Labornetzteil

Hallo Leute,
ich spiele schon lange mit dem Gedanken ein Labornetzteil zu bauen. Ich habe bereits nach Schltungen in Netzt gesucht jedoch nichts brauchbares für meine Anforderungen gefunden, da die meisten Schaltungen die Energie aufteilen und die überschüssige Energie am inneren Transistor abfällt.

Beispiel:

Bei 15V und 5A stehen insgesammt 75W Leistung zur verfühgung. Die Schaltung regelt nun auf z.B. 5V am Ausgang des Netzteils, so fallen am regelnden Transistor 10V ab. Bei einem Strom von 5A wird der Transitor mit 50W geheizt. Diese Wärme muss abtranstortiert werden!

Das ist nun mein Problem, da die Kühlkörper hier ziemlich groß ausfallen würden. Nun habe ich mir gedacht man könnte die Spannung mit einer PWM regeln und mit einem Kondensator glätten. Bei den Stömen jedoch muss die Kopazität relativ groß sein, da sonst die Amplituder der Brummspannung zu groß wird.

Nun habe ich mir überlegt das ich das Netzteil in zwei Stuffen bauen könnte. Mit der Ersten Stuffe (PWM) regle ich die Spannung auf ein Wert der z.B. 10% (so dass der geforderte Wert nicht von der Brumspannung beeinflusst wird) höher ist als gefordert. Der zweite Teil regelt nun die Spannung auf den geforderten Wert ein (Reglung durch ein Transistor in Reihe mit Verbraucher) da nun weniger Energie in wärme umgesetzt werden muss dürfte die Wärmeabfuhr nicht mehr so problematisch werden.

Was haltet ihr von diesem Weg? Liege ich mit diesen Überlegungen richtig oder bin ich auf totalen Holzweg und es geht wesentlich einfacher?

Und sind folgende Überlegungen richtig?

1.) Ich denke die Kapazität des Glätungskondensators muss hier auch noch rel. groß sein jedoch da ich nicht mehr sehr stark glätten muss immer noch geringer als zur „vollständigen“ Glättung.

2.) Die Energie die in der PWM verbraten wird häng nach meinem Kenntnisstand von der Frequenz ab also muss man hier ein Kompromis zwischen größe der Kapazität des Glättungskondensators und Wärme an den Transistor suchen.

Vielen Dank für Eure Mühe und Anworten

Gruß

Andreas

Hallo Andreas,

Was haltet ihr von diesem Weg? Liege ich mit diesen
Überlegungen richtig oder bin ich auf totalen Holzweg und es
geht wesentlich einfacher?

Das Konzept wird schon seit Jahrzehnten angewendet.

Eine andere Variante ist ist ein Trafo mit entsprechenden Anzapfungen zu verwenden, welche dann je nach Ausgangsspannung umgeschaltet werden.

1.) Ich denke die Kapazität des Glätungskondensators muss hier
auch noch rel. groß sein jedoch da ich nicht mehr sehr stark
glätten muss immer noch geringer als zur „vollständigen“
Glättung.

Heutige Schaltnetzteile arbeiten mit Frequenzen bis in den MHz-Bereich, da sind die Elkos nicht mehr sehr gross. Allerdings wird der ESR dann etwas problematisch.

2.) Die Energie die in der PWM verbraten wird häng nach meinem
Kenntnisstand von der Frequenz ab also muss man hier ein
Kompromis zwischen größe der Kapazität des
Glättungskondensators und Wärme an den Transistor suchen.

JAIN.
Die Verluste entstehen schon hauptsächlich beim Umschalten, sind also bei einer konkreten Leistungsstufe proportional zur Schaltfrequenz.
Je nach Flankensteilheit sind aber die Umschalt-Verluste unterschiedlich.
Allerdings wird heute die Flankensteilheit nicht mehr von den Schaltern (FET) begrenzt, sondern die Oberwellen stellen das Problem dar (EMV und HF-Probleme in der Schaltung), sodass die im Allgemeinen die Flankensteilheit Schaltungstechnisch begrenzt werden muss.

