ich habe jahrelang meine diversen Drucker irgendwo sonst rumstehen gehabt, wo der Platz halt günstig war (z.B. auf dem Kleiderschrank) und durchaus 5 m lange Druckerkabel ohne Probleme genutzt. Die sind schlichtweg selten in jedem Laden zu haben. Und meist auch übertrieben teuer.
Nichtsdestotrotz stimmte es, dass es bei paralleler Datenübertragung Laufzeitdifferenzen zwischen den einzelnen Adern gibt. D.h. die zusammengehörenden Daten kommen asynchron an und das kann zu Datenmüll oder Komplettausfall der Datenübertragung führen. Irgendwann ist dann Feierabend. Das hängt auch von der Kabelbeschaffenheit ab.
Also wenn es denn sein muss, würde ich auch 10 m (5 m + Verlängerung) in dicker Ausführung ausprobieren. Wenn es im schnellen DMA-Betrieb keine Fehler gibt, OK, sonst leider kürze nehmen.
Nichtsdestotrotz stimmte es, dass es bei paralleler
Datenübertragung Laufzeitdifferenzen zwischen den einzelnen
Adern gibt. D.h. die zusammengehörenden Daten kommen asynchron
an und das kann zu Datenmüll oder Komplettausfall der
Datenübertragung führen. Irgendwann ist dann Feierabend. Das
hängt auch von der Kabelbeschaffenheit ab.
Werden bei einem Netzwerkkabel die Daten dort also nicht parallel übertragen und somit gibt es die Störungsursache der Laufzeitdifferenzen nicht?
Obwohl es beim Netzwerkkabel ja paarweise verdrillte Adern gibt. Also werden doch dort bestimmt aus diesem Grund der paarweisen Adern auch parallel Daten übertragen. keine Laufzeitdifferenz?
Ansonsten würden doch eine paarweise verdrillte Ader reichen (1xDaten + 1x Masse), oder?
Nichtsdestotrotz stimmte es, dass es bei paralleler
Datenübertragung Laufzeitdifferenzen zwischen den einzelnen
Adern gibt. D.h. die zusammengehörenden Daten kommen asynchron
an und das kann zu Datenmüll oder Komplettausfall der
Datenübertragung führen.
das halte ich nicht für problematisch, weil die Daten mittels
Steuersignale freigegeben werden.
Vielmehr vermute ich, daß ab einer bestimmten Kabellänge es zu
starken Reflektionen und infolge dessen zu Bitfehlern kommt.
Dieses Interface arbeitet ja nur mit einfachen Spannungspegeln
und wird nicht auf die Kabelimpedanz terminiert.
Wie weit das kabel also reicht, hängt von den Treibern, sowie vom
Kabel selbst ab. Da könnte ein eher schlechtes Kabel
mit viel Kapazitätsbelag eher Vorteile bringen als ein gutes
Datenkabel.
Werden bei einem Netzwerkkabel die Daten dort also nicht
parallel übertragen und somit gibt es die Störungsursache der
Laufzeitdifferenzen nicht?
Obwohl es beim Netzwerkkabel ja paarweise verdrillte Adern
gibt. Also werden doch dort bestimmt aus diesem Grund der
paarweisen Adern auch parallel Daten übertragen. keine
Laufzeitdifferenz?
Ansonsten würden doch eine paarweise verdrillte Ader reichen
(1xDaten + 1x Masse), oder?
Hallo Matthias,
Netzwerkkabel transportieren die Daten seriell - etwa schon so lange, wie es Netzwerke gibt. Ein verseiltes Paar hin und eines zurück, mehr wird bei 10 und 100 MBit auch nicht verwendet.
Die Adernpaare führen keineswegs Daten und GND, sondern symmetrische Signale, das ist ein fundamentaler Unterschied, ganz besonders was die zulässige Dämpfung angeht.
Die Adernpaare sind in ihrer Impedanz genau definierte Wellenleiter und an beiden Seiten korrekt abgeschlossen.
