Länge des Anschreibens in einer Bewerbung

Hallo!

Ich habe mal wieder eine Frage zu Bewerbungen. Man findet ja über alles beliebig viele Meinungen und Ansichten…
Wie seht Ihr das - darf das Anschreiben die Länge einer Seite überschreiten?
Ich schaffs irgendwie nicht meins zu kürzen, es liegt jetzt bei einer Seite und noch ca 1/4, mit Briefkopf und Verabschiedung usw. Ist es wirklich nötig, dass noch zu kürzen?
In der Bewerbungsmappe sieht es natürlich schöner aus, wenn man alles auf den 1. blick sieht, das ist wohl einfach so:frowning:

Wie seht Ihr das?

Danke und viele Grüße!

Hallo,

eigentlich „sagt man“ (wie das halt so ist mit diesen Dingen), dass eine Seite nicht überschritten werden
sollte. Der Grund liegt in der begrenzten Zeit der Personalverantwortlichen, aber natürlich auch darin, dass
die wenigsten Leute wirklich SO viel WICHTIGES zu erzählen haben, dass man dafür zwei Seiten bräuchte.
Das Anschreiben sollte kurz und prägnant darstellen, warum du der/die Beste für diesen Job bist. Stell es
doch mal hier rein, vielleicht kommen da noch ein paar Tipps.

Grüße

Hi,

Wie seht Ihr das - darf das Anschreiben die Länge einer Seite
überschreiten?

Ich sage: nein.
Schau mal, ob du nicht einige Informationen im Lebenslauf unterkriegst.
Es geht im Anschreiben nicht darum, darzustellen, was du bislang gemacht hast, sondern darum, warum du in der Fa. arbeiten willst. Das müsste doch auf eine Seite passen!?!

Grüße, jeanne

Der Sinn eines Anschreibens ist…
Hallo,

…das Interesse des Lesenden zu wecken, individuell auf die Firma zugehend formuliert.
„Auja, das klingt interessant, den Lebenslauf lese ich mir auf jeden Fall durch“.

„Ich bin Student der fachrichtung X mit den Schwerpunkten Y und Z, habe erste Erfahrungen in A, B und C und interessiere mich privat für D. Besonders spricht mich der Punkt E in Ihrer Ausschreibung an“.

A,B,C,D,E,X,Y,und Z müssen alle eine direkte Verbindung zu der Stellenausschreibung haben.
Das nimmt direkten Bezug und ist obendrein individuell und persönlich.

Wenn du als Student das nicht in wenigen Zeilen schaffst, dann machst du was grundsätzlich falsch. Jegliches Lebenslaufgeschwafel ist deplaziert.

Stell deinen Entwurf doch mal hier rein.
Ich wette, dass das Meiste ersatzlos gestrichen werden kann.

Oder schick es mir privat.

Gruss,
Thomas

Bewerbungsschreiben = Teaser
Hallo Nicki,

Wie seht Ihr das - darf das Anschreiben die Länge einer Seite
überschreiten?

Nein. Punktum! Warum nicht? Weil das Bewerbungsschreiben (das Wort ‚Anschreiben‘ ist entsetzlich!!!) ein Appetithappen ist. Niemanden interessiert deine komplette Lebensgeschichte, dein beruflicher Background ist im - optimalerweise gut konzipierten - Lebenslauf und in den Zeugnissen nachzulesen, kein Personaler hat zeit, sich bei 500 Bewerbungen durch mehrseitige ‚Warum Sie ausgerechnet mich einstellen sollten‘-Romane zu wühlen (für Selbstbeweihräucherung hast du im Vorstellungsgespräch reichlich Gelegenheit).

Ich schaffs irgendwie nicht meins zu kürzen,

Hmmm… Meine Bewerbung an die Firma, für die ich arbeite, bestand aus exakt vier Sätzen (= 111 Wörtern inclusive Anrede und Gruß). Kurz, knackig, erfolgreich. OK, dafür bestand das Vorstellungsgespräch aus schätzungsweise mindestens 200.000 Wörtern; dies wohl aber nicht zuletzt darum, weil wir uns vor lauter Fachsimpelei völlig verplaudert haben. :wink:

Schick mir das Ding rüber, ich kürze es dir! *lach*

Grüße
Renee

Bitte lass es mich tun!
Hallo,
(…)

Schick mir das Ding rüber, ich kürze es dir! *lach*

Gruss,
TR

Hallo,

Ich schaffs irgendwie nicht meins zu kürzen,

Hmmm… Meine Bewerbung an die Firma, für die ich arbeite,
bestand aus exakt vier Sätzen (= 111 Wörtern inclusive Anrede
und Gruß). Kurz, knackig, erfolgreich. OK, dafür bestand das
Vorstellungsgespräch aus schätzungsweise mindestens 200.000
Wörtern; dies wohl aber nicht zuletzt darum, weil wir uns vor
lauter Fachsimpelei völlig verplaudert haben. :wink:

Hm, schön und gut, aber ich glaube, dass diese Aussage wenig hilfreich ist, da sie nicht den Anspruch auf Allgemeingültigkeit erheben darf.

