Hallo…
ich hätte da mal eine Frage bezüglich einer angebl. Lärmbelästigung meines Hundes. Provoziert durch vermehrtes Verkehrs- als auch Personenaufkommens im privaten Wohnviertel.
Also auch eine Frage über eine Lärmbelästigung die sich für mich darstellt, verursacht durch intolerante Nachbarn
Sachverhalt:
Drei private Wohnhäuser, die von der Entfernung her sehr eng zusammenstehen. Somit bildet sich ein äusserst ungünstiger Winkel, der eine Schallwirkung noch fördert.
Zudem führt eine vielbefahrene Bundesstrasse, als auch eine Bahnstrecke, knapp an den Häusern vorbei, wo es zeitweise zu Staus kommt, bedingt durch heruntergelassene Bahnschranken.
Mein 6 Jahre alter Golden Retrieverrüde hat 4 Jahre seines Lebens in völliger Eintracht am angrenzenden Grundstück mit mir gelebt.
Das ältere Ursprungshaus wurde seiner Zeit durch ein älteres Ehepaar bewohnt, das restliche Grundstück war ein Hühnerhof.
Da die Herrschaften älter wurden, verschwand der Hühnerhof, und die Tochter sowie Schwiegersohn errichteten dort ein Wohnhaus.
Auch da war absolut noch alles in bester Ordnung.
Nachdem das ältere Ehepaar verstarb,wobei zu bemerken ist, dass mein Hund im Aussenaufenthalt sie nie verbellt oder angebellt hat, änderte sich alles.
Die Tochter, die im Angestelltenverhältnis bei einem Steuerberater tätig ist, diese Tätigkeit im häuslichen Bereich ausübt, erhielt von jetzt auf gleich Unmengen an Mandanten die in Abständen von 15 - 20 Minuten auf den Hofplatz gefahren kamen.
Nun verhält es sich so, dass meine Terrasse mal grad 2.30 Meter von deren Hofplatz / Auffahrt zur Garage entfernt ist. Und ein Aufhalten auf besagter Terrasse z. sonnen, lesen , relaxen durch ewiges Autotürenschlagen, Hingucken auf die Terrasse und Auspuffabgasen schier unmöglich wurden.
Ich schwieg, um das gute nachbarschaftliche Verhältnis nicht zu gefährden, auch wenn ich mich innerlich ärgerte.
Selbstverständlich hat mein Hund es total anders gesehen. Jeder neue „Eindringling“ wurde sofort laut verbellt. Kaum hatte ich ihn zur Ruhe gebracht, kam der Mandant wieder zum Auto zurück und das Szenario ging von vorn los.
Zudem wurde das leerstehende Haus des verstorbenen älteren Ehepaares an eine junge Wohngemeinschaft vermietet. Von dem Tag ab an ,gab es keine ruhige Minute mehr. Es wurde ein Bundeswehrzelt auf dem Hofplatz ausgebreitet. Musik in Discolautstärke, so das mir Roberto Blanko durch Fenster zuschmetterte " Ein bisschen Spass muss sein " oder Marianne Rosenberg mir mitteilte " Er gehört zu mir ". ( Nichts besagte Sänger bitte nicht missverstehen )
Die Krönung war die Dreistigkeit eines Mitbewohners der Gemeinschaft, als er meinem Hund, im Abstand von 7 Metern, eine schwarze Katze im Katzenkäfig gehalten vor die Nase hielt. Mein Goldy, sonst ein total ruhiger Hund, flippte regelrecht aus. Seit dem war es so, dass er von da ab jedesmal wütend lauernd, mit gesenktem Kopf an den Zaun stürmte, um die Katze dingfest zu machen. Nichts, wirklich absolut nichts half, um ihm zu beruhigen.
