also im Frühjahr hab ich mir eine Sammlung von Chilipflanzen gekauft, immer nach Vorschrift gegossen und im vorgeschriebenem Maß mit der Sonne in Kontakt gebracht.
Doe Pflanzen wuchsen auch gut und setzten ordentlich Früchte an, vor deren Schärfe mich ein chilizüchtender Kollege deutlich warnte.
Nach der Ernte die Enttäuschung.
Reife(!) Früchte (Fireball und Vulcano) vorsichtig gepflückt und aufgeschnitten. Vooooorsichtig mit einem Finger eine Winzigkeit der Flüssigkeit auf die Zunge getippt und gewartet und gewartet und gewartet und nichts passierte. Mutig geworden schnitt ich ein kleines Stück ab und steckte es in den Mund. Der typische Geschmack von Paprika war zu vernehmen, mehr nicht.
Man konnte die Früchte essen wie besagter Paprika, meine Jungs und einige andere Leute bestätigten mir diesen Eindruck, sodaß er nicht auf Verhornung meiner Zunge zurückzuführen ist.
Die restlichen Früchte hab ich hängen lassen um zu schauen, ob die Schärfe sich doch noch einstellt - keine Veränderung mit der Zeit.
wenn ich diese Seite richtig interpretiere, hast du die Schoten zu spät geerntet und den pösen Peroxidasen Zeit gegeben, das Capsaicin zu verknuspern. Zu früh könnte auch sein, halte ich aber jetzt um diese Jahreszeit eher für unwahscheinlich. So schlecht war der Sommer ja auch nicht, das es gar keine Sonne gegeben hätte.
hast du die
Schoten zu spät geerntet und den pösen Peroxidasen Zeit
gegeben, das Capsaicin zu verknuspern.
hm, zum einen wird dort von geringem Schärfeverlust gesprochen, aber bei mir war Totalausfall bzgl. Schärfe, zum anderen hab ich ja schon vor Wochen die ersten Exemplare, kaum daß sie rot wurden, geerntet und die anderen hängen lassen, hoffend, daß sich da noch was tut. Aber Pustekuchen
Jetzt weiß ich nicht, ob meine Exemplare mehrjährig sind, aber sie werden bald frostfrei gestellt und vielleicht gibt es nächstes Jahr bessere Ergebnisse.
Danke jedenfalls für die Seite, die werd ich mir bei Gelegenheit genauer anschauen.
Danke jedenfalls für die Seite, die werd ich mir bei
Gelegenheit genauer anschauen.
Ich bitte drum und rate das auch allen anderen geneigten Lesern. In der Rubrik Chilli-Fun habe ich gerade ein paar nette Einträge gefunden, von denen mir einige bereits die (Lach)Tränen in die Augen getrieben haben. Netter Zufallsfund, den ich da gemacht habe…
Also so ganz theoretisch:
Wozu sind die scharfen Stoffe in der Chili drin?
Ich denke, zur Abwehr von Schädlingen, vor allem, wenn die Pflanze schwach ist.
Und das ist wohl auch der Trick (klappt bei meinen Radieschen immer unbeabsichtigt): Stress führt zu mehr Schärfe.
Ungleichmäßig gießen und düngen z.B.
Wie man Schädlingsbefall simulieren kann, darfst Du Dir selber ausdenken
Aber ich würde sagen: Deinen Pflanzen ging es zu gut.
Grüße
kernig
hast