Letztlich sollte eine Bewerbung immer dem jeweiligen Job entsprechend gestaltet sein. Wer sich in die PR/Medienbranche „verirrt“, wird durchaus mit kurzen und vor allem auffallenden Bewerbungen punkten. Ich bezweifel aber, dass dieses Vorgehen, etwa bei einem Industrieunternehmen oder aber auch einer Steuerberatung viel Aussicht auf Erfolg hätte.

VG
Sebastian

Hallo zusammen,

hab mir jetzt alle Einträge durchgelesen. Auch wenn ich kein rießiges Unternehmen führe, indem tagtäglich 500 Bewerbungen auflaufen und ich mich über den vorauseilenden Gehorsam bezüglich der Berücksichtigung meiner zeitlichen Ressourcen freue ist es doch nicht so, dass ich nicht die Zeit hätte bei einem interessanten Bewerber 1 1/4 Seiten zu lesen.

Es ist durchaus richtig, dass viele Bewerbungsschreiben mit zu viel unnötigen Informationen beladen sind. Aber ein paar Infos möchte ich dann schon haben. Wenn hier empfohlen wird den beruflichen Werdegang insgesamt im Lebenslauf darzustellen, dann muss ich sagen NEIN! Denn dann ist genau das von Nöten, was man vermeiden will, der Personaler muss ein zweites Blatt Papier in die Hand nehmen.

Es sollte nicht die gesamte Lebensgeschichte beginnend bei der Grundschule aufgeführt sein, aber besondere Leistungen wie z.B. Abschlussnote bzw. Vordiplom o.ä. bzw. besondere Qualifikationen wie Sprachzertifikate möchte ich auf den ersten Blick sehen und mir nicht in den Bewerbungsunterlagen zusammenkramen müssen.

Es ist schön, wenn ein Bewerber alle notwendigen Informationen auf einer Seite zusammenfasst. Aber jemanden, der notwendige Informationen auslässt nur um ein unverbindliches Maß zu erfüllen, das weder gefordert noch sachlich begründbar ist, möchte ich nicht in meinem Unternehmen, insbesondere in keiner verantwortungsvollen Position haben. Denn es zeigt, dass diese Person sklavisch Regeln befolgt, ohne sich Gedanken über Sinn und Zweck der Tätigkeit oder einer bestimmten Regel zu machen.

Fazit:
Wer hier pauschal behauptet es muss eine Seite sein begeht einen Fehler, nämlich die Pauschalisierung. Es gibt KEINE allgemeingültigen Regeln für Bewerbungen. Die Art und Weise der Bewerbung sollte der jeweiligen Stelle, dem jeweiligen Unternehmen vor Allem aber dem Bewerber angepasst sein. Alles andere ist Murx und weder überzeugend noch originell, sondern nur nach Schema F erstellt.

Hi Bernhard,

ich gebe dir im Grossen und Ganzen ja recht.

Aber eine ganze Seite ist ja schon so unheimlich viel, dass von Pauschalisierung doch keine Rede mehr sein kann. Wer nicht in der Lage ist, die wichtigsten Stichpunkte auf dem riesigen Platz von einer Seite anzureisen, der hat doch ernsthaft ein Problem mit dem Blick für’s Wesentliche.

Gruss,
Thomas

Hallo Thomas,

ich denke, da reden wir aneinander vorbei. Eine gesamte Seite Text kann für die wesentlichen Punkte ausreichend sein. Aber wenn ich die Ausgangsfrage richtig verstanden habe ging es „grafisch“ um „Eine Seite“ sprich ein Blatt, auf dem sich noch der Briefkopf, das Adressfeld, Betreff und Datum befindet, damit der Personalverantwortliche nicht die Mühe hat sich eine zweite Seite anzusehen und das halte ich einfach für übertrieben und nicht sinnvoll.

Wohingegen einiges dafür spricht, dass bei mehr als einer Seite blanker Text nicht nur wesentliche Informationen preisgegeben wurden.

Viele Grüße
Bernhard