Kurzschluss in Telefonanlage durch Netzwerkkarte?

Kann man eine ISDN Anlage inklusive angeschlossener Telefone zerstören indem man den Netzerkanschluss eines Notebooks mit einer ISDN Dose verbindet?

Bei einem Bekannten ist dies neulich passiert.
Da sich die ISDN Dosen unmittelbar neben den Netzwerkdosen befanden und nicht speziell gekennzeichnet waren, wurde ein Notebook versehentlich an die ISDN Dose angeschlossen.

Folge war, dass die ISDN Anlage und mehrere (nicht alle) der angeschlossenen Telefone nicht mehr funktionierten.
Inzwischen wurden die betroffenen Geräte ausgetauscht und alles läuft wieder.

Mal abgesehen davon, dass man natürlich eine Netzwerkkarte nicht an eine ISDN Dose anschließen sollte, stellte sich uns jedoch trotzdem die Frage ob es nicht entsprechende Schutzmechanismen gibt, die einen Kurzschluss in so einem Fall verhindern können.

Danke für eure Antworten!

hallo.

das kann schon passieren.
schutzmechanismen gibt es da nicht, außer aufpassen.

mfg frank

Hallo Mondi84,
Also ich würde deine Frage mit einem klare „NEIN“ beantworten. Das blose Stecken eines Netzwerkkabels auf einen ISDN-Bus(Dose) sollte weder der Telefonanlage noch den „umliegenden“ Telefonen was ausmachen. Umgekehrt (ein ISDN Kabel in ne Netzwerkkate) kann schon mal ne Netzwerkkarte zerstören aber ein Netzwerkanschluss der ne Telefonanlage abbrennt !!!.. finde ich sehr unwarscheinlich. So nun bin ich kein Physiker aber vieleicht kommt ja noch ne antwoert die was anderes belegen kann!.

Gruss von hier

Beim ISDN werden die Pins 4/5 Daten Senden und 3/6 Daten empfangen genutzt wobei neben den Daten auch noch eine Speisespannung von ca. 48V mitgeführt wird. Beim Netzwerkanschluss wird Pin 1/2 und Pin 3/6 genutzt. Wird nun ISDN an Netzwerk angeschlossen kommt die Spannung auf den Eingang auf Pin 3/6. Theoretisch sollte der ISDN Bus mit einer Speisesicherung abgesichert sein da dort an einem langen Kabel bis zu 8Geräte betrieben werden können. ISDN Endgeräte dürfen keinen Schaden nehmen. Ohne Speisung aus der Tel.anlage gehen sie aber erstmal nicht mehr. Nur der Notebookeingang kann Schaden nehmen da dort an einem Dateneingang 48V anliegen.

Tschau Otti

Hallo,kann ich mir schon vorstellen. Man sollte sich die genaue Steckerbelegung ansehen, vieviel Spannung ist an jedem Pin. Vielleicht war es auch eine Überspannung.
Gruß
G.F.

Ferndiagnosen sind wie Kaffeesatz lesen. J, falsches Anschließen kann jede Art von Geräten zerstören. Was hier im Besonderen passiert ist, kann jemand vor Ort, welcher Beruflich mit der Anlage zu tun hat, besser ergründen.

Sorry - wirst ja noch mehr Antworten kriegen

Hallo,

kann ich leider nicht beantworten, sorry

Gruß dl3hs

Hallo,
leider gibt es dafür meines Wissens keinen Schutz. Beide Anschlussarten verwenden den gleichen Steckertyp RJ45. Der Schutz könnte nur vom Anlagen bzw. Telefonhersteller mit eingebaut werden, um eben einen Kurzschluss auf dem S0 zu blocken.
Falls es hier Infos von anderer Seite gibt, dann bitte Info an mich weitergeben- danke
Gruss
Martin

