
Eine rege Fantasie ist sicherlich nicht schlecht, aber eine Geschichte nur aus Highlights zu basteln, bringt nichts.

Und der Plot ist ein wenig, wie schon von anderen bemerkt, konfus.
Vielleicht kann man da etwas machen, wenn er in einer längeren Form erscheint, aber warum muss es immer so viel sein?
Versuche es doch mal wie Hemmingway „Kinderschuhe zu verkaufen: nie getragen“.
Das ist mal eine Kurzgeschichte, die alles hat und, wie man sieht, kurz ist.
Mir läuft es jedenfalls dabei kalt den Rücken runter.
Bei den konstruierten Texten von dir laufen nur die Tränen - aber nicht aus Rührung.

In der Kürze liegt oft die bekanntliche Würze

Michael

Hallo Michael!

Vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag, der mir wirklich weiterhilft.

Habe auch nie behauptet, dass du klein oder Türke oder Russe
oder Deutscher wärst.

Schon gut.

Dass ich im falschen Thread war, bezog sich auf den darüber
von Jana.

Ich weiß. Das meinte ich ja mit „wann du es merkst“.

Als Deutschlehrer denke ich bin ich bei „Storys“ nicht so
falsch.

Natürlich nicht. Im Gegenteil, ich freue mich, dass es einen Deutschlehrer hier gibt.

Was mich wirklich wundert ist dein unbändiger Wunsch
Geschichten schreiben zu wollen. Woher kommt der? Warum kannst
du keine Genugtuung in anderen Hobbys finden, die dir
sicherlich mehr liegen als das Schreiben.

Unter anderem aus zwei Gründen. Erstens, weil ich leidenschaftlich gerne schreibe, und zweitens, weil ich vorhabe, noch mehr Bücher herauszubringen, auch Fachbücher, und es als sinnvoll ansehe, besser schreiben zu lernen. Und das kann man hier.

Ich habe nun deine Geschichte (die mit den Kindern) auch mal
ganz durchgelesen, bzw. den Klappentext.

Das freut mich sehr.

und muss sagen, es
ist wirklich ein wenig zu viel des Guten. Die Charaktere
brauchen mehr Tiefe.

Ich weiß. Da arbeite ich gerade dran.

Eine rege Fantasie ist sicherlich nicht schlecht, aber eine
Geschichte nur aus Highlights zu basteln, bringt nichts.

Ich kenne Bücher, z.B. „Fünf Freunde“, die nur wenige Highlights haben und dazwischen zig Seiten, die deutlich langweiliger sind, als die Highlights. Und ich kenne andere Bücher, z.B. „Harry Potter“ oder „LTB 41“, wo ein Highlight das andere ablöst.
Was ist die bessere Alternative? Langeweile kann es doch nicht sein, oder? Was dann?

Und der Plot ist ein wenig, wie schon von anderen bemerkt,
konfus.

Ist er nicht. Konfus ist nur meine Zusammenfassung. Die ist misslungen.

Vielleicht kann man da etwas machen, wenn er in einer längeren
Form erscheint, aber warum muss es immer so viel sein?
Versuche es doch mal wie Hemmingway „Kinderschuhe zu
verkaufen: nie getragen“.

Werde ich mal lesen.

Das ist mal eine Kurzgeschichte, die alles hat und, wie man
sieht, kurz ist.

Mag sein, aber ich will ja einen Roman schreiben.

Mir läuft es jedenfalls dabei kalt den Rücken runter.
Bei den konstruierten Texten von dir laufen nur die Tränen -
aber nicht aus Rührung.

Ja, auch wer Talent hat muss eben erst mal lernen, lernen, lernen. Sogar du als vielleicht sehr talentierter Lehrer hast sicher irgendwann in deinem Leben Deutsch lernen müssen, oder?

In der Kürze liegt oft die bekanntliche Würze

Stimmt. Aber es soll trotzdem ein Roman werden, keine Kurzgeschichte.

Nochmals vielen Dank für deinen Beitrag. Er gehört zu den wenigen, die wirklich nützlich sind.

Grüße

Andreas

„Kinderschuhe zu verkaufen: nie getragen“ war schon die ganze Geschichte.

Das meine ich mit Emotionen in wenigen Wörtern.
Sicherlich, die LTB und die FF oder die drei ??? haben viele Höhepunkte hintereinender. Aber auch da geht es um die Hintergrundgeschichte, die den Leser / Hörer fesseln soll. Justus und Co. tappen auch mal in nicht so spannenden Momenten durch Rocky Beach.

Die „Lücken“ kann man zum Beispiel mit Hintergrundinfos zu den Charakteren oder den Orten, an denen die Handlung spielt füllen.
Rückblenden sind nett, aber auch hier gilt: nicht übertreiben.

Der Wunsch dem Leser partout zu gefallen sollte am besten auch abgelegt werden.
Bücher wie „Glamorama“ oder „American Psycho“ haben eine extrem lange Durststrecke am Anfang. Auch Bücher von S. King sind manchmal erst ab Sete 150 spannend. Aber all das gehört auch zu einer Geschichte.

Die besten Geschichten schreibt das Leben und da geht es ja auch mal ruhig zu.

Meinen Schülern rate ich immer, wenn sie Aufsätze schreiben, zwischen zwei Sätze einen oder mehrere weitere einzufügen. Schüler schreiben in der Regel zu wenig und gehen zu sehr davon aus, dass der Lehrer ja eh’ alles weiß.
Also, mehr kleine Infos ohne überladen zu werden, nachvollziehbare Charaktere mit denen ich mich (oder Kinder) identifizieren können, nicht zu viele Adjektive, schöne Stilmittel und zwischendrin mal etwas Lakonisches können nicht schaden.

Michael

Hallo Michael!

Vielen Dank auch für diesen Beitrag, der mir eine Menge zu denken gibt. Das muss ich erst mal verarbeiten.

Grüße

Andreas

vor fast hundert jahren…
…gab es den meister der katastrophe.

Um die Wartezeit bis zu meinem nächsten Versuch, ein Expose zu
schreiben, etwas abzukürzen

dann lese und werde bescheiden. und bleibe dann beim lesen.

http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&xid=2470&kapitel=4…

der autor hat sich übrigens erschossen. aber der konnte auch das.

e.c.