Gleichzeitig machte es sich der Schwiegersohn, der ja der Vermieter zu der Wohngemeinschaft ist, zur Aufgabe: mit dem Wagen bis zur Garade zu fahren, ins Haus zu gehen, wieder rauszukommen, im bundeswehrgerechtem Stechschritt an meinem Zaun und somit an dem Hund vorbeizulaufen. Und was machte Goldy? Laut kläffend, um den vermeindlichen Einbrecher der auf der Flucht zu sein schien, am Zaun rauf und runter zu stellen. Schwiegersohn war zum Briefkasten gegangen. Der , damit es der Postbote nicht so weit hat, an der Strassenausfahrt angebracht ist. Post geholt und flotten Stechschrittes wieder zurück. Wieder besagtes Einbrecher auf der Flucht stellen Spiel vom meinem Goldy.
Gleichzeitig breitete sich die Wohngemeinschaft aus. Plötzlich gabs ein lautes Jubeln ein Kichern, Kreischen, ein Grill hielt Einzug und los ging die Party. Jeden Tag. Dazu die permanent auf den Hof kommenden Nachbarn. Alles in der üblichen Tagesablaufzeit.
Ich war da schon mit den Nerven am Ende. Hielt mich tunlichst nur noch drinnen auf. Und dann kam es zum Höhepunkt. Die Wohngemeinschaft funktionierte den Hofplatz, aus Bequemlichkeit, zum Autoabstellplatz um.
Seit dem ist auf dem Nachbarschaftsgrundstück ständig ein überdimensionaler Autoverkehr. Einer fährt weg, der nächste kommt. Kaum ist der da, kommt noch einer , wohlgemerkt bundesweite Frequentierung. Und was ich noch dazu sagen muss, EGAL ZU WELCHER UHRZEIT.
Nachts um 03.40 werden junge Damen auf den Arm ebenso junger Männer ins Haus transportiert. Die dann am nächsten Vormittags klammheimlich wieder verschwinden. Stört mich ja alles nicht, wenn es nicht ständig mit lautem Jubel und Trubel vonstatten gehen würde.
Ich schwieg dazu. Sagte kein Wort. Ärgerte mich vor mich hin. Dann trat eines Tages besagter Schwiegersohn an den Gartenzaun " auf ein wort ", winkte er mich heran. Mein Hund wäre ja wohl verhaltensgestört und da er auch die Mandanten anbellen würde, wäre das ja nicht so schön. Er gab dann den klugen Hinweis, es wäre doch besser wenn ich auf einem Resthof wohnen täte. Zudem hätte einer der Wohngemeinschaftsmieter als Begründung gemeint, dass er im Schichtdienst arbeiten würde und ihn der Hund nerven täte.
Ich glaub ich muss nicht betonen, dass ich mich gekränkt gefühlt habe. Nein , richtiger, noch jetzt fühle. Zu dem Zeitpunkt war ich viel zu sprachlos, um daraufhin etwas intelligentes von mir zu geben.
Tage später suchte ich noch mal das Gespräch, um das Thema doch noch mal zur Sprache zu bringen. Urplötzlich wurde von Seiten seiner Frau lautstark beteuert " uns stört es doch rein gar nicht, wenn er bellt. mich beruhigt es doch , wenn ich weiss der hund passt auf. und , ärger wollen wir doch überhaupt nicht. "
Sie erwähnte, dass ihr Mann doch Angst vor Hunden hätte etc.
Ich habe ja herausgefunden, dass ein Hund nur zu bestimmten Zeiten nicht mehr wie 10 Minuten am Stück bellen darf, und das nicht mehr als 30 Minuten am Tag. ABER, laut einigen Gerichtsurteilen wird auch dem Hundehalter zugesichert, dass es äussere Einflüsse gibt, die für den Hundehalter nicht vermeidbar sind wo er nicht so schnell reagieren kann, und das dann ein kurzes Bellen auch in den Ruhezeiten durchaus geduldet werden muss. Ein generelles Hundehaltungsverbot gibt es nicht lt. den Statuten.
