Kuscheltiere

Hallo, Ex-Kinder, Eltern und andere,

Ich zitiere mal aus einem Posting zum
H&M Teddy:

Nein, der Vergleich mit dem Verlust eines geliebten Familienmitglieds ist
als Vergleich durchaus nicht abwegig. Für ein Kind nimmt so ein
Schmusetier oft reale Gestalt an und wird wirklich zur Vertrauens"person".

Unsere Kinder haben NIE ein Schmusetier mit solcher
Praesenz besessen, keine Schmusedecke, auch kein
anderes Spielzeug. Sie hatten durchaus Kuscheltiere,
aber die fanden sie schon immer recht uninteressant.
Sie hatten Puppen, jeder eine Babypuppe, mit denen
sie spielten, die aber nicht Troester, Beschuetzer,
Freund, Vertrauensperson waren.

Meine Frage geht darin: haben die meisten Kinder
so ein besonderes Spielzeug? Fehlt unseren etwas?
(ich bezweifle es, sie sind nun 11+12, und soweit
ich das beurteilen kann/darf: normal) Haben wir
was verpasst, weil wir so eine Beziehung nicht mehr
gefoerdert haben (wenn ja, wie haette man das gemacht?)?
Liegt es vielleicht daran, dass sie einen sehr
geringen Altersabstand haben - ist der Bruder der
Ersatz?

Ich frage mich, weil dieses Kuscheltier und Kuschel-
tierersatzthema immer mal wiederkommt und es mich
fasziniert - aber als Aussenstehende. Uebrigens:
auch ich hatte keinen ausgestopften Freund, obwohl
ich als (fast) Einzelkind aufgewachsen bin (meine
Schwestern sind viel aelter als ich), Spielzeug
hatte, aber nicht im Uebermass.

Teilt einer seine Erfahrungen mit dem Thema?

Gruesse, ELke

Hi,

ich habe einen Lieblingsteddy als Kind gehabt. Meine Oma hat mir den
geschenkt als ich 1 Jahr alt war und er war extrem wichtig für mich.
Als mir jemand erzählt hat das die Teddys um Mitternacht zum leben
erwachen hab ich ihm sogar Stifte und Papier hingelegt damit er seine
Weihnachtswünsche aufschreiben kann. Leider hat er das nie gemacht
:wink: Ich konnte mir damals nicht vorstellen das er nicht lebt. Freund,
Beschützer, Vertrauensperson passt aber alles irgendwie nicht - er
war einfach da und sehr wichtig für mich. Als sein Fell
kaputtgekuschelt war ist er neu bezogen worden, wegwerfen und einen
neuen kaufen war undenkbar. Jetzt sitzt er auf dem Dachboden, ihn
wegwerfen kann ich nicht.

Meine Schwester(1 1/2 Jahre jünger als ich) hatte jede Woche eine
andere Lieblingspuppe oder Teddy. Bei meiner Nichte(7Jahre) ist das
genauso, im augenblick braucht sie unbedingt eine Riesendiddelmaus zu
Weihnachten. Ohne Riesendiddelmaus macht das leben keinen Spass mehr
:wink:

Fehlt unseren etwas?

denk ich nicht, findest du das dir was fehlt weil du keinen
ausgestoften Freund hattest?

http://www.garfield.com/comics/classics/images/ga900…

Gruss Ex(?)-Kind Jan

Kuscheltiere und Animismus
Hallo Elke,

hier meine persönliche Erfahrung:

Ich habe meinen alten Teddy in einer Vitrine sitzen, neben dem ersten selbst erarbeiteten meiner Holden.

Meine Tochter ist jetzt im „Magischen Alter“, hier ein Link dazu:

http://www.eltern.de/familie_erziehung/erziehung/erz…

und sie hat auch ein Schaf namens Poppy seit ihrem ersten Lebenstag neben sich im Bettchen, den sie wie unten beschrieben als Seelentröster braucht.