Hier mal ein Beispiel für einen 2.4MHz-Regler, allerdings nur mit 2A
http://www.linear.com/pc/productDetail.jsp?navId=H0,…

Hier kannst du selber was suchen:
http://www.linear.com/pc/viewCategory.jsp?vin_min=&v…

http://www.national.com/GER/appinfo/power/index.html

MfG Peter(TOO)

Hallo Peter(TOO)

Danke für die Antwort!

Hallo Andreas,

Was haltet ihr von diesem Weg? Liege ich mit diesen
Überlegungen richtig oder bin ich auf totalen Holzweg und es
geht wesentlich einfacher?

Das Konzept wird schon seit Jahrzehnten angewendet.

Ja habe ich mir schon gedacht, dass ich nicht allein auf die Idee gekommen bin :o) Ich habe nur nichts für den „Hobbybastler“ in die Richtung gefunden.

Eine andere Variante ist ist ein Trafo mit entsprechenden
Anzapfungen zu verwenden, welche dann je nach Ausgangsspannung
umgeschaltet werden.

Ja dieses Konzept verfolge ich auch nur habe ich hier immer noch ein Problem mit Wärmeabfuhr.

1.) Ich denke die Kapazität des Glätungskondensators muss hier
auch noch rel. groß sein jedoch da ich nicht mehr sehr stark
glätten muss immer noch geringer als zur „vollständigen“
Glättung.

Heutige Schaltnetzteile arbeiten mit Frequenzen bis in den
MHz-Bereich, da sind die Elkos nicht mehr sehr gross.
Allerdings wird der ESR dann etwas problematisch.

Ich weiss nicht ob ich mit meinem Netzteil in diese Frequenzbereiche komme, mal sehen.

2.) Die Energie die in der PWM verbraten wird häng nach meinem
Kenntnisstand von der Frequenz ab also muss man hier ein
Kompromis zwischen größe der Kapazität des
Glättungskondensators und Wärme an den Transistor suchen.

JAIN.
Die Verluste entstehen schon hauptsächlich beim Umschalten,
sind also bei einer konkreten Leistungsstufe proportional zur
Schaltfrequenz.
Je nach Flankensteilheit sind aber die Umschalt-Verluste
unterschiedlich.
Allerdings wird heute die Flankensteilheit nicht mehr von den
Schaltern (FET) begrenzt, sondern die Oberwellen stellen das
Problem dar (EMV und HF-Probleme in der Schaltung), sodass die
im Allgemeinen die Flankensteilheit Schaltungstechnisch
begrenzt werden muss.

Ja genau das dachte ich mir schon, wie ich oben schon sagte werde ich vielleicht keine soo hohe Frequenz nehmen um EMV und HF-Probleme zu vermeiden oder diese zumindestens zu reduziehren.

Hier mal ein Beispiel für einen 2.4MHz-Regler, allerdings nur
mit 2A
http://www.linear.com/pc/productDetail.jsp?navId=H0,…

Hier kannst du selber was suchen:
http://www.linear.com/pc/viewCategory.jsp?vin_min=&v…

http://www.national.com/GER/appinfo/power/index.html

MfG Peter(TOO)

Die Links sind super! Noch mal vielen Dank!

Gruß

Andreas

Hallo Andreas,

noch zur Ergänzung: 99.9 % aller Veröffentlichungen für Netzteilschaltungen sind auf eine feste Spannung ausgelegt und deshalb für ein Labornetzteil unbrauchbar. Nur ganz selten veröffentlichen die IC-Hersteller auch Schaltungen mit einem weiten Ausgangsspannungsbereich.

