Lachen Tiere?

Liebe Tierliebhaber, Biologie-Experten und -interessierte, gibt es bei Tieren so etwas ähnliches wie „lachen“? Wir Menschen „wiehern manchmal vor Lachen“; lachen mum auch Pferde manchmal? Ich meine nicht die Form des menschlich-sozialen (zu)Lächelns, sondern Lachen als Entspannungs"ausbruch". Bei meinen Katzen habe ich eher Gähnen zu diesem Behufe in Erinnerung.
Ich bin glücklich über jede ebenso ernstgemeinten Antwort? (mit Erfahrung)
Kurt

Hallo,

naja auf jeden Fall können Tiere Menschen zum Lachen bringen :wink:

Okay, mal ernsthaft – ich denke das ist ein sehr interessantes Thema:

Ich denke schon, dass Tiere schmunzeln und (vielleicht aber nicht alle) auch lachen können. Wenn auch anderes als Menschen. Tiere lachen meiner Meinung nach bei ihnen bekannten positiven Situationen.
In Dokumentationsfilmen über Affen z.B. sieht mal doch immer wieder, dass diese Tierchen Freudenschreie ausrufen und dabei das Maul, oder das Gesicht verziehen und irgendwie glücklich aussehen. Für mich ist das ein Lachen auf Affenart.
Oft wird doch auch behauptet, dass Hyänen lachen können und auch da habe ich schon einige Filme gesehen, wodurch ich das nur bestätigen kann.

Tiere haben Gefühle und können diese auch auf die Unterschiedlichsten Arten ausdrücken. Ach haben Tiere eine viel sensiblere Antenne um zu erkennen, wenn es den Menschen und den Tieren in ihrer Umgebung schlecht geht.
Die meisten Tiere drücken ihr Lachen nicht so wie wir Menschen aus, was meiner Meinung nach auch an den fehlenden Gesichtsmuskeln liegt.
Wenn ich nach Hause komme bellt mein Hund freudig, wedelt mit dem Schwanz und zieht etwas seine Läfzen nach oben. Wenn wir miteinander spielen, oder Gassi gehen, oder uns irgendwie mit dem Tier beschäftigen sieht der Hund glücklich aus, fast so als lächelt er uns an. (Oder wenn wir bei 30 cm Schnee mit dem Tier Gassi gehen wollen, hat er ein ‚hast du se noch alle’ Blick drauf)
Unsere Wellensittiche aber könnten ihren Schnabel nicht zu einem Lachen verziehen. Und dennoch – mein Hund liegt z.B. foul im Wohnzimmer rum. Wellensittiche fliegen auf ihn drauf und ärgern ihn. Wenn es dem Hund zu bunt wird schnappt er ganz leicht!!! nach den Vögeln. Aber die sind schneller und fliegen in die Luft. Dass der Hund sie nicht verfolgen kann, wissen sie irgendwie. Und bis jetzt hat jeder, der das Schauspiel unserer Haustiere gesehen hat gemeint – es scheint so als ob die Sittiche den Hund auslachen, weil der nicht fliegen kann. Die Vögel drücken ihr Lachen in ihrem ganzen Verhalten aus. Ob es wirklich so ist weiß ich natürlich nicht, aber es sieht wirklich und wahrhaftig danach aus.
Oder die Katze meiner Tante – wenn sie am Tisch kein Leckerbissen von meiner Tante bekommt, stolziert sie siegessicher und ‚mit einem grinsen’ im Gesicht zu meinem Onkel, denn der gibt zu 100% etwas Schinken. Die Katze weiß das genau und freut sich schon im hinlaufen auf sein Fresschen. Und wegen diesen Erfahrungen grinst sie vor sich her.

Und noch so nebenbei - ich habe des Öfteren das Gefühl von meinen Haustieren ausgelacht zu werden :smile:
Bye Nauraa

Hallo,
also ich sehe die Sache zwiespältig.
Natürlich haben viele Tiere sehr unterschiedliche
Möglichkeit Wohlbehagen oder Entspanntheit auszudrücken.
Katze -> schnurren, räckeln, Lautäußerungen
Hund -> Schwanzwedeln, Bellen,

Manche solcher Verhaltensweisen werden aber auch vom
Menschen völlig fehlinterpretiert (Lachen bei Hyänen).

Max. bei Primaten ist ein solches Verhalten zu beoachten,
das als Lachen gewertet werden könnte.

Das Problem ist doch, daß Lachen ein hohes Abstraktions-
vermögen erfordert, was bei den meisten Tieren gar nicht
oder zu wenig vorhanden ist.
-> Das Lachen als „Reaktion auf komische Situationen“.