Aus meiner Erfahrung im Kindergarten kann ich sagen, dass viele Kinder (ich schätze so um 60%+ ) am ersten Kiga-tag einen treuen Begleiter aus der Vorkindergartenzeit als seelisch-moralische Stütze mitbringen.

Nein, der Vergleich mit dem Verlust eines geliebten Familienmitglieds ist
als Vergleich durchaus nicht abwegig. Für ein Kind nimmt so ein
Schmusetier oft reale Gestalt an und wird wirklich zur Vertrauens"person".

Wie schon gesagt. Nennt man auch Animismus.

Unsere Kinder haben NIE ein Schmusetier mit solcher
Praesenz besessen, keine Schmusedecke, auch kein
anderes Spielzeug. Sie hatten durchaus Kuscheltiere,
aber die fanden sie schon immer recht uninteressant.
Sie hatten Puppen, jeder eine Babypuppe, mit denen
sie spielten, die aber nicht Troester, Beschuetzer,
Freund, Vertrauensperson waren.

Das ist „normal“, soll heissen, das ist halt nicht zwingend ein Abschnitt in dém Alter. Mein Großer z.B. hatte solches nicht so ausgeprägt, dafür glaubte er mit acht noch an den Weihnachtsmann (das bin ich übrigens > )…

Meine Frage geht darin: haben die meisten Kinder
so ein besonderes Spielzeug? Fehlt unseren etwas?
(ich bezweifle es, sie sind nun 11+12, und soweit
ich das beurteilen kann/darf: normal) Haben wir
was verpasst, weil wir so eine Beziehung nicht mehr
gefoerdert haben (wenn ja, wie haette man das gemacht?)?
Liegt es vielleicht daran, dass sie einen sehr
geringen Altersabstand haben - ist der Bruder der
Ersatz?

Tja, solange deine Kinnings einigermaßen altersgemäß entwickelt sind, und du ansonsten eher Freude als Ärger mit ihnen hast, würd ich mir keine weiteren Gedanken machen.

Ich frage mich, weil dieses Kuscheltier und Kuschel-
tierersatzthema immer mal wiederkommt und es mich
fasziniert - aber als Aussenstehende. Uebrigens:
auch ich hatte keinen ausgestopften Freund, obwohl
ich als (fast) Einzelkind aufgewachsen bin (meine
Schwestern sind viel aelter als ich), Spielzeug
hatte, aber nicht im Uebermass.

Tja, ich glaubte früher, ich könnte fliegen, wenn ich mich richtig konzentrierte (sagt meine Ma) und meine Tochter hat neuerdings einen unsichtbaren Freund namens bepi oder so, der geht schon in die Schule (Originaltext meiner Lütten!).

So, das wärs erstmal von mir,

so long

MainBrain

Hallo Elke,

als Ex-Kind kann ich Dir Folgendes mitteilen:
Ich hatte mit drei Jahren einen kuscheligen Teddybär, der hieß Bruno.
Für mich war ganz klar, dass er lebt, wie meine Puppen auch.
Eines denkwürdigen Tages jedoch kam ich wieder einmal mit meiner Puppe zu meiner Mutter - diese sollte die Puppe wickeln (hab damals grade ein Baby-Brüderchen gehabt, und was dem Brüderlein gut tat, musste meine Puppe natürlich auch haben!).
Nachdem meine Mutter nun den Po gepudert und kunstvoll ein Stofftaschentuch herumgewickelt gehabt hat, hat sie mit den Worten „Und jetzt ziehen wir sie an, damit sie nicht friert“, der Puppe wieder ihr Gewand angezogen.
„Die kann ja gar nicht frieren, weil die ist tot!“, tönte es plötzlich aus der anderen Ecke des Zimmers.
Meine große Schwester hat mich mit ihren sechs Jahren natürlich über diesen Sachverhalt aufklären müssen.
Seit jenem Tag konnte ich weder meiner Puppe noch meinem Teddy meine Sorgen erzählen - sie konnten ja nicht zuhören, sie waren ja tot!

