Hi
Ist die Laktoseintoleranz diagnostiziert? Von einem
Gastroenterologen und nicht von einem Wald-und-Wiesen-Arzt?
Das war ein Facharzt für innere Medizin , der auch Hausarzt ist .
das die Diagnose falsch ist , würde mich jetzt aber nicht wundern , ich habe inzwischen den Arzt gewechselt , weil ich auch einmal wegen Blutdruck Probleme zu ihm ging und die Diagnose sowie auch die Behandlung grottenverkehrt war.
Was du beschreibst klingt nicht nach einer Laktoseintoleranz
sondern nach einer Milcheiweiss-Allergie.
Laktose ist Milchzucker, eine chemische Verbindung die exakt
_so_ ist und sich nicht verändert. Es spielt keinerlei Rolle
ob du Milch von Kuh, Ziege, Schaf oder Mäusen trinkst, solange
Laktose drin ist wirst du Beschwerden haben.
Anders ist das beim Milcheiweiß- dies ist je nach
Herkunftsquelle unterschiedlich aufgebaut und es kann sein,
dass du auf Kuhmilch allergisch reagierst, nicht aber bei
Ziege und Schaf.
Laktasetabletten enthalten Enzyme (Laktase) die dein Körper
ohne LI selbst produzieren würde, sie sind also natürlich. Da
sie aber manchmal mit Schimmelpilzen synthetisiert werden
(ganz normal) kann es je nach Produkt auch Unverträglichkeits
Erscheinungen geben.
1100 Einheiten gelten meist für 4-5g Laktose, also der Menge
Milchzucker, die in einem Glas Kuhmilch enthalten ist. Laluk
z.B. sind Kapseln mit 4400 Einheiten, sie werden geöffnet und
in Pudding/Milch etc. gemischt oder geschluckt, die Kapsel
braucht aber eine Weile zum Auflösen.
Zur direkten Einnahme (z.B. wenn man Pizza essen möchte) gibt
es z.B. von Leben’s auch mit Traubenzucker versetzte
Laktasetabletten die gekaut werden, aber niedriger dosiert
sind (meist 1100).
Bis zu einer gewissen Grenze kann man also mit LI und den
Laktasetabletten recht normal leben.
Wenn du aber eine Milcheiweiß Allergie hast nutzen dir die
Tabletten überhaupt rein gar nichts - die Enzyme helfen nicht
das Eiweiß abzubauen. Da hilft dir nur der völlige Verzicht
auf Kuhmilch.
In dem was du aufzählst steckt jede Menge versteckte
Milcherzeugnis, die jeweils Laktose oder Milcheiweiß enthalten
kann
- das Tzaziki (je nach Schwere einer LI kann ein Klecks schon
reichen, im Prinzip alles, was 1g Laktose überschreitet. Bei
Milcheiweißallergie ist es schon genug)
Tzaziki esse ich des öfteren , die machen das aber in der Regel von Schafsmilch , beim Griechen noch nie Probleme damit gehabt .
- Das Dressing vom Salat (so vorhanden)
Das hatte ich mir auch schon gedacht , rein optisch sah die Dressing nicht nach Sahne aus
zu wenig um diese gravierende Reaktion auszulösen , wie ich schon schrieb , 1 Käsebrötchen , selbst mit Edamer Schnittkäse geht unproblematisch , die paar wenige Käseschnippsel waren zu wenig um das auszulösen
- Kräuterbaguett (die Kräuter sind da nicht draufgestreut
sondern stammen von einer Kräuterbutter!)
Die Ja - Baquettes habe ich selber gelegentlich , auch hier reicht die Menge von 3 Scheiben nicht aus , habe nach rund 13 Jahren probleme inzwischen so meine Erfahrungswerte
- evtl. die Soße vom Spießbraten, falls vorhanden. Allen
Fertigsoßen ist Laktose als Bindemittel zugesetzt.
Das glaube ich als ehesten ,
Der kam in Folie eingwickelt aus dem Backofen , von einem Metzger von dem ich noch nie zuvor etwas gegessen hatte .
vermutlich kam hier so vieles zusammen , das im gesammten der Grenzwert den ich noch vertrage erheblich überschritten wurde
gruss
Toni