Bei Rückfrage eines Rechtsanwaltes ergab sich, dass er mir anriet: wenn Rücksichtnahme, dann beide Parteien. Was die Katze anbetrifft ist sie so zu halten, dass sie vom Hund nicht gesehen werden kann und schon gar nicht ihm fast direkt im Käfig auch noch vor die Nase zu setzen. Er wies mich jedoch auch auf die Ruhezeiten hin die schon einzuhalten sind.
Doch: wenn von Ruhezeit gesprochen wird, gilt das doch bitteschön nicht nur für den Hund? Auch für die Nachbarn die sich einen Dr… drum scheren und zu jeder sich denkenden Gelegenheit auch in den Ruhezeiten laut Türen schlagend nach Hause kommen oder wegfahren.
Ich bin dabei meinem Hund anzugewöhnen sich überhaupt nicht um die anderen zu kümmern. Und versuche ein kurzes Ansatzbellen durch ein scharfes " AUS " Kommando zu unterbinden.
Doch wenn sich nachts in den Häuserecken dunkle Gestalten herumdrücken, oder von den Wohngemeinschaftsmietern jemand sich im Dunkeln ohne Aussenlicht an den Wagen aufhält, ist mein Hund auch dazu da, anzuschlagen.? !
Wir gehen jetzt mit grossen Schritten wieder auf das Frühjahr und den Sommer zu. Und ich hatte eigentlich dieses Jahr die Absicht, meine Terrasse in Ruhe nutzen zu können. Das ist derzeit meine Sorge. Wenn es so weiter bleibt, kann ich das vergessen.
So, ich weiss wohl, es ist ein wenig ausschweifend, doch wollte ich es so genau wie möglich darstellen, damit sich jeder ein Bild machen kann.
Kann mir evlt jemand seine Meinung zu der ganzen Sachlag sagen?
Und vielleicht gibt es ja auch jemanden, der mir Auskunft geben kann, wie sich das nun mit dem Hund verhält.
a ) muss ich partys , die am Nachmittag gegen 17 Uhr beginnen, einfach so hinnehmen, dass ich die eigene Terrasse nicht nutzen kann
b) kann es so sein, dass ich tausendmal erstmal mit raschen Blicken das Nachbarschaftsgrundstück sondieren muss, bevor ich meine Goldy schnell mal zum Pippi machen rauslassen kann?
WEIL: kaum ist er draussen, schon kommt wieder ein Auto angefahren und wieder kommt es kurz zum Anbellen.
Ich möchte demnächst nochmals an deren Vermieter der Wohngemeinschaft , besagten Schwiegersohn, in einem freundlichen Gespräch herantreten und folgenden Vorschlag machen:
a ) es gibt für seine Mieter 2 separate Eingänge zur Straßenseite. Die sie dann doch bitte auch nutzen möchten.
b) die Autos, sowohl auch die Autos deren Besucher können sie an der Seite des Mietobjektes abstellen. Wenn sie dann kommen und gehen und was weiss ich noch veranstalten, ist es für mich mit keinem Lärm mehr verbunden und auch mein Goldy kommt wieder zur Ruhe.
c) auch auf die Mandanten möchte ich zur Sprache kommen, zumal dort jetzt ein grosses massives Schild an der Straße angebracht worden ist, dass das Wohnhaus eindeutig als Zweigstelle des Steuerberaters ausweist, für den die genannte Tochter tätig ist.
Ich wollte ihm vorschlagen, an der Einfahrt zu seinem Grundstück eine Kette anzubringen.
Das Abarbeiten der Mandantenunterlagen kann ja auch weiterhin in dem Haus geschehen, jedoch wäre es gut wenn die Mandanten sich die Unterlagen dann im Hauptbüro abholen würden etc.
Es wäre schön, wenn ich doch die eine oder andere Aussage erhalten könnte, wie es jemand anderes sieht. Vielleicht das ich die Angelegenheit doch zu aller Zufriedenheit lösen kann, ohne das gross Ärger aufkommt.
Ganz herzlicher Gruss
Canubi