Irgendwie habe ich verabsäumt, meine Kinder auf Teddys zu „trimmen“ - und so haben sie nur sporadisch feste Beziehungen zu ihren Kuscheltieren entwickelt.

Von meinem Bruder weiß ich, dass dessen Tochter nicht ohne ihre Biene Maja einschlafen kann - und als dieses Tier einmal verloren ging, war die Not groß.
Derlei habe ich mit meinen Kindern nie erlebt, die haben nicht mit Schmusetieren gekuschelt, das war ihnen gar kein Bedürfnis.

Hanna

Hallo, Ex-Kinder, Eltern und andere,

Hallo Elke !

Meine Frage geht darin: haben die meisten Kinder
so ein besonderes Spielzeug?

Nein.

Fehlt unseren etwas?

Wieder nein.

(ich bezweifle es, sie sind nun 11+12, und soweit
ich das beurteilen kann/darf: normal)

Zustimm.

Haben wir was verpasst, weil wir so eine Beziehung nicht mehr
gefoerdert haben (wenn ja, wie haette man das gemacht?)?

Nein. Wenn Du das fördern würdest wollen, müsstest Du den richtigen Zeitpunkt für das Geschenk „Kuscheltier“ finden. Bei meinem Jüngeren war das anscheinend der erste Geburtstag.

Liegt es vielleicht daran, dass sie einen sehr
geringen Altersabstand haben - ist der Bruder der
Ersatz?

Eher nicht. Meine Beiden haben einen Altersabstand von 15 Monaten - sind momentan schon 17 und noch nicht ganz 16. Der Jüngere hat seit seinem ersten Geburtstag, wie erwähnt, ein Kuscheltier - wurde ihm von seinen Großeltern geschenkt - und es liegt immer noch *schmunzel* in seinem Bett. Das hatte aber nie was mit Angst zu tun (vor der ihn ein Kuscheltier hätte schützen können); er nimmt seinen weißen, naja, inzwischen schon leicht ergrauten, Bären auch nicht mehr mit, wenn er mal nicht zu Hause schläft, was er als 5/6-Jähriger noch gemacht hat.
Meine Beiden haben sonst noch eine Unmenge an Kuscheltieren, die allesamt auf einem Kasten sitzen, zum Teil auch auf den Betten. Der Ältere hatte allerdings nie so ein Naheverhältnis zu einem speziellen Tier wie der Jüngere.

Ich frage mich, weil dieses Kuscheltier und Kuschel-
tierersatzthema immer mal wiederkommt und es mich
fasziniert - aber als Aussenstehende. Uebrigens:
auch ich hatte keinen ausgestopften Freund, obwohl
ich als (fast) Einzelkind aufgewachsen bin (meine
Schwestern sind viel aelter als ich), Spielzeug
hatte, aber nicht im Uebermass.

Ich hatte auch kein „spezielles“ Kuscheltier, aber meine Mutter besaß ein solches und hat mich nach ihm benannt *breitesgrins*; daher könnte frau/man in gewisser Weise sagen: Ich habe keins, sondern ich bin eins *nochbreitergrins* bzw. *übersgesamtegesichtlach*.

Teilt einer seine Erfahrungen mit dem Thema?

Meine Erfahrung: Kinder sind halt unterschiedlich und haben unterschiedliche Bedürfnisse und Geschwister schließen Kuscheltiere nicht notwendigerweise aus. Neben dem zweifachen Vater bin ich auch sechsfacher Onkel. Die fünf Kinder meiner Schwägerin haben altersmäßig einen Abstand von 2 bzw. 3 Jahren; zwei davon haben Kuscheltiere, die anderen drei nicht. Das Kind meines Bruders ist mit seinen drei Monaten noch ein bischen zu klein dafür.

