Hallo,
ich habe geplant bei mir im Ort einen Spieleladen ( PC- Konsolenspiele)zu eröffnen.
Da ich selbst in dieser Branche tätig bin, kenne ich mich sehr gut aus und denke ich weiss worauf es ankommt.
Wo mir aber generell so die Infos fehlen ist z.B. wie läuft das ganze ab. Ich brauche ja auch erstmal so eine Art Potential damit ich weiss ob sich soetwas bei mir im Ort überhaupt lohnen würde.( Der Landkreis hat ca. 10.000 Einwohner , die nächste grössere Stadt mit 100.000 Einwohnern ist ca. 40 km entfwern)
Wie sieht es mit Finanzierung aus, kann ich soetwas komplett finanzieren und und und…
Wer hat ein paar Tips bzw. Infoseiten für mich?
Danke und Gruss
Olli
Hallo Olli,
zum Thema Finanzierung:
man erwartet seitens der geldgebenden Kreditinstitute heutzutage schon, dass man ca. 20-25% Eigenkapital mitbringt. Solltest Du das nicht haben, dann musst Du über Beteiligungen o.ä. einen Geldgeber finden.
Grundsätzlich würde ich mal über die Erstellung eines Business Plans, der übrigens für die Geldvergabe durch Banken mittlerweile „Pflicht“ ist, nachdenken. Da Du sowas wahrscheinlich bisher noch nicht gemacht hast, würde ich empfehlen
- einen Existenzgründer-Kurs zu belegen
- Dich einem Existenzgründer-Zirkel bzw. -zentrum anzuschließen. Gibt’s in jeder größeren Stadt
Zum Thema Marktpotenzial:
Ich würde z.B. mal bei der GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) versuchen, um Zahlen über die Anzahl der Spielekonsolen je 1.000 Einwohner, die Altersverteilung usw. zu erhalten. Das würde ich abgleichen mit den Einwohnerzahlen bei Dir im Umkreis sowie der vorhandenen Alters- und Einkommensstruktur. Unter Berücksichtigung der Anzahl Personen, die lieber gleich im Internet bestellen, wäre dann das Marktpotenzial mal grob abgeschätzt, wobei es letztlich auch davon abhängt, welche Preislage Du hast (je teurer, umso eher werden die Leute in die nächste größere Stadt fahren oder gleich im Internet bestellen).
Grüsse
Sven
P.S.: Beim Ermitteln des Finanzbedarfs bitte nicht die eigenen Lebenshaltungskosten für die ersten 6 - 12 Monate vergessen, denn kein Laden wirft gleich genug ab, um damit (Über-)leben zu können.