labornetzgerät - eigenbau

hallo,
ich würde mir gern einse reglbare und stabilisiert strom- und spannungsquelle selbst bauen.
mindestens sollten folgende werte erreichbar sein:
0-35 V
0- 3 A

lieber aber noch
0-60 V
0-5 A

hat jemand vielleicht, anleitungen, schaltpläne layouts gute ideen oder ähnliches?

danke schonmal und gruß
carsten

Hi Carsten,

ich würde mir gern einse reglbare und stabilisiert strom- und
spannungsquelle selbst bauen.

Worum geht es? Ist der Weg das Ziel oder geht es um Geldsparen?

Wobei Netzteile im deinen Leistungsbereichen schon einige Ansprüche an den Erbauer stellen. Welche Erfahrungen hast du im Bereich Netzteilbau?

Tips gibt es hier: http://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/index.htm

HTH Ulrich

Hallo Carsten,

sowas gibts z.B. bei Conrad als Bausatz, Artikel-Nr.: 116661 - 62.
„UNIVERSAL NETZGERÄT 1-30 V/0-3 A BAUSATZ“
Dort kannst du auch die Bauanleitung downloaden.

viele Grüße
raicer

Hallo Raicer

sowas gibts z.B. bei Conrad als Bausatz, Artikel-Nr.: 116661 - 62

Dieser Bausatz hat aber die unschöne Eigenschaft, dass man bei geringen Ausgangsspannungen den maximal zu entnehmenden Strom stark reduzieren muss.

Für ein Labornetzgerät, welches den vollen Strom über den gesamten Spannungsbereich liefern kann, muss man die Spannungsversorgung des Regelkreises von der Lastspannung entkoppeln und die Eingangsspannung des Lastkreises in Abhängigkeit von der Ausgangsspannung umschaltbar machen.

Dazu benötigt man jedoch einen speziell für dieses Gerät gewickelten Trafo mit mehreren Wicklungen. Eine solche Schaltung geht weit über die Fähigkeiten eines Hobbybastlers hinaus - fertig kaufen ist sicherer.

Gruß merimies

der weg ist das ziel!

ich mache gerade technikerschule und würde den bau gern als abschlussarbeit machen.

ich habe davon gehört, das es 1982 mal in einem e-magazin eine anleitung gab. ich weis aber nicht wie dieses magazin heißt oder wo man es noch bekommen könnte…

auf jedenfall ist ein bausatz von conrad nicht das was ich suche. aber danke an euch!

Du könntest selbstverständlich ein Netzteil mittels Linearregler bauen. Guten Regelkreis und die Spannungs- oder Stromquelle wird recht gut. Problematisch wird die Kühlung des Längsreglers (60 V/ 5A sind ja 300 Watt!). Klar bekommt man dies in den Griff, aber an diese Grenzen fährt man eh selten. Kann man so bauen, das 2 gleiche Geräte in einem sind (Doppelnetzteil), also 2x 30 V/ 5A. Kann man auch mehr anfangen mit so einem Netzteil. Wenn 3A reichen, so ist alles angenehm zu bauen, evtl. mit aktivem Kühlkörper.

Ein Schaltnetzteil selbst zu entwickeln und zu bauen dürften die Wenigsten ordentlich hinbekommen.

Gruß
Selorius

Meinst du ELV? Die hatten ungefähr in dieser Zeit mal so ein Leistungsnetzteil. Die Weiterentwicklung wäre http://www.elv.de/Prozessor-Netzteil-PPS-5330,-Kompl…

Gruß
Selorius

Und noch eins…
http://www.elv.de/Prozessor-Power-Supply-PPS-7330-/x…

Selorius

Hallo merimies,

du hast recht, mir war klar das das eine billige Lösung ist (auch wenn ich keine Elektronik-Guru bin *g*).
Bin davon ausgegeangen das es sich um ein einfaches Selbstbauprojekt handeln soll, so wie viele Anfragen hier wo keine Details genannt werden :smile:

Habe hier noch ein paar alte Schaltungen gefunden:
http://rapidshare.de/files/49098734/verschiedene_Net…