Gruesse, ELke

liebe Grüße
Wolkenstein

Hallo

als ex-Kind kann ich mich noch an meine Nunny, eine Stoffpuppe erinnern, die ich
noch hatte, selbst als sie nur noch aus dem Kopf bestand.
Einmal habe ich die Puppe bei einem Besuch bei Verwandten liegen lassen.
Meine Eltern haben umdrehen müssen, und die Puppe holen, denn ohne sie wär ich
nicht eingeschlfen und war totunglücklich.

Ich habe jetzt noch meinen alten Teddy-bären den ich seit meiner Geburt habe.
Er ist mittlerweile recht demoliert, liegt aber als Kopfkissen und Kuschelopfer
bei einsamen Nächten immer noch in meinem Bett.

Für mich waren meine Kuscheltiere und Puppen sehr wichtig, obwohl wir auch echte
Tiere ( Katzen, Hasen Meerquick) und viele Freunde hatten.

Liebe Grüsse

Julia

Hallo Wolkenstein,
danke fuer deine Antwort. So etwa sehe ich das
ja auch, aber die Berichte (auch die im RL)
haben mich nachdenklich werden lassen. Dass es jetzt
zu spaet ist, ist klar, aber wie gesagt, sie haetten
genug Plueschtiere gehabt und auch immer mal wieder
gekriegt, um eins zu nehmen, wenn sie’s gebraucht
haetten (ja, ich gebe mir da gewissermassen schon selber
eine Antwort … :wink: )

Ich hatte auch kein „spezielles“ Kuscheltier, aber meine
Mutter besaß ein solches und hat mich nach ihm benannt

Deine Mutter hatte also ein Kuscheltier (ein Teddy?)
namens Wolkenstein?
*staun*

LG, Elke

Hallo Elke,

meine Antwort deckt sich in etwa mit Wolkensteins: weder ich noch meine Schwester haben ein Stofftier gehabt, das mehr war als einfach nur ein „Lieblingsstofftier“. Und meine drei Söhne haben auch keins. Also denke ich mal, daß es nicht lebensnotwendig ist :wink:

Gruß Kubi

Hallo Elke !

Ich hatte auch kein „spezielles“ Kuscheltier, aber meine
Mutter besaß ein solches und hat mich nach ihm benannt

Deine Mutter hatte also ein Kuscheltier (ein Teddy?)
namens Wolkenstein?
*staun*

*habichgelacht*
Nein, „Wolkenstein“ ist mein Nick, heißen tu ich - so wie der Twix - auch Klaus. Ja, es war ein brauner, ungefähr 50 Zentimeter großer, sitzender Teddy. Es war oder besser gesagt ist - das Tier gibts immer noch - einer der Art, die brummen, wenn Du sie niederlegst, sprich in die Horizontale drehst.
Wolkenstein ist mein Nick, weil ich gern in Südtirol bin und dort speziell das Grödnertal gern hab (aber auch das Trentino und andere italienische Landesteile - bin ein bischen italophil). Literarisch gesehen mag ich Lyrik besonders gern und Wolkenstein heißt neben einer Burg auch der dazugehörige Minnedichter oder -sänger. Gut, ich hätt auch Rumi nehmen können nach dem persischen [Liebes]Lyriker und Sufi Jalal Ud-Din-Rumi. Aber bei Wolkenstein spielte auch noch meine Liebe zu Bergen und zum Klettern und Skifahren eine Rolle - also jede Menge Gründe für diesen Nick.

LG, Elke

LG zurück, Klaus

Hallo,

also meine fünf hatten bzw. haben Stofftiere-aber ein besonderer Liebling ist da nicht dabei.
Sie spielen zwar damit wenn es gerade passt,aber mehr ist da nicht.
Im Bekanntenkreis gibt es aber kids die ohne ihren Kuschelbären nicht schlafen können.
Ich denke,es ist wie fast überall-der eine so,der andere wieder anders.
Gruß
Andrea

Ich zitiere mal aus einem Posting zum
H&M Teddy:

Nein, der Vergleich mit dem Verlust eines geliebten Familienmitglieds ist
als Vergleich durchaus nicht abwegig. Für ein Kind nimmt so ein
Schmusetier oft reale Gestalt an und wird wirklich zur Vertrauens"person".