Die Centronics-Schnittstelle ist damit verglichen überhaupt keine - man hat lediglich an einem TTL-Port mit parallenen Daten Drähte eingefügt ohne die geringste Rücksicht auf die Eigenschaften längerer Leitungen, dementsprechend mies ist das Ergebnis. Netzwerkkabel sind aus einer anderen Welt.
Vielmehr vermute ich, daß ab einer bestimmten Kabellänge es zu
starken Reflektionen und infolge dessen zu Bitfehlern kommt.
Dieses Interface arbeitet ja nur mit einfachen Spannungspegeln
und wird nicht auf die Kabelimpedanz terminiert.
Wie weit das kabel also reicht, hängt von den Treibern, sowie
vom
Kabel selbst ab. Da könnte ein eher schlechtes Kabel
mit viel Kapazitätsbelag eher Vorteile bringen als ein gutes
Datenkabel.
Früher waren mit guten Kabeln 10 m kein Problem.
IBM hat aber, beim IBM-PC, an der Centronics-Schnittstelle etwas Rumgebastelt
Ursprünglich bestand die Centronics-Schnittstelle aus Open Collector-Ausgängen von Standard-TTL. Zudem wurde zu jeder Datenleitung auch eine eigene Masseleitung verwendet. Eigentlich waren alle 36-Pins des Steckers belegt, fast die Hälfte waren Masseanschlüsse.
IBM, hat das dann von 36 auf 25 Pins reduziert und 74LS244 als Treiber verwendet …
Die Pullup-Widerstände auf der Empfängerseite, sind dann auch von IMHO 330Ohm (muss ich mal wieder nachschlagen) auf heute einige kOhm angewachsen …
Aber eigentlich waren die Leitungen ursprünglich terminiert.
Ein paar neue Fragen sind jetzt allerdings zu den Kabeln hinzugekommen.
Ich habe das so verstanden das die Laufzeitdifferenzen wohl nicht das Problem bei zu langen Druckerkabeln sind.
Vilmehr sind z.B. die Leitungen vom Druckerkabel wohl nicht richtig terminiert und damit kann es zu Reflexionen kommen.
Es wurde gesagt, dass „Dieses Interface arbeitet ja nur mit einfachen Spannungspegeln
und wird nicht auf die Kabelimpedanz terminiert.“
Was sind einfache Spannungspegel? Signalübertragung findet z.B. mit +5V gegenüber Masse statt. Es findet keine symmetrische (störunempfindlichere) Signalübertragung statt.
Wie schnell ist ein paralleles Druckerkabelgegenüber einem 100mbit Netzwerkkabel? Das würde mich aber jetzt auch sehr interessieren.
Wie viele Adern werden bei der seriellen Datenübertragung im Netzwerkkabel benötigt? Wenn ich mir die Durchsichtigen RJ45 Stecker anschaue, dann sehe ich dort ca. 6 Adern.
2 verdrillte Adern sind für die Differenzsignale oder noch mehr
1 Ader wahrscheinlich um den Schirm beidseitig im Computer an Erde aufzulegen
Nach meiner REchnung bleiben noch ein paar Adern übrig, wozu werden denn die verwendet?
Ich habe das so verstanden das die Laufzeitdifferenzen wohl
nicht das Problem bei zu langen Druckerkabeln sind.
Bei der Geschwindigkeit nicht. Zudem sind ja alle Drähte gleich lang.
Das Protokoll ist auch entsprechend.
Zuerst werden die Daten angelegt, dann folgt der Strobe-Impuls, welcher den Empfänger veranlasst, die Daten zu übernehmen. Ist der Empfänger wider Bereit, signalisiert er das den dem Sender. Theoretisch darf die Laufzeit auch im Bereich von Sekunden liegen und das Protokoll würde immer noch funktionieren…
Es wurde gesagt, dass „Dieses Interface arbeitet ja nur mit
einfachen Spannungspegeln
und wird nicht auf die Kabelimpedanz terminiert.“
Was sind einfache Spannungspegel? Signalübertragung findet
z.B. mit +5V gegenüber Masse statt. Es findet keine
symmetrische (störunempfindlichere) Signalübertragung statt.