Wenn das Ding was taugen soll, müsstest du ja die Spannung etwa von 1 V bis 30 V einstellen können (FPGAs haben heute Versorgungsspannungen von 1.2 oder 1.5 V), und den Strom von nahezu 0 bis zur maximalen Leistungsfähigkeit. Das ist durchaus eine Herausforderung für die Berechnung eines Schaltreglers (wg. Stromlücken usw.), man könnte da schon zum Schluss kommen, dass Verbraten der Differenzspannung zwar uneffektiv ist, aber wenigstens im ganzen Bereich funktioniert.

Deshalb sind professionelle Labornetzgeräte auch erstaunlich teuer - sie sind eben nicht so trivial wie man auf den ersten Blick meinen könnte.

Gruss Reinhard

Moin,

… Nun habe ich mir gedacht man könnte die
Spannung mit einer PWM regeln und mit einem Kondensator
glätten. Bei den Stömen jedoch muss die Kopazität relativ groß
sein, da sonst die Amplituder der Brummspannung zu groß wird.

Beispiel:
PWM-Schaltnetzteil-Platine
Ausgangsspannung: … stufenlos einstellbar 0 - 30 V
Ausgangsstrom: … stufenlos einstellbar 10 mA - 4 A
http://shop.elv.de/output/controller.aspx?cid=74&det…


Beschreibung +Schaltung +Stückliste des PWM-Schaltnetzteils aus dem o.Link.
http://www.der-elektronikbastler.de/PWM_Schaltnetzte…

Gruß

Andreas

mfg
W.

Hallo,

ich spiele schon lange mit dem Gedanken ein Labornetzteil zu
bauen.

Wunderschöne Netzteile mit netten Features habe ich früher mal
gebaut (z.B. 0…20V mit Stromquelle 0…2mA/0…20mA/0…200mA
und 0…2A).
Heute lohnt das kaum noch, weil’s Netzteile recht preiswert fertig
zu kaufen gibt.

Ich habe bereits nach Schaltungen in Netzt gesucht
jedoch nichts brauchbares für meine Anforderungen gefunden, da
die meisten Schaltungen die Energie aufteilen und die
überschüssige Energie am inneren Transistor abfällt.

wie schon geschrieben, ist es heute eher so, daß alle Netzteile
mit höherer Leitung als Schaltnetzteile ausgeführt sind.
Der Vorteil eines rel. hohen Wirkungsgrades (in der Regel
über 90% , auch bis über 95% ).
Nachteil sind die geschilderten Probleme mit Störabstrahlungen.

In Praxis kann es dann sein, daß ein Schaltnetzteil mit
0,2mV Restwelligkeit viel schlimmer stört, als ein herkömmlicher
Längsregler mit 5mV Restwelligkeit. Die 50Hz Brummspannung sind
einfach viel gutmütiger.
Du solltest Dir also überlegen, für welche Anwendungen Du das
Gerät benutzen willst. Bei Anwendungen mit hochverstärkenden
Sensorschaltungen würde ich allemal den Längsregler vorziehen.

Bei rein digitalen Schaltungen ist es egal.

Um die Probleme des Schaltreglers auf der Sekundärseite zu
reduzieren, gibt es z.B. auch das Konzept, daß auf der Primärseite
eines Trafos die Spannung so geregelt wird, daß dann auf der
Sekundärseite immer nur der notwendige Dropout für den Längsregler
zur Verfügung steht. Der Trafo wirkt dann wie ein großer Filter.

Einfachere Varianten gehen mit ganz normalen Schaltregler-IC
wie z.B. die sogenannten Step-Down-Regler. Die sind recht einfach
zu schalten und haben einen Wirkungsgrad um 85…90% bei Strömen
bis ca. 5A (z.B. LM257x und LM267x von National Semicond).
Mit bischen zusätzlicher Beschaltung kann man die auch recht
leicht als regelbare Spannungsquelle benutzen.
Ich habe damit auch schon schöne Stromquwellen für Power-LED
gemacht.