Unsere Kinder haben NIE ein Schmusetier mit solcher
Praesenz besessen, keine Schmusedecke, auch kein
anderes Spielzeug. Sie hatten durchaus Kuscheltiere,
aber die fanden sie schon immer recht uninteressant.
Sie hatten Puppen, jeder eine Babypuppe, mit denen
sie spielten, die aber nicht Troester, Beschuetzer,
Freund, Vertrauensperson waren.

Meine Frage geht darin: haben die meisten Kinder
so ein besonderes Spielzeug? Fehlt unseren etwas?
(ich bezweifle es, sie sind nun 11+12, und soweit
ich das beurteilen kann/darf: normal) Haben wir
was verpasst, weil wir so eine Beziehung nicht mehr
gefoerdert haben (wenn ja, wie haette man das gemacht?)?
Liegt es vielleicht daran, dass sie einen sehr
geringen Altersabstand haben - ist der Bruder der
Ersatz?

Ich frage mich, weil dieses Kuscheltier und Kuschel-
tierersatzthema immer mal wiederkommt und es mich
fasziniert - aber als Aussenstehende. Uebrigens:
auch ich hatte keinen ausgestopften Freund, obwohl
ich als (fast) Einzelkind aufgewachsen bin (meine
Schwestern sind viel aelter als ich), Spielzeug
hatte, aber nicht im Uebermass.

Teilt einer seine Erfahrungen mit dem Thema?

Gruesse, ELke

Hallo, Elke,
ich bin, wie auch mein Sohn, Einzelkind, hatte also keine Geschwister und kaum gleichaltrige Spielgefährten.
Wenn ich die Postings hier so durchgehe, scheinen Kinder, die Geschwister haben oder „beste Freunde“ weniger auf ein Kuscheltier angewiesen zu sein. Offenbar reicht da der Umgang mit gleichaltrigen um die entsprechenden sozialen Funktionen zu erlernen und einzuüben, Frusterlebnisse zu verarbeiten, Trost zu finden. Einzelkinder haben da ein Defizit. Das kann durch häufigen und engen Umgang mit anderen Kindern z.T. sicher wettgemacht werden.
Für mich war mein Teddybär unverzichtbar. Und noch heute ergreift mich Trauer und Zorn, weil meine Ex damals das (sicher unansehnliche, ohrlose und vielfach geflickte) Kuscheltier, das nur in meiner Einbildung noch einem Teddy ähnlich sah, weggeworfen hat.
Wie es meinem Sohn mit seinem „Räupel“ ging habe ich ja schon beschrieben.
Deine beiden leiden also sicher keinen Mangel! :smile:
Lieben Gruß
Eckard.

Hallo,

genaugenommen bestätige ich, was die Vorredner schon schrieben. Es kommt auf das Kind bzw. dessen Mentalität an. Ich glaube nicht, daß man zu etwas ‚erziehen‘ kann (und schon gar nicht muß). Bei mir ist es auch so, daß die Tochter ihren Teddy Dickbauch heiß und innig liebte (sie weinte schon mal bei dem Szenario unsere Wohnung könnte abbrennen und niemand würde Teddy retten) während mein zwei Jahre älterer Sohn kein so ausgeprägtes Lieblingskuscheltier hatte.

Jetzt hat meine Tochter ein Kaninchen, daß sie heiß und innig liebt.

Von mir hat sie das alles nicht, ich mag Tiere, habe aber trotz Kindheit auf dem Bauernhof nie eine so innige Beziehung zu Tieren aufgebaut.

