KV im Rentenalter

Hallo,

wie ist es, wenn man als Angestellter gesetzlich versichert ist und in Rente geht. Angenommen der Beitrag beträgt 15%, die zur Hälfte zuvor vom Arbeitgeber getragen wird. Wie ist es dann als Rentner. Trägt man dann - analog zur privaten KV - den vollen Beitrag (15% vom Einkommen) oder weiterhin nur 7,5% ?

Danke und viele Grüße
Frank

zur Hälfte zuvor vom Arbeitgeber getragen wird. Wie ist es
dann als Rentner. Trägt man dann - analog zur privaten KV -
den vollen Beitrag (15% vom Einkommen) oder weiterhin nur 7,5%

Du trägst den vollen Beitrag, erhälst aber vom Rentenversicherungsträger einen Zuschuß zur KV. Die Höhe dieses Zuschusses kann ich Dir nicht genau sagen, er wird etwas unterhalb von 50 % des Beitrages liegen. Günter kann Dir das sicher genau sagen.

Hallo,
ja, was Nordlicht da geschrieben hat stimmt. Man erhält von
der Rentenversicherung einen Beitragszuschuss, der sich am durchschnittlichen Beitragssatz aller GKV-Kassen orientiert und
jedes Jahr neu festgesetz wird.
Gruss
Günter Czauderna

Hallo Günter,
danke für die Antwort. Wie sieht es dann aus, wenn man privat versichert ist und dann in Rente geht. Bekommt man dann diesen Zuschuss auch ? Bin am Überlegen, ob ich mich privat versichern soll, aber ich scheue mich davor, dass ich im Alter den kompletten Betrag bei kleiner Rente aufbringen müßte.

Danke
Frank

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Hallo Franky,
der Zuschuss wird nur in den Fällen gezahlt, in denen die
Krankenversicherungspflicht als Rentner nicht in Frage kommt,
also bei nichterfüllter Vorversicherungszeit, Vorrangversicherung
oder fehlende Zugangsberechtigung weil bisher privatversichert.
Als GKV-Versicherter, der die Voraussetzungen für die Krankenver-
sicherung der Rentner (KVdR) erfüllt hat gibt es, zumindest zur Zeit,
nicht die Möglichkeit bei Rentenbeginn in die PKV zu wechseln.
Man kann sich als PKV-Versicherter unter bestimmten Umständen von der
KVdR befreien lassen, wenn man als Rentner eigentlich in die GKV
muessste, dies aber nicht will.
Gruss
Günter Czauderna

Hallo Günter,
ich glaube wir reden etwas aneinander vorbei. Ich bin bislang ca. 10 jahre als Angestellter in der GKV (jetziger Beitragssatz ca. 15%), die letzten paar Jahre als freiwillig Versicherter und würde offiziell so in 20 Jahren in Rente gehen. Nun frage ich mich, ob eine private KV günstiger wäre. Bedenken habe ich, dass im Alter, die PKV nicht mehr finanzierbar ist, da u.a. wie Du gesagt hast - im Gegensatz zur GKV - der Beitrag voll übernommen werden muss und der Rentenversicherer zur PKV keinen Beitrag leistet.

Wie siehst Du die Sache ?

Vielen Dank nochmals
Frank

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Hallo Franky,

also, es gibt eigentlich zwei Konstellationen, unter die die meisten Rentner fallen:

  1. Variante

Der Rentner hat die Voraussetzungen für eine Aufnahme in die Krankenversicherung der Rentner erfüllt und ist somit bei einer gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert. In diesem Fall teilen sich Rentenversicherungsträger und Rentner die Krankenversicherungsbeiträge je zur Hälfte. Den Beitrag zur Pflegeversicherung zahlt der Rentner in voller Höhe. Die Beiträge werden direkt vom RV-Träger an die KV abgeführt.

  1. Variante

Der Rentner ist freiwillig oder privat krankenversichert. In diesem Fall zahlt der Rentenversicherungsträger auf Antrag einen sog. Beitragszuschuss zu den Aufwendungen für die Krankenversicherung. Einen Zuschuss für die Pflegeversicherung gibt es nicht mehr.

Bei freiwillig Versicherten beträgt der Zuschuss die Hälfte des Betrages, der sich aus der Anwendung des allgemeinen Beitragssatzes der Krankenkasse des Rentners ergibt.

Bei privat Versicherten läuft die Berechnung genau so ab. Einziger Unterschied: Es gilt der durchschnittliche allgemeine Beitragssatz der Krankenkassen, da ja eine private Krankenversicherung keinen Beitragssatz hat.

In beiden Fällen ist der Beitragszuschuss jedoch auf die Hälfte der tatsächlichen Aufwendungen (Beiträge) begrenzt! Der Beitragszuschuss wird vom RV-Träger zusammen mit der Rente an den Rentner ausgezahlt.

So, ich hoffe, nun ist es klarer!

Viele Grüße
Florian

Hallo Franky,
Flom hat`s exakt geschrieben !
Du bist um die 45 ???
Lass dir mal ein Angebot von der PKV für eine Vollversicherung
machen (ohne Selbstbeteiligung).
Gruss
Günter

332€/ Monat, ohne Berücksichtigung der Beitragsrückersattung inkl.Pflege!

Das sind auch gut 200€ weniger als die GKV+Pflege, es ist also nicht so, dass es sich dann nicht mehr lohnt (rein auf den Beitrag bezogen).

Gruß
CM

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Hallo,
hört sich nicht schlecht an, aber Vollversicherung PKV ist nicht immer
gleich Vollversicherung GKV - ich denke da an Krankengeld, Reha-Leistungen, Heil-und Hilfsmittel,Zahnersatz, Familienversicherung,
Fahrkostenerstattung, Präventionsmassnahmen usw. - aber vom Beitrag
her durchaus konkurrenzfähig.
Gruss
Günter Czauderna

Es gibt keine allegemein Aussagen zu diesem Thema, es hängt vom Einzelfall ab.

Aber um zwei kleinen Aspekt rauszugreifen, Fahrtkosten werden „bei uns“ voll übernommen (bei med. Notwendigkeit), Zahnersatz mit 90% des REchungsbetrag (nix mit Festkostenzuschüsse o.ä.).

Es gibt aber für beide Seiten gute Argumente, somit ist das Thema durch :wink:

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