Beispiel:
Bei 15V und 5A stehen insgesammt 75W Leistung zur verfühgung.
Die Schaltung regelt nun auf z.B. 5V am Ausgang des Netzteils,
so fallen am regelnden Transistor 10V ab. Bei einem Strom von
5A wird der Transitor mit 50W geheizt. Diese Wärme muss
abtranstortiert werden!

50W geht doch noch ganz gut. Mein altes Netzteil mit 2x35V/6A
verbrät bis ca. 200W (ist aber auch schon in 3 Stufen an die
Trafospannung angepaßt).

Das ist nun mein Problem, da die Kühlkörper hier ziemlich groß
ausfallen würden. Nun habe ich mir gedacht man könnte die
Spannung mit einer PWM regeln und mit einem Kondensator
glätten. Bei den Stömen jedoch muss die Kapazität relativ groß
sein, da sonst die Amplitude der Brummspannung zu groß wird.

Selbst bei niedrigen Frequenzen hast du dann Oberwellen im
MHz-Bereich. Dann kann man also gleich mit der Frequenz hochgehen
und braucht dann natürlich keine großen Kond. mehr.

Unter Umständen bist du als Bastler aber überfordert damit,
das ganze einigermaßen Störfrei zu bekommen (erfordert doch
viel Wissen und Erfahrung). Dagegen ist das Wärmemanagment
eher trivial.

Nun habe ich mir überlegt das ich das Netzteil in zwei Stuffen
bauen könnte. Mit der Ersten Stuffe (PWM) regle ich die
Spannung auf ein Wert der z.B. 10% (so dass der geforderte
Wert nicht von der Brumspannung beeinflusst wird) höher ist
als gefordert. Der zweite Teil regelt nun die Spannung auf den
geforderten Wert ein (Reglung durch ein Transistor in Reihe
mit Verbraucher) da nun weniger Energie in wärme umgesetzt
werden muss dürfte die Wärmeabfuhr nicht mehr so problematisch
werden.

Scheint mir letzlich doch ziehmlich umständlich und aufwendig.
Die Störabstrahlung wird aber durch den Längsregler nicht
unbedingt so gut unterdrückt.

Was haltet ihr von diesem Weg? Liege ich mit diesen
Überlegungen richtig oder bin ich auf totalen Holzweg und es
geht wesentlich einfacher?
Und sind folgende Überlegungen richtig?
1.) Ich denke die Kapazität des Glättungskondensators muss hier
auch noch rel. groß sein jedoch da ich nicht mehr sehr stark
glätten muss immer noch geringer als zur „vollständigen“
Glättung.

Meine Labornetzteile habe ich auch immer gleich als Stromquelle
aufgebaut (umschaltbar von mA bis A-Bereich).
In dem Fall sollte die Ausgangskap. so gering wie nur
irgend möglich sein (wenige uF). Andernfalls entlädt sich der
Elko mit heftigen Impulsstrom über die Last.
Man kann bei Bedarf extern immer noch einen dicken Elko zuschalten.

2.) Die Energie die in der PWM verbraten wird häng nach meinem
Kenntnisstand von der Frequenz ab also muss man hier ein
Kommpromis zwischen Größe der Kapazität des
Glättungskondensators und Wärme an den Transistor suchen.

Schon bei Frequenzen im Bereich einiger 10kHz ist die Größe
der Kapazität unkritisch. Bedenke, daß du statt dessen deutlich
mehr Aufwand in wirksame Filter stecken mußt.
Ringkerndrosseln für einige A sind nicht mehr winzig und die
Streufelder können evtl. nerven.
Viel höher würde ich mit der Schaltfrequenz eh nicht gehen, da
die Probleme für Bastler immer schwerer zu beherrschen sind.
Da ist es schon schwierig passende Ferrite für zu bekommen.
Bei den niedrigeren Frequenzen sind auch die Umschaltverluste
noch gering.

Gruß Uwi