Gruß Maid :smile:

Hallöchen zusammen,

schaden tuts bestimmt nicht wenn ein Kind kein besonderes Kuscheltier hat. Kinder sind ja auch total verschieden.
Die einen brauchens, die anderen nicht.
Ich für meinen Teil, mittlerweile 26 und selbst Mutter eines 2 Jahre alten Sohnes kann mich von meinen alten Kuscheltieren nicht trennen. Und ich hab viele - sehr zum Leidwesen meines Mannes. Für mich sinds alte Erinnerungen die immer wieder erneut aufleben wenn ich eines von ihnen in die Hand nehme. Das ist einfach schön. Habe auch immer noch meinen alten Stoffhund „Strolchi“, den hat mir mein Vater mal von Amerika mitgebracht. Der lag bis ich 20 wurde immer noch bei mir auf dem Bett, mittlerweile hat er nen Ehrenplatz auf dem Schrank im Schlafzimmer. „Schmunzel“

Mein Sohn hat ein Kuscheltier, vererbt von meinem kleinen Bruder. Simba, den König der Löwen. Der geht fast überallhin mit, natürlich auch ins Bett.

Grüße
Yvonne

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

hallo elke,

ich denke schon, daß man sein kind zu einer engen bindung zum kuscheltier quasi erziehen kann und zwar, indem man dem kind das geliebte kuscheltier zur bestrafung wegnimmt oder mit wegnahme droht. durch die verlustangst wird die bindung enger. aus eigener erfahrung kann ich sagen, daß die eltern nicht mal (besonders) gemein sein müssen: es reicht schon ein einziger vorfall bzw. auch wohlwollendes argumentieren, um das kind zur aufgabe des dings zu bewegen, wie „irgendwann sei man zu alt und dann könne man das kuscheltier nicht mehr haben“ kann einem kind sehr zusetzen.

auch wird das alter, in dem man ein kuscheltier bekommt, eine rolle spielen: je kleiner man ist, desto eher verwechselt man ein kuscheltier mit einem lebewesen. dieser fehler ist nachvollziehbar: kuscheltiere sind nach dem kindchenschema gebaut (großer kopf bei vergleichsweise kurzen extremitäten, kleiner gesichtsschädel im vergleich zum restschädel, weich und kuschelig), das mensch und tier gleichermaßen anspricht und fürsorgeverhalten auslöst. kleinen kindern fehlt die erfahrung, um auf diesen instinkt nicht hereinzufallen.

Hallo Elke,

das habe ich auch schon erlebt, dass eine Mutter (oder war es die Oma?) dem Kind ein Kuscheltier kaufte, mit der Absicht, dass dieses Tier das tröstende immer präsente Schmusetier sein soll. Schließlich ist es von Steif, teuer und mit Liebe ausgesucht.
Sind denn Kinder nicht wie wir Erwachsene auch, die sich von etwas spontan angezogen fühlen? Ich kenne Kinder, die ewig mit ihrem Nunnu-Tuch" herumziehen, sowie Charlie Browns Freund mit seinem staubigen Tuch (hieß der nicht Linus?).
Wir Eltern bieten an und die Kinder nehmen es oder lassen es bleiben. Wenn sie größer sind, dann wird es für uns leichter von ihren Wünschen zu erfahren.
Meine Mädels können mit Puppen nichts anfangen, lieben aber Tiere. Egal wieviele Stofftiere ich regelmäßig entsorge, die Riesenholzkiste wird nie leer (mal auf dem Flohmarkt ergattert, mal zum Geburtstag geschenkt). Meine Große wird 12, und nimmt ein total dreckiges und zerlumptes Nicki-Tier überall mit, dass sie mal zum Geburtstag von einer Klassenkameradin bekommen hat (also nicht der erste Teddy ihres Lebens). Weiß der Geier, warum sie an ihren „Dipsi“ hängt. Ist auch egal, hauptsache er tröstet.
Wie gesagt, Kinder sind wie Leute, die in ihrer Tasche eine Hasenpfote oder Glücksmünze aufheben. Unter diesem Aspekt sehe ich es, warum Kinder Kuscheltiere haben.

viele Grüße
grilla