Evtl. kann man so was ähnliches stricken, auch wenn an diesen Objekten die geforderten Daten nicht eingehalten werden.
Aber als Technikerprojekt kann man ja auch ein bisschen mehr erwarten als nur eine fertige Schaltung nachzubauen :smile:

viele Grüße
raicer

Hallo,

0-60 V, 0-5 A
hat jemand vielleicht, anleitungen, schaltpläne layouts gute
ideen oder ähnliches?

also Mitte der achziger Jahre habe ich als Student so ein Netzteil mit
2x35V/6A gebaut.
Das läuft im Prinzip immer noch, bloß die alten Potis sind verschlissen
und einige Schaltkontakte haben eine Macke. Was mir damals so zur
Verfügung stand, hatte nicht unbedingt die beste Qualität :frowning:

Endstufen mit je 3 Leitungstransistoren KU602 oder so auf großen
Kühlkörpern (passiv).
Als Regelung dienten damals die modernsten verfügbaren OPV.
Das NT hatte so ziemlich alle Schikanen wie:

  • Stromquellenregelung in 4 Bereichen (6A, 600mA, 60mA, 6mA)
  • elektronische Anzeige für überhöhte Verlsutleistung
  • thermische Schutzschaltung
  • einstellbare Spannungsbegrenzung
  • externe Senseleitungen
  • Digitalanzeige für Strom und Spannung umschaltbar in 5 Messbereichen.

Um die Kühlung im Griff zu behalten wird die Eingangsspannung in
3 Bereichen (12V, 24V, 35V) manuell angepasst. So was könnte man
heute natürlich auch elektronisch machen. Dadurch bleibt die
max. Verlustleistung im Rahmen von max. ca. 150W.

Die Schaltungen waren aber komplett selbst entwickelt, unter Einsatz
damals verfügbarer modernster OPVs und digitalen ADC usw.
Gruß Uwi

hallo uwi,

das was du schreibst klingt sehr interessant.
geanau an sowas hab ich gedacht.

kannst du mir mehr details geben?
vielleicht hast du ja noch einen alten schaltplan…?

gruss carsten

Hallo,
ich habe auch noch alte Pläne, aber nur mit Bleistift auf Papier.
Könnte ich ja auch scannen, aber mal ehrlich, willst du nur was
von vor 25J. nachbauen oder auch moderne Technik und eigene Ideen
mit einfließen lassen?
Ich mache dir einen Vorschlag. Ich unterstütze dich bei der
Entwicklung der Schaltung und gebe dir viele nützliche Tips, die
du sonst wahrscheinlich nur mit sehr viel Lehrgeld erkaufen
müßtest.
Zuerst müßtest du konkret formulieren, was du genau haben willst.
Also welche Funktionen und auf welcher Technologie soll das
Labor-NT basieren?
Man könnte da ja auch moderne Schaltreglertechnologie nutzen.

Allerdings bin ich immer noch der Meinung, dass ein Längsregler
trotz des schlechten Wirkungsgrades einige deutliche Vorteile hat.
Da kommen nämlich keine hochfrequenten Störspannungen raus,
die jeder Schaltregler mehr oder weniger erzeugt. Das kann
besonders bei empfindlichen Sensorschaltungen sehr nerven und ist
für Bastler ohne sehr umfangreiche Erfahrungen auf dem Gebiet der
EMV kaum zu beherschen.
Überlege dir auch, welche Kosten da zulässig sind und welchen
Zeitaufwand du reinstecken willst.
Wie sieht es mit der Beschaffung von Bauteilen aus. Besonders
ein großer Trafo mit mind. 35V/10A ist nicht so einfach und billig
zu haben. Es könnten aber auch 2 komplett getrennte Systeme sein.
Dann würde sich natürlich 2 Trafos mit je ca. 5A anbieten.
Dann überlege dir die Ausstattung. Welche Meßanzeigen und welche
Bereiche? Wenn man einige Stromquellenbereiche umschaltbar machen
will, braucht man geeignete Schalter/Relais usw.
Also überlege dir, was du machen wilst und teile mir das mit.
Wenn du schon Ideen zur Schatlung bzw. Schaltungsdetails hast,
kannst du mir auch mitteilen. Ich schau mir das dann an und gebe
dir tips.
Gruß Uwi

das was du schreibst klingt sehr interessant.
geanau an sowas hab ich gedacht.
kannst du mir mehr details geben?
vielleicht hast du ja noch einen alten schaltplan…?