In der Natur ist lachen auch nicht zum Überleben
erforderlich. Ich kenne auch keinen Tiere, die „Spaß“
verstehen oder Schadenfreunde empfinden könnten.

Nach http://de.wikipedia.org/wiki/Lachen_%28Ausdrucksform%29
ist Lachen auch eine typ. menschliche Ausdrucksform,
die der Sprachentwicklung vorausgeht.

Grußm Uwi

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hi Kurt

Liebe Tierliebhaber, Biologie-Experten und -interessierte,
gibt es bei Tieren so etwas ähnliches wie „lachen“?

ja … kein Lachen in dem Sinne wie bei menschen … aber eben der Ausdruck großer Freude,vor allem dann wenn sie selber Blödsinn gemacht haben

das kenne ich von meinem Nachwuchspferd, das es faustdick hinter den ohren hat und die keine Gelegenheit auslässt Blödsinn zu machen. Sie stellt sich dann neben die angerichtete Bescherung und grinst förmlich über alle Backen … klar KÖNNEN Pferde nicht grinsen, das lässt ihre anatomie nicht zu … aber das blitzen in den augen, die aufgestellten ohren der hochaufgereckte Hals die Spannung im Körper wie sie mich beobachtet während ich entdecke was sie getan hat :o) und danach das das freudige Kopfschlenkern und die Bocksprünge hinterher wenn ich darüber lache

Das kenne ich von meinem ehemaligen Pflegehund und jetzt auch vom Kater, wenn er was ausgeheckt hat. Dieses Strahlen in den Augen, dieser Gesichtsausdruck zeigt einem dass es ihn gerade förmlich zerreisst vor Freude :o) meinhund damals und jetzt der Kater fangen dann auch zu gähnen an

selbst meine Wellensittiche haben „lachen“ können und das war durchaus jedesmal situationsbezogen

Ich bin glücklich über jede ebenso ernstgemeinten Antwort?
(mit Erfahrung)

jetzt glücklich ? :o)

Grüßle Hexerl

Hi. Tiere machen sich auch ihren Spaß mit uns. Und, weil sie Spaß haben, lachen sie. Siehe „ganz gefährliche Katze“, Kampf. Gruß

Hallo,

also ich kenne…oder besser kannte 3 Hunde, die sich das Lachen bzw. Lächeln beim Menschen abgeschaut hatten und dann ebenso in freudigen Momenten bis über beide Ohren grinsten, ganz ehrlich.

Gruß
Maja

WOW!!!
Liebe lebendige Loidz´, danke für diese Antworten bisher (auch für Maja ihre, die ich nun erst finde; und insbesondere für Deinen schönen Beitrag zur Cliché-Frage, Fritz, ich schließe mich froidig an, und wenn du es vorziehst, auch "freudig")! Ob ich mich hier auch "nu" einem Klischee bediene? Re: "lachen Tiere": Hatte mich erstmal mit neiner Froindin beraten, vor dem Posten. "Nachher behauptet er noch, Tiere würden auch weinen (können)!", kommt da bestimmt gleich, dachte ich- Naja, weinen wohl nicht, und wenn sie es können´, dann täten sie es bestimmt auch. Daher hatte ich auch betont nicht gefragt, „ob Tiere auch lachen KÖNNEN?“
Nun, können Tiere weinen? Ich habe es nicht erlebt, und glaube es nicht. Vielleicht trauern, aber „keine richtige Trauerarbeit leisten“.
(und „deshalb“ vielleicht laufend über das Katzenklo hinweg kacken? Die Meinungen sind da geteilt)

Ja, Hexerl, ich bin glücklich, daß auch andere „dieses Blitzen in den Augen“ bei Tieren sehen können! DAS wäre ein Fest für uns, wenn sich NOCH jemand fände. der erlebt hat, wie er/sie sich mit einem Tier angelächelt hat! Unmöglich, „psychologisch“ ? Weiß man es wirklich?
Wie können wir die „wissenschaftlichen Kommentare von (solchen) Psychologen“ bewerten, die nicht selbst „an die Seele glauben“?
Wer hat noch nie nicht MIT einer Katze gespielt, mit einem Wollfaden z.B. oder auch nur mit dem Finger?
Und irgendwann gähnen dann beide…„ich muß weg!“
Bei meinem Wellensittich habe ich aber „lachen“ noch nicht „erlebt“. Vielleicht müssen die beiden Beteiligten „einen Draht zueinander haben“? (Der Vogel und der/die mit dem Vogel).