Hallo!
Also das die ISDN-Anlage durch einen Kurzschluß zerstört wurde halte ich für unwahrscheinlich, jedenfalls wenn die Verbindung nur kurze Zeit besteht.
Da auch angeschlossene Telefone defekt waren, tippe ich eher auf statische Entladungen.
Schutzmaßnahmen wüßte ich da nicht.
Ich markiere die Dosen in solchen Fällen immer farbig: ISDN-Dosen schwarz (ISDN-Kabel sind meist schwarz…) und Netzwerkdosen grau. Das minimiert zumindest die Fehlerwahrscheinlichkeit.
MfG Frank

Hallo
ein Kurzschluss entsteht wenn man falsch steckt.
Habe aber noch nie gehört daß es zu bleibenden Schäden geführt hat.
lg Jürgen

Hallo Mondi84.
Normalerweise passiert gar nichts wenn ein PC oder NB in die falsche Dose gesteckt wird das Einzige ist, dass der PC keinen Zugang zum Netz hat. Da muss parallel etwas anderes schief gewesen sein weil die Spannungen über die Ethernetschnittstelle können m.E. nicht so hoch sein, dass Ports in der Anlage abgeschossen werden.
Das ist leider alles was mir dazu einfällt
Viele Grüße
Edgar

Hallo Mondi84,

Kann man eine ISDN Anlage inklusive angeschlossener Telefone
zerstören indem man den Netzerkanschluss eines Notebooks mit
einer ISDN Dose verbindet?

Das hängt sehr davon ab unter anderem wie die Verkabelung der verschiedenen Dosen genau ausgeführt ist. Ohne genaue Bastandsaufnahme kann ich da leider nur allgemein bleiben:

Eigentlich kann man eher einen Computer mit einem ISDN-Signal beschädigen als umgekehrt, da aus dem ISDN soweit ich weiss 48 Volt kommen und aus dem Netzwerkanschluss vernachlässigbar schwache Signale. Klare Ausnahme ist, wenn es eine Stromversorgung über Computernetz „Power over Ethernet“ gibt - da kommt der Strom aus dem zentralen Switch (der das Computersignal verteilt) und nicht aus der Netzwerkkarte. Das kann ganz klar auch ein Telefon und eine Anlage gleichzeitig zerstören.

Netzwerkdosen und -karten sind andererseits recht gut gegen Fremdspannungen von ISDN und Telefon geschützt, aber da schau ich nicht tief genug in die Materie.

Bei einem Bekannten ist dies neulich passiert.
Da sich die ISDN Dosen unmittelbar neben den Netzwerkdosen
befanden und nicht speziell gekennzeichnet waren, wurde ein
Notebook versehentlich an die ISDN Dose angeschlossen.

Folge war, dass die ISDN Anlage und mehrere (nicht alle) der
angeschlossenen Telefone nicht mehr funktionierten.
Inzwischen wurden die betroffenen Geräte ausgetauscht und
alles läuft wieder.

Mal abgesehen davon, dass man natürlich eine Netzwerkkarte
nicht an eine ISDN Dose anschließen sollte, stellte sich uns
jedoch trotzdem die Frage ob es nicht entsprechende
Schutzmechanismen gibt, die einen Kurzschluss in so einem Fall
verhindern können.

Das folgende gilt für den Fall, dass kein „Power over Ethernet“ existiert:

Auf seiten des Notebooks sollte es die geben (weshalb das Notebook auch nicht beschädigt wurde, richtig?)

Die ISDN-Telefone sollten eigentlich auch nicht beschädigt worden sein, da sie ja nur Verbraucher sind und von der Netzwerkkarte keine hohen Spannungen ausgehen.

Die Telefonanlage sollte eigentlich am ISDN-Port kurzschlussfest sein und auch nicht kaputtgehen, am wahrscheinlichsten ist es jedoch in diesem Fall dass der „Port“ (also ISDN-Anschluss) der Telefonanlage aufgegeben hat.

ALLERDINGS habe ich hier keinen Schaltplan der ganzen Anlage, schon daher ersetze ich keinen Gutachter mit Vororttermin.

