Hallo hannes,
tut mir leid, falls mein voriges Posting bei dir teilweise falsch angekommen sein sollte. Es ging mir nicht darum dich anzugreifen, sondern nur darum, die Wahrscheinlichkeiten für die verschiedenen Fälle zu umreißen.
Wär das nicht etwas zu armselig, wenn man nur Dinge wissen
könnte, wenn/weil sie im Netz publiziert sind?
Darf ich nicht annehmen, dass außer mir noch jemand dieses
Werk kennt und schätzt und vielleicht findiger ist als ich und
also schon eine Übersetzung (eines schon fast seit 30 Jahren
vorliegenden Werkes!) ausfindig gemacht hat? Und dass der/die
sich für die italienische Sprache interessiert und meine
Anfrage HIER findet? Oder selber ein Italiener ist und weiter
weiß? Oder gar selbst ein 'Nabuleddanu ist und ein
de-Simone-Fan? Darf, kann das alles nicht sein?
Doch, selbstverständlich. Nur ist eben dein erstes Posting auch fast siebzig mal angeklickt worden, und es hat eben keine Reaktion gegeben. Wenn sich jemand für klassische Musik und für die italienische Sprache interessiert, dann liest er auch in beiden Brettern mit; wenn jemand „nur“ Experte für Italienisch ist, dann wird er ohne zusätzliche Information zu einem doch relativ unbekannten Werk nicht sehr viel beitragen können.
Mein einziger Verbesserungsvorschlag an dich: wenn du schon einen Querverweis in ein anderes Brett postest, dann setzt doch gleich einen direkten Link zu deinem Artikel rein (ich habe mir erlaubt, das in meiner Antwort zu tun). So erleichterst du anderen das Auffinden; das Posting bei „klassische Musik“ ist nämlich mittlerweile schon recht weit nach unten gerutscht und wird sicher bald im Archiv verschwunden sein.
Und: Habe ich denn verlangt, dass mir jemand beim Übersetzen
hilft?
Nein, aber so wie die Dinge liegen, ist dies wohl die Konstellation, in die du die meiste Hoffnung setzen darfst: dass sich hier ein Kenner des Neapolitanischen meldet, der dir anbietet Hinweise zur Übersetzung zu geben, wenn du ihm die entsprechenden Textausschnitte zukommen lässt. Das Libretto liegt dir ja vor, wenn ich dich recht verstanden habe.
Was du mit dem Hinweis aufs Copyright und „frei zugängliche
Informationen“ meinst, versteh ich nicht. Weil ein Werk unters
Copyright fällt, ist die wissenschaftliche Beschäftigung mit
ihm nicht möglich? Darf z. B. eine volkskundliche Dissertation
das Werk erst behandeln, wenn de Simone mindestens 70 Jahre
tot ist?
Nein, so habe ich das selbstverständlich nicht gemeint.
Aber frei verfügbare Übersetzungen von Opern-Libretti sind über Links wie http://www.impresario.ch/kk_opera.htm, http://www.karadar.com/Operas/Default.htm und http://opera.stanford.edu/opera/index.html ganz gut erschlossen. „La gatta cenerentola“ ist dort nicht zu finden, und das ist auch nicht zu erwarten, weil das Werk eben noch unters Copyright fällt. Mehr wollte ich damit nicht ausgedrückt haben.
Wenn du nach wissenschaftlicher Sekundärliteratur suchst, kann dir http://www.ubka.uni-karlsruhe.de/kvk.html weiterhelfen (ich hab die Treffer nicht im einzelnen überprüft, aber den Link kennst du vermutlich ohnehin).
Schöne Grüße und weiter viel Erfolg bei der Suche
Wolfgang