Liebe Nauraa (ist das ein finnischer Vorname?), auch Du lebst mit (Deinen) Tieren, toll!
„Tiere haben Gefühle und können diese auch auf die
Unterschiedlichsten Arten ausdrücken. Ach haben Tiere eine viel sensiblere Antenne um zu erkennen, wenn es den Menschen und den Tieren in ihrer Umgebung schlecht geht.“
Das mit dem „ausdrücken können“, und auch noch „auf unterschiedlichste Weise“? Was da wohl der "wissenschaftliche Kommentar zu wäre, zum Bleistift was Uwi DAZU sagen täte??
„Und noch so nebenbei - ich habe des Öfteren das Gefühl von meinen Haustieren ausgelacht zu werden :smile:
Das heben sich MEINE Haustiere vielleicht einfach nur nie getraut; die waren bisher immer höchstens zuzweit…

Lieber Uwi!
„also ich sehe die Sache zwiespältig.
Natürlich haben viele Tiere sehr unterschiedliche
Möglichkeit Wohlbehagen oder Entspanntheit auszudrücken.
Katze -> schnurren, räckeln, Lautäußerungen
Hund -> Schwanzwedeln, Bellen“
Da möchte man einwerfen: „auszudrücken“?

„Manche solcher Verhaltensweisen werden aber auch vom
Menschen völlig fehlinterpretiert (Lachen bei Hyänen).“
Klar, fühlen sich oft Menschen „nur“ ausgelacht, weil sie es „verdient haben“ oder nur schlechtes Gewissen. Aber, bist Du persönlich wirklich sicher, daß es KEIN „Lachen“ ist? Schon wirklich selbet erlebt? Das TV kann uns alles aufschwatzen und „wissenschaftlich belegen“, leider. Und das mal so und mal anders.

„Max. bei Primaten ist ein solches Verhalten zu beoachten, das als Lachen gewertet werden könnte.“
Danke für diesen kompetent klingenden Beitrag!

„Das Problem ist doch, daß Lachen ein hohes Abstraktionsvermögen erfordert, was bei den meisten Tieren gar nicht oder zu wenig vorhanden ist.
-> Das Lachen als „Reaktion auf komische Situationen“.“
Und wie ist es mit dem meisten Lachen aus Schadenfreude?
Nehmen wir uns denn auch selbst immer genug Zeit dabei zum Abstrahieren?

„In der Natur ist lachen auch nicht zum Überleben
erforderlich. Ich kenne auch keinen Tiere, die „Spaß“
verstehen oder Schadenfreunde empfinden könnten.“
Du nicht, aber andere können da was erzählen, oder?
Und wer wirklich „das ganze Leben“ nicht lachen kann (nicht weil es nichts zu lachen gibt! Ich meine ja auch: „erst die arbeit, aber IMMER feste!“, sondern weil einfach die „mechanischen Instrumente“ dazu fehlen)
„Lebt“ ein solcher Mensch denn (nach Empfinden der meisten anderen) wirklich? Oder ist diese Frage zu poetisch? Troppomatopoetisch?
Um ein Stichwort aus einem anderen Brett hier zu GEbrauchen: Zählt dieser Kampf zwischen dem „Primat des Nutzens“ und dem „Primat der Freude“ nicht mit ZU DEM SPANNENDstEN am menschlichen/KULTURellen Leben?

Kultur´ steht in Zusammenhang mit türkisch: kuru´ = trocken (`kuruluk´ = Dürre), in zweierlei Hinsicht:
a) am Beispiel: Korinthen sind GETROCKNETE Weinbeeren, historisch zunächst vorwiegend aus der Gegend von Korinth in Griechenland (Die dortige Meerenge trennt eine Insel vom „Festland“, also „mitten im Wasser“).
b) historisch allgemein: viele Kulturen sind in der Gegend eines erst trockenzulegenden ODER erst zu bewässernden Raumes entstanden, oft in Deltas, wo sich beides abwechselte, die natürliche Bewässerung und Trockenlegung; Indus, Nil, Donau(SchwarzMeer), am Po.
Und wo noch?
(Auch Kurt wird von Gudrum schon Jahre ziemlich trocken gehalten *g*)

„Nach http://de.wikipedia.org/wiki/Lachen_%28Ausdrucksform%29
ist Lachen auch eine typ. menschliche Ausdrucksform,
die der Sprachentwicklung vorausgeht.“
Danke für diesen Link, ich schrieb ja tatsächlich auch:
> Ich bin glücklich über jede ebenso ernstgemeinten Antwort? (mit Erfahrung)
Kurt"raus" gibts (ja) nichtDa die meisten Deutschsprecher aber immer noch Schwierigkeiten dabei haben, hat die Umgangssprache schon lange die Kurzformen „rein, raus, rüber, runter, rauf“ etc. gebildet, die sowohl „herein/hinein, heraus/hinaus, herüber/hinüber“ etc. ersetzen.
Egal, wie die Vorsilbe korrekterweise heißt."
„Korrekterweise“?
Wäre das nicht ein Thema für eine ernstnehmende und daher auch ernstzunehmende „NDR“?

