Folgendes Problem: sobald es warm wird, fühlt sich eine Gruppe aus der Nachbarschaft berufen, sich vor dem Balkon von X zu setzen. Soweit in Ordnung - allerdings sind sie sehr laut. Besonders eine Frau, die sehr ausfallend schreit.
Das ganze geht von etwa 9 Uhr morgens bis 21 Uhr abends. Die Gruppe sitzt den ganzen Tag dort und unterhält sich lautstark bzw. schreit vereinzelt wirklich vulgär.
Das ist besonders wenn X bei offenem Fenster ausschlafen möchte, sehr unpraktisch. Es ist eine ständige Belästigung gegeben.
Frage dazu: muss man das hinnehmen? Was kann man dagegen tun?
Das Schicksal der Vermieter ist, dass sie auch für Mängel herangezogen werden können, für die sie gar nichts können.
Das übliche Beispiel ist eben die Baustelle vor der Hütte, die mit dem Vermieter ebenso nix zu tun hat.
Leider ist der Vermieter also auch bei der geschilderten Dauerruhestörung zuständig. Hat man Mitleid mit ihm, kann man natürlich auch gleich selbst beim Ordnungsamt oder gar er Polizei anrufen.
Ein Lärmprotokoll wäre in solchen Fällen hilfreich, zumal man hier auch Mietminderungsansprüche geltend machen könnte.
Aber man sollte es natürlich erst einmal im Guten versuchen.
In einem innerstädtischen Bereich sind Menschen nicht wirklich außergewöhnlich.
Der Rat zur Mietminderung ist ein gefährlicher Rat. Das kann richtig teuer werden und letztendlich auch schief gehen.
Wenn überhaupt Aussicht auf Erfolg bestehen sollte, dann nur über das zuständige Ordnungsamt.