ohne die taten von dr. mengele & co. gutheißen zu wollen: hatten deren „experimente“ eigentlich einen wissenschaftlichen nährwert? haben sie die medizin in irgendeiner form vorangebracht und waren sie für gewisse erkenntnisse sogar notwendig?
oder waren’s einfach nur sadistische spielereien, um die kranke neugier irgendwelcher pseudowissenschaftler zu befriedigen?
Hallo Michael
Ich weiß nur, das die Greuel- und Gewalttaten unter A.H. derart bösartig und umfangreich waren, so das fast alle Ansichten, die meisten Methoden und nach meiner Meinung teilweise auch guten Erkenntnisse aus der Zeit und Gegend heutzutage stark abgelehnt werden, und zwar ganz gleich was deren Inhalt ist.
Die einzige Informationsquelle zum Empfehlen wäre da eine KZ-Dokumentation, vielleicht findet man auch etwas in der Bücherei über Dr. Mengele.
Wenn man heute ein biologisches oder pharmazeutisches Experiment machen will um ein Medikament zu testen, weiß man, mit welchen Tieren man es zuerst probieren kann und man hat menschliche Gewebekulturen zum Testen. Außerdem gibts noch andere neuzeitliche Erkenntnisse, welche die Erkenntnisse des Dr. Mengeles überflüssig machen.
Ein Beispiel, welches auch die Medizin der damaligen Zeit sofort stark ins Abseits drängt, ist ein Doktor, welcher mit pseudowissenschaftlichen Arbeiten zu menschlichen Schädelformen es zu einem Professortitel bringt.
Warum sollte man einem Gefangenen Benzin einspritzen?? Such lieber Infos über die Ursachen der Entstehung von Hitlers Ansichten und die Ursachen von Hitlers vorübergehendem Erfolg.
Dazu sollte auch der ominöse Mönch, ich meinte er hieß „Lanz von Liebenfels“, die Methodik der Gewalt und der Propaganda und die damaligen sozialen Umstände gehören.
Glaubst Du etwa, irgendein wissenschaftlich arbeitender Mensch möchte mal sagen, „ja, dabei haben mir Dr. Mengeles Arbeiten aus dem KZ geholfen“ ?
Jeder anständige Mensch wird sich mit Schaudern abwenden.
Die Wissenschaft hatte sich damals völlig der Militärherrschaft und den verschrobenen Ansichten A.H.'s unterzuordnen.
Das einzige wissenschaftlich technologisch sorgfältig und genau bearbeitete Gebiet unter Hitler war die Waffentechnik. Viele heutige Technologien der Besatzungsmächte basieren auf Erkenntnisse jener Zeit und jener Region.
MfG
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Ich kann mich an einen Artikel erinnern der die gleiche Frage gestellt hat; der Autor wollte damit zeigen dass ihr Tod wenigstens nicht völlig sinnlos war - wenn man das so ausdrücken kann.
Angeblich hätte die bemannte Raumfahrt und die Luftfahrt allgemein profitiert weil man ja Unterdruck-, Erfrierungs- und Unterkühlungs"experimente" unternommen hat.
Als Folge davon konnte man z.B. Piloten bessere Kälteschutzausrüstung zuteilen damit die Überlebenschance nach einem Absturz erhöht wurde (Ärmelkanal, etc.).
Wenn man es schafft mal so einen „Bericht“ eines sogenannten „Experiments“ zu lesen dann merkt man aber dass das mit Wissen schaffen nicht viel zu tun hatte - sondern eher mit reinem und kompletten Grössenwahn.
Dr. v. Weizäcker sen. hat da eine gute Abhandlung drüber geschrieben. Er hat ja zu der Zeit gelebt und hatte Innenschau. Ist auf alle Fälle in öffentlichen Bibliotheken abfragbar, da in der BLB vorhanden.
Mehr möchte ich dazu gar nicht schreiben.
ich kann mich entsinnen, dass eine Ähnliche Frage mal in einer Vorlesung Gerichtsmedizin gestellt wurde, die ich besucht habe. Die Antwort war recht differenziert und sachlich, kam aber im Ergebnis dahin, dass zwar in ganz kleinen Bereichen tatsächlich rein faktische Erkenntnisse gewonnen wurden, diese aber nicht wissenschaftlichen Maßstäben genügen würden. D.h. um es krass auszudrücken: Man hat festgestellt, dass man eine bestimmte Behandlung nicht überlebt, hat aber eben keine Vielzahl vergleichbarer und entsprechend abgestufter Untersuchungen hierzu durchgeführt, sondern wohl üblicherweise eher ziemlich wild im Neben herumgestochert und Einzelergebnisse produziert.
Verwendbar waren wohl einige Erkenntnisse im Bereich militärnaher Forschung, aber insbesondere im so beliebten Thema Psychiatrie und verwandten Bereichen, in denen es zu besonders grausamen Versuchen kam, ist wissenschaftlich verwertbar wohl nichts rumgekommen. Aber da kann sich ja vielleicht noch mal ein Fachmann äußern.
Grundtenor unseres Dozenten war jedenfalls, dass - mal abgesehen von der einfach nur weitergeführten und schon früher begonnenen seriösen Forschung, die dann in moralisch selbstverständlich nicht zu verantwortender Weise ggf. jetzt auf Häftlinge und Kranke zurückgriff - es in vielen Fällen wohl eher um eigene Profilierungssucht und Spaß an der Grausamkeit, denn um wissenschaftliche Erkenntnis ging.
Gruß vom Wiz
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Voss Anatomie
Noch in den Siebziger Jahren (später auch?) wurden die Medizinstudenten mit dem Anatomieatlas von Voss und Herlinger ausgebildet. Voss „arbeitete“ mit den Leichen von KZ-Opfern. Siehe http://www.adl.org/braun/dim_medicine_murder.asp
Noch in den Siebziger Jahren (später auch?) wurden die
Medizinstudenten mit dem Anatomieatlas von Voss und Herlinger
ausgebildet. Voss „arbeitete“ mit den Leichen von KZ-Opfern.
Siehe http://www.adl.org/braun/dim_medicine_murder.asp
Stimmt PERNKOPF auch…
Lepier war zeichner zu der zeit…
Dr. v. Weizäcker sen. hat da eine gute Abhandlung drüber
geschrieben. Er hat ja zu der Zeit gelebt und hatte
Innenschau. Ist auf alle Fälle in öffentlichen Bibliotheken
abfragbar, da in der BLB vorhanden.