„Wie Datafox aber schon erwähnte, sind die Dialekte da noch genauer.“
Genauer wäre mir unangenehm; „sensibler“, „spezifischer“ oder `more discriminating´, Feinheiten unterscheidender zum Ausdruck bringend.

>Im Schwäbischen gibt es „rein“ und „nei’“, „raus“ und „naus“, „rüber“ und „nüber“, „runter“ und „nunter“ etc.

Hallo Kurt ((-;

Echt ne intressante Frage!
Also Lachen im Sinne von sich freuen, und auch Schadenfreude, bestimmt. Klar, man muss erstmal nen „Draht zueinander aufbauen“, gegenseitig die Körpersprache verstehen (woher soll denn ne Amsel wissen, was das menschliche Zähnefletschen bedeutet *g* Wahrscheinlich können sich Amseln auch nich vorstellen, dass Menschen lachen können)
Dieses Blitzen in den Augen hab ich auch oft an meim Nymphensittich Rudi beobachtet, (warum einglich in den Augen? Ich mein, am gesamten Tier verändern sich doch eigendlich die Augen am wenigesten, man sieht doch an der gesamten Körperhaltung, am „außenrum“ eher, was in som Tier vor sich geht, und trotzdem siehts so aus als obs die Augen wärn…) der hat mich oft freudig begrüßt, besonders wennich mal länger nicht da war. Angelegte Federn, mir entgegengestreckter Kopf (bin irgendwie zu blöd, das eine Bildchen, das ich von ihm hab, auf dem er grad so dasitzt, in meine Vika zu kriegen…), und wir hatten uns auf so einen Laut geeinigt, ein „klack“ (wie Zungenschnalzen), den er dann immer sagte. Erst gestern Abend ist mir aufgefallen, dass das doch eigendlich ein echtes Wort war. „Klack“ hieß „schön dass du da bist“, und wir beide ham das verstanden. War eben nicht so eine instinktive Lautäußerung, die angeborenermaßen in bestimmten Situationen vorkommt (hab das noch bei keinem anderen Nymphensittich gehört und auch keine Reaktion drauf gekricht!), und auch kein papageienartiges Nachplappern, das er selber nicht versteht, nee, ein (von Rudi!) erfundenes Wort mit einer auch für Rudi klaren Bedeutung. Und das bei einem Nymphensittich, wo das doch laut offizieller Lehrmeinung unter den Vögeln nur Graupapageien und Dohlen können dürfen *grins*
Und was die Schadenfreude angeht, da muss ich gleich an unsern zahmen Stieglitz Piko denken, dem hat es jedenfalls ordentlich Spaß gemacht, immer genau das Gegenteil von dem zu tun, was wir wollten. Kaum zu glauben wie viel Blödsinn in son kleinen Vogelkopf reingeht *g* Besonders aufgeräumte Tische hat er liebend gern mit Perlen und allerlei Krümellei bedeckt. Und dann saß er „grinsend“ auf der Lampe und hat Mama beim wegwischen zugeguckt *fg*
Besonders kleinere Tiere werden ja öfters für viel dümmer gehalten als sie sind…

Liebe Grüße,
klack (-; ,
Jojo

Hallo Kurt,

die Hündin meiner Mutter konnte wirklich lachen, also nicht mit „haha“, sondern mit blitzenden Augen und leicht hochgezogenen Lippen. Hat sie sich wohl bei uns abgeschaut (ebenso wie die Ernte von Erdbeeren, Sauerkirschen, Himbeeren und Heidelbeeren).
Sie lachte in verschiedenen Situationen, es war auch eindeutig eine soziale Komponente dabei.
Auch unser Hund kann lachen, wenn auch nicht so perfekt wie die alte Dame, die jetzt vom Hundehimmel aus über uns wacht.

Viele Grüße, Heike

hi
in einem Fernsehbericht habe ich mal gesehen wie ein Pfleger ein Gorillababy gekitzelt hat und es hat gekichert. Ein rauher Ton, aber es hat eindeutig gekichert.
Ansonsten druecken Tiere ihre Emotionen und so auch Freude durch andere Koerpersignale aus als der Mensch. Bei Gorilla und Mensch ist die Anatomie ja noch etwas gleich auch im Gesicht, aber bei Hunden und Katzen ist es schon anders.
Wir schnurren ja auch nicht bei Wohlbehagen, weil wir es anatomisch nicht koennen, trotzdem fuehlen wir es.
vg jima

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