JAIN, so wie sie heute betrieben wird schon … http://kabelfaq.de/
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Wie schnell ist ein paralleles Druckerkabelgegenüber einem
100mbit Netzwerkkabel? Das würde mich aber jetzt auch sehr
interessieren.
Umgerechnet 4MBit/s bei 500kBd, bezogen auf die Nutzdaten.
8 Bit werden parallel übertragen und ein Übertragungszyklus benötigt 2µs.
Wie viele Adern werden bei der seriellen Datenübertragung im
Netzwerkkabel benötigt? Wenn ich mir die Durchsichtigen RJ45
Stecker anschaue, dann sehe ich dort ca. 6 Adern.
Es sind 4 oder 8 Adern plus Schirmung, welche auf dem Metallgehäuse aufgeschaltet ist.
Grundsätzlich werden immer Adernpaare verwendet, ausser der Abschirmung, gibt es keine gemeinsame Masse.
Bei 10MBit/s und 100MBit/s werden nur 2 Aderpaare verwendet, ein Paar pro Signalrichtung. Bei 1’000MBit/s alle 4, je 2 Paare pro Richtung.
Übersprechen auf die Strobe-Leitung
Hallo Matthias,
ich habe im Büro ein ca. 15 m langes Druckerkabel am LPT.
Das Problem sind in der Praxis weniger weniger die Leitungsreflektionen. Der Effekt, der bei den normalen (vieladrigen, gemeinsam geschirmten) Kabeln Fehler verursacht, ist das Übersprechen auf die Strobe-Leitung. Die Strobe-Leitung teilt dem Drucker mit: „Jetzt liegt ein gültiges, neues Zeichen auf den Datenleitungen an“. Wenn Datenleitungen (oder andere) ihren Zusatand ändern, gibt es ein Übersprechen auf die Strobe-Leitung. Das kann so stark werden, dass dort ein Puls entsteht, den der Drucker als Strobe erkennt, insbesondere dann, wenn das Kabel lang ist, die Adern nahe beieinander liegen und (vor allen Dingen!) wenn alle Datanleitungen im gleichen Moment auf low geschaltet werden.
Diese Übersprechen ist hauptsächlich kapazitives Übersprechen und kann durch Verwendung abgeschirmter Leitungen (die dann andere Nachteile haben) oder durch geeignete Belegung der Adern im Kabel (Masseadern um die Strobe-Leitung als Abschirmung herum) erheblich reduziert werden. Verdrillung ist hier sinnlos(!)
Es gibt auch einen ohmsches Übersprechen: Wenn wiederum alle Datenleitungen nach oben schalten, „ziehen“ sie die Masse ebenfalls nach oben und die Strobe-Leitung bleibt wo sie war. Effekt: Wie oben. Abhilfe: Mehr Masseleitungen.
Reflektionen: Ich möchte provozierend sagen: Halte ich für ein Gerücht. Impulse durch Reflektionen sind zu schnell, als das die Elektronik daraus mehrere Strobe-Pulse machen würde oder das Datenbits beim Eintreffen des Strobes noch unstabil sind. Ausschließen kann ich sie zwar nicht, bin aber überzeugt davon, dass das erst bei noch größeren Leitungslängen kritisch wird. Sie lassen sich, nebenbei gesagt, durch ein paar kleine Widerstände im Stecker am PC-Port praktisch eliminieren.
Bei korrekter Berücksichtigung dieser wichtigsten Ursachen kann man schon sehr große Kabellängen erreichen. Darüber hinaus hat man dann die nächsten Hürden zu nehmen…
Grüße
Uwe
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