… wenn ich lesen muß, was für eine Bauernfängerei mit dem Modewort „nano“ getrieben wird.
Aber scbhauen wir uns doch mal an, was diese Popnieten auf der hp so ablaichen:
Neben der üblichen Marktschreierei (die alleine ein Grund ist, die Finger davon zu lassen) finde ich etliche Verweise auf Fußnoten - aber eben keine Fußnoten, wat soll dat denn ??
Dann geht´s richtig ab:
„…80% aller als defekt angesehenen Batterien, weisen eine Beschädigung durch Sulfatierung1) auf…!
NANO-Carbon-Partikel durchdringen diese elektrische Sperre…!
Bereits ausgesonderte Batterien werden zum Leben erweckt und erlangen meist wieder Neuwertleistungen…!..“
Soso, Nano-Carbon. Also feinverteilter Kohlenstoff. Wie fein, das verschweigt man. Elektrische Sperre, aha, es wird allerdings nichts näheres dazu erklärt. Und dann kann das Wundermittel sogar platte Batterien wiedererwecken, sozusagen ein Jesus der Elektrotechnik…
„…Geeignet für alle wiederaufladbaren Blei-Säure-Akkus…“
Gibt´s denn auch andere??
„…Rund 80% aller Batteriedefekte sind auf Sulfatierung1) zurückzuführen. Dagegen gab es bisher kein Mittel.Sulfatierung bremst die elektrische Leitfähigkeit und setzt sofort und unaufhaltsam auch bei neuen Batterien ein…“
Bereits im zweiten Satz eine schlichte … LÜGE.
Dem Blei für Akkus wird schon lange eine spezielles BaSO4 zugesetzt, welches eben das Aufwachsen der PbSO4-Kristalle verhindert, indem es Kristallisationskeime anbietet. Der nächste Satz ist leider auch nur die halbe Wahrheit, viel wichtiger ist die Oberflächenverringerung bei Kristallwachstum, aber lassen wir das, war ja wenigstens nicht falsch.
„…Black Bull™ ist erstmals in der Lage, diese Probleme dauerhaft und preiswert zu lösen. Black Bull™löst alle bestehenden Sulfatierungen der Bleiplatten und stellt die interne Leitfähigkeit wieder her.Sie stabilisiert die Verbindung der aktiven Masse mit den Stabilisierungsgittern…“
Erster Satz: Lüge, siehe oben.
Zweiter Satz: Technischer und chenmischer Schwachsinn. Sulfat, auch Bleisulfat, gehört je nach Ladezustand in eine Batterie, das zu „lösen“ ist kontraproduktiv.
Dritter Satz: Verschwurbeltes Dummgelaber ohne echten Hintergrund.
„…Eine Bleisäurebatterie enthält im Schnitt zwischen 8 und 10 Litern Flüssigkeit im Konzentrat 37% Schwefelsäure…“
Donnerwetter, ich wußte gar nicht, daß man 8-10 Liter in eine Autobatterie reinkriegt… Die Angabe „im Konzentrat“ zeigt, daß man seit der Mittelstufe keine Chemie mehr hatte…der Ausdruck alleine disqualifiziert. Entweder gebe ich eine Stoffmengenangabe oder eine Angeabe in Gewichtsprozent.
„…Diese umweltgefährdende Flüssigkeit aus den alten Batterien und dem abgenutzten giftigem Blei müssen zu Lasten unserer Umwelt teuer entsorgt werden…“
Falsch. Gerade das Recycling von Blei und H2SO4 ist ein ausgereifter und umweltschonender Prozeß.
"…Füllmengen:
Batterien der Stärke bis zu 100 Ah werden jede Zelle mit 0,20 ml befüllt, bei größeren Batterien 0,33 ml pro Zelle. "
Das ist aber schön ergiebig, man braucht ja nur sehr wenig…
„Beispiel:
Sie haben eine 200 AH Batterie mit sechs Zellen, die erforderliche Füllmenge wird wie folgt errechnet:
200 Ah x 0,33 ml = 66 ml x 6 (Zellen) = 396 ml = 4 Flaschen.
300 Ah x 0,33 ml = 99 ml x 6 (Zellen) = 594 ml = 5 Flaschen.“
JETZT läßt man die Katze aus dem Sack. Die Angaben oben gelten je Ah. Und dann kostet es richtig fett Kohle. Schöne Abzocke, nichts weiter.
Dann kommen zwei sogenannte Referenzen.
Einmal hat der TÜV geprüft. Schön für den TÜV. Was dabei rausgekommen ist, verschweigt man. Der TÜV ist nur Auftragsnehmer, der prüft auch Zyankali als Nahrungszusatz, wenne s verlangt wird. Natürlich mit entsprechendem Ergebnis, DAS wird aber meist verschwiegen. „TÜV-geprüft“ bedeutet nichts, nada, niente…
Und daß das Institut in Solingen geprüft hat uist auch toll, aber es werden nirgendwo Aussagen zur Wirkung gemacht. Nur daß man beim Anfassen der Flasche nicht tot umfällt. Daraus kann man schließen: Dieses Wundermittel schädigt nichts, außer ihre Brieftasche.
Gruß
BeLa
http://de.wikipedia.org/wiki/Bleiakkumulator#Lebensd…