Ich habe noch 2 Wochen bis zur Abgabe meiner Magisterarbeit und möchte jetzt nochmal alle Formalitäten überarbeiten. Mein Betreuer hat mir gesagt, ich könne in den Fußnoten ruhig mit Kurztiteln arbeiten, da spare Platz.
In meinen bisherigen Hausarbeiten habe ich immer den vollen Titel in den Fußnoten angegeben. Wie müssen Fußnoten wissenschaftlich korrekt aussehen? In der Literatur finde ich unterschiedliche Methoden.
Könnt ihr mir das vielleicht einmal an diesem Beispiel sagen?
Döscher, Hans Jürgen: Das Auswärtige Amt im Dritten Reich, Diplomatie im Schatten der Endlösung, Berlin 1987
Ich habe noch 2 Wochen bis zur Abgabe meiner Magisterarbeit
und möchte jetzt nochmal alle Formalitäten überarbeiten. Mein
Betreuer hat mir gesagt, ich könne in den Fußnoten ruhig mit
Kurztiteln arbeiten, da spare Platz.
Wie müssen Fußnoten
wissenschaftlich korrekt aussehen? In der Literatur finde ich
unterschiedliche Methoden.
Könnt ihr mir das vielleicht einmal an diesem Beispiel sagen?
Döscher, Hans Jürgen: Das Auswärtige Amt im Dritten Reich,
Diplomatie im Schatten der Endlösung, Berlin 1987
Ich würde es jetzt so machen:
Döscher, Auswärtige Amt, 1987, S. X
Was meint ihr?
Ja, sieht doch gut aus. Aber ich muss hinzufügen, daß zu meiner Zeit noch gelehrt wurde, wie die Zitierweise aussehen soll, so daß solche Fragen gar nicht anstanden. Ich glaube auch nicht, daß es die wissenschaftlich korrekte Methode gibt. Das hängt sicher auch von der Einrichtung ab, wie es da gehandhabt wird. Ich kenne schon mindestens drei verschiedene Methoden:
* Langtitel, wie Du es bisher gemacht hast. Bläht die Fußnoten natürlich sehr auf und wird eventuell deswegen immer weniger benutzt.
* s.o.
* noch kürzer: Döscher (1987), S. X
Jahreszahl mit oder ohne Klammern, wenn der Herr Döscher sehr fleißig war, dann nach Bedarf 1987a, 1987b
* Wenn Du ganz kühn bist, erspart das letztere fast jede Fußnote:
Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch Döscher (1987, X)
in der ersten Fußnote, in der dieses Werk Erwähnung findet, wird der Titel m.E. aber noch ganz aufgeführt, ich habe einmal einen Rüffel bekommen, als ich dies nicht tat.
Döscher, Hans Jürgen: Das Auswärtige Amt im Dritten Reich,
Diplomatie im Schatten der Endlösung, Berlin 1987
Ich würde es jetzt so machen:
Döscher, Auswärtige Amt, 1987, S. X
Was meint ihr?
Noch kürzer: Entweder „Döscher 1987, S. X.“ oder „Döscher, Auswärtige Amt, S. X.“ Wie mein Vorposter schon schrieb, hat aber erstens jedes (Professor-)Tierchen sein Plaisirchen und zweitens verwendet man zur Unterscheidung von Titeln aus einem Jahr gerne Kleinbuchstaben: 1987a …
also ich mache es bei meiner Bachelorarbeit auf Professor-Tipp hin so: Bei dem ersten Auftauchen einer Quelle den ganzen Kram vollständig aufführen und dahinter ein Verweis nach dem Motto „Im Folgenden zitiert als:“ Und dann der Kurztitel. Ich nehme Nachname Jahr, also Döscher 1987, S. soundso. Und falls ich zwei Titel von Döscher aus 1987 habe, mit a und b
Habe aber auch schon gehört, dass auch "Döscher: Auswärtiges Amt S. soundso gehen würde.
Auf jeden Fall würde ich also einmal die komplette Angabe geben, und sicherheitshalber auch noch einmal explizit sagen, wie denn nun der Kurztitel lautet. Ob letzeres aber Pflicht ist, weiß ich nicht.
Viel Erfolg!
Sonja
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo,
wie die Antworten und deine Recherche zeigen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Welche du benutzt bleibt die überlassen.
Ganz wichtig ist aber, das du es einheitlich machst.
LG backs
Ihr seid ja klasse! Vielen Dank für eure schnellen Antworten.
Mein Prof hat mir nur gesagt, dass er diesen ganzen Rattenschwanz á la „im Folgenden zitiert als“ gar nicht haben will.
Ich werde die Kurztitel dann von anfang an so handhaben, wie ihr mir das gesagt habt, also mit Name und Jahreszahl.
Die Jahreszahl ist wahrscheinlich auch wichtig, um in den Kurztiteln direkt Primär- von Sekundärquelle und aktuelle von vielleicht überholter Forschung zu unterscheiden, oder?!