Sollten wirklich die Telefonanlage UND mehrere ISDN-Telefone zerstört worden sein, so drängt sich mir noch eine andere Problemquelle auf, die sonst kaum entdeckt worden wäre: Es ist nicht ausgeschlossen dass entweder das Netzteil der Telefonanlage oder des Notebooks defekt ist und es daher einen sog. meist kapazitiv eingekoppelten Kriechstrom gibt. Dieser muss nicht lebensgefährlich sein, kann aber Elektronik eventuell verwirren.

Meine Meinung als „Gutachter“ (ich war auch Elektroplaner) wäre aber in dem Fall eine ganz andere: Wer die Dosen nicht klar beschriftet, den trifft mindestens eine Mitschuld! Vor allem wenn ISDN und Ethernet nebeneinander liegen (was durchaus üblich ist und nicht „illegal“).

Die Telefonsysteme der Welt haben sich historisch entwickelt, daher verwendet man dieselbe Steckerform RJ45 für ISDN, Netzwerk und (vor allem in den USA) Telefon. Zwar versuchen die Techniker seit Anfang an, die Signale duch Normung „aneinander vorbei“ zu führen selbst wenn falsch gesteckt wird (Telefon liegt auf Pin 4 und 5, Ethernet bis 100 Mbit/s auf Pin 1 und 2, 3 und 6, aber ISDN macht da einen kleinen Strich durch die Rechnung (4 und 5, 3 und 6 beschaltet).

Hoffe das hilft fürs erste…

Gruss
Andreas

Hallo Mondi,

da ist Dein Bekannter in eine klassische Falle getappt. Durch die kompatiblen Stecker für Ethernet und S0-Bus (ISDN) ist es zwar möglich, einmal verlegte Leitungen nach Bedarf, nur durch Umstecken am Patchfeld, für ISDN oder Netzwerk zu verwenden. Allerdings kommt es eben auch leicht zu Verwechslungen. Daher immer kennzeichnen!

Trotzdem habe ich noch nicht von Defekten gehört.
Erwarten würde ich eher einen Ausfall der Netzwerkkarte. Diese ist ja nicht für die 40 V die am S0-Bus anliegen vorgesehen. Zumindest ein kurzfristiger Anschluss an ISDN wird aber offenbar durch Schutzdioden toleriert.
Dass man IDSN-Geräte durch Anschließen an ein Ethernet zerstören kann, würde mich verwundern. Ich kann mir eher vorstellen, dass die Geräte durch völlig unerwartetes Verhalten des Busses „verwirrt“ werden. Wurde einmal versucht, den NTBA vom Bus zu trennen und alle Geräte zurückzusetzen?

Gruß,
Arndt

Das ist mir nicht bekannt.

Hallo,

also normal ist das nicht, dass solch ein großer Schaden entsteht. neulich hatte ein Bekannter an einer Fritzbox den PC Netzwerkanschluss auf den ISDN BUS der Fritzbox gesteckt. es war nichts kaputt, der PC hat halt solange kein Netzwerk gehabt bis wieder richtig gesteckt wurde.
Anderer Punkt, z.B bei den teuren Cisco Routern, die einen Terminal Eingang haben, der bei manchen auch direkt neben dem ISDN Anschluss sitzen und auch die gleiche Buchse ist,
wenn da was falsch gesteckt wird und nur für den Bruchteil einer sec. dann ist der Router defekt.
Also es gibt das eine und das andere.

Hallo
Nein von besonderen Schutzmechanismen ist mir hier nichts bekannt.

Anscheinend kann man das - ich möchte es nicht auch praktisch nachvollziehen
Einen mechanischen Schutz kann man sich schaffen, indem man eine ISDN - Universal Anschlussdose mit seitlichen Reduzierstücken einbaut. Die reduziert den Anschluß von RJ45 (Netzwerkstecker 8-pol) auf RJ12/RJ11 Norm (6-pol)
Gibt es z.B von Fa. Telegärtner.
Hat zur Folge, dass man das ISDN-Gerät mit einem RJ12-Kabel anschließen muß. Bei ISDN sind nämlich nur die 4 inneren Pins (3,4,5,6) angeschlossen, Pin 1,2,7 und 8 sind frei.
Somit paßt der Netzwerkstecker vom Notebook nicht mehr in die ISDN-Dose.