Unter mir ist eine Familie mit Kindern eingezogen.Durch die Hellhörigkeit des Hauses(Baujahr ca 1990) bekomme ich wirklich jeden Schritt oder die laufenden spielenden Kinder mit als währen sie in meiner Wohnung.Muss ich das hinnehmen oder muss mein Vermieter die Wohnung besser gegen Lärm isolieren?Ist auf Dauer echt nervig in der eigenen Wohnung keine Ruhe zu haben!!!
Danke im Vorraus
Gruss das Narbengesicht
wenn du noch nicht im mieterverein bist, dann solltest du das rasch machen und zwar einen, bei dem durch eine kleine zusatzprämie gesichert ist, dass du auch rechtsschutzversichert für mietangelegenheiten bist. dann musst du aber eine wartezeit abwarten (kleingedrucktes), weil nur das rechtschutzversichert ist, was als problem nach dieser wartezeit auftritt.
du kannst also nicht jetzt sofort zum mieterverein gehen und dann glauben,dass du rechtsschutz hättest! ich meine früher wäre die wartezeit 3 monate oder so gewesen. nachschaun! also dich jetzt erstmal in aller ruhe rechtsschutzversichern, den lärm ertragen und genau dokumentieren.
und dann natürlich erstmal mit der familie sprechen und überlegen, ob nicht alleine schon ausrollteppiche viel vom lärm nehmen.
warum ich oben das gesagt habe, dass du unbedingt rechtsschutz für mietsachen sein solltest, weil du einen sehr hohen rechtsschutz auch für gutachterleistungen haben musst, denn lärm und geruch ist was vom schwierigsten und ohne eine rechtsschutzversicherung mit sehr hoher deckungssumme, kannst du das finanziell in der regel nicht schultern, dass geht in viele tausende!
also jetzt erstmal für einen hohen mietrechtsschutz sorgen, ohne jetzt schon, beim mieterverein bzw der rechtsschutzversicherung den lärm anzusprechen. es könnte ja auch sein, dass ihr euch daran gewöhnt.
auch ihr könntet dicke teppiche ausrollen, das bringt dann bei euch auch schon was.
das hier erstmal für’s erste!
gruß
Vom Vermieter kann man in diesem Fall nichts machen. Wie soll er das auch regeln. Man kann nur mit den unteren Mietern gemeinsam eine etwas erträglichere Lösung suchen. Ich kann da nur den Tipp geben, die unetren Mieter mal einzuladen und Ihnen den „Lärm“
vorzuführen. Wenn man nur den Lärm moniert können diese
ihn meist nicht nachvollziehen.
Gutes Gelingen wünsche ich !
Hallo,
muss nicht in den Mieterverein,bin über die Advo-Card seit 6 Jahren privat unter anderem Mietrecht versichert.Also was soll ich dann in Richtung Anwalt tuen?Weil ich rolle bestimmt keine Teppiche aus wie ein Vorbeter nur damit ich das spielen der Kids nur noch halb so laut höre.Und reden muss ich nicht mit den Nachbarn,es ist ja nicht so das die sonderlich laut sind und spielen kann man Kindern eh nicht verbieten.Das Problem sind einfach die dünnen Wände und die müssen Lärmschutzisoliert werden.
Danke für die Antwort
Hallo,
erstmal danke für die Antwort.Deine Argumentation in Richtung Vermieter verstehe ich nicht.Was soll er machen???Er MUSS doch gewährleisten das seine Mieter in dauerhaft zumutbaren Umständen leben.Und wenn ich die Nachbarn hole und es ihnen vorführe weiss ich jetzt schon die Antwort…„wir haben selbes Problem mit ihnen und unteren Nachbarn“.Es ist jeder Mieter in der Wohnung des anderen zu hören,ich höre meine Nachbarn nur häufiger als die mich,da wir zwei berufstätige Erwachsene in der Wohnung haben und die 2 arbeitslose Erwachsene und 2 Kinder.Naja momentan ist eh Ruhe,die sind gestern in den Urlaub 4 Wochen Türkei.Aber von da kommen sie ja auch mal (leider) wieder
ich kann nur aus der erfahrung vieler, vieler mietrechtsprozesse raten, erstmal NICHT zum anwalt zu gehen, sondern nach praktikablen gemeinsamen lösungen oder gleich nach einer neuen wohnung zu suchen. lärm und geruch ist was vom schlimmsten, da kannst du monate- und jahrelang prozessieren und nix außer nerven gelassen haben. deine einstellung, gar nix ändern zu wollen, ist bestimmt nicht produktiv. so ist das leben eben, vorher ne ältere dame oben oder unten drinne gehabt, die mensch nie gehört und die nie gestört hat, dann einzug von jemandem mit trimmdichgerät oder ne junge familie mit säugling oder ne familie mit spielfreudigen kindern oder ne musiklehrerin oder ein musikinstrumentelernender — und nichts ist mehr wie zuvor. in so einem prozess wirst du NIE erreichen können, dass ein vermieter im sinn von dir nachbessert, du wirst allerhöchstens erreichen können, dass deine miete etwas reduziert wird! wie lange wohnst du überhaupt in deiner wohnung, die jetzt den erhöhten schalleintrag abkriegt?
Hallo Scarface…
in diesem Fall zu helfen ist schwierig. Kinderlärm in Wohnungen, so politisch gewollt, ist hinzunehmen. Andererseits besteht für das Haus sicherlich Bestandsschutz, sodaß der Vermieter sich nicht an die Richtlinien der DIN 4109, Schallschutz im Hochbau. Sollte jedoch das Gebäude mit teilweise öffentlichen Mitteln einmal bereits saniert worden sein, hätten die o.g. Richtlinien beachtet werden müssen.
Wie dem auch sei, hier kann man nur mit der einfühlsamen Methode weiterkommen, d.h. Gespräch mit dem betreffenden Mieter, ggf. Teppche auszulegen oder bestimmte Ruhezeiten einzuhalten oder die Kinder auf bestimmte Zimmer zu (teilweise) zu beschränken o.ä.
Aus meiner Erfahrung hilft eine freundliche Einladung zu einer Tasse Kaffee um gemeinsam die gegenseitigen Interessen abzustimmen. Andereseits hilft auch ein Gespräch mit dem Vermieter, auf die Familie hinsichtlich des Lärms hinzuwirken. Sie müssen sich klar darüber sein, daß Sie am kürzeren Hebel sitzen.
Ansonsten hilft nur Umzug - leider-.
M.f.G. Dr.F.
Hallo Scarface1978,
leider bin ich mir bei der Schallisolierung nicht ganz sicher. Ich habe aber mal gehört, dass die Schallisolierung, wie sie zur Zeit des Baujahres Standard war, maßgebend ist. Für den Vermieter wäre es ein enormer finanzieller Aufwand, ständig nach aktuellen Maßstäben neu zu isolieren. Die Mieter müssten dies dementsprechend alle Jahre wieder akzeptieren etc.
Da kann man - so lange es in der Nachtruhe leise bleibt - wenig machen. Eine Möglichkeit bliebe allerdings noch. (Ist auch sozial am ehesten zu vertreten.) Einfach mal anklingeln und Bescheid sagen, dass der Lärm bis in deine Wohnung dringt. 
Bis neulich hatte ich ein sehr ähnliches Problem. Es hat sich durch ein kurzes Gespräch mit dem anderen Mieter nahezu in Luft aufgelöst.
Hoffentlich renkt es sich bald wieder ein.
Viel Erfolg und auf eine gute Nachbarschaft.
mfg, Reinecke
Ja, wenn der Schallschutz den regeln im Baujahr entspricht, braucht der Vermieter normalerweise nichts machen.
1)-> Ich halte auch eine Gespräch für die beste Lösung. In München gibt es zur Zeit als Modellprojekt eine „Stelle für Gemeinwesenarbeit“, die kann man in schwierigen Konflikten auch um Unterstützung (Mediation) bitten. Auch verschiedene freiberufler und Institutionen bieten Mediation.
2)-> Einen Rechtsstreit würde ich nicht anfangen, leider ist in anderen Wohnungsangelegenheiten meine Erfahrung, dass die dortigen Rechtsanwälte gerne in längere Streitigkeiten hineinhetzen, weil sie dann mehr Honorar kriegen.
3)-> Wenn der Lärm OBJEKTIV sehr laut ist und in den Ruhezeiten, dann wäre die Hausverwaltung oder, wenns die nicht gibt, der Vermieter, anzusprechen, dass er die Einhaltung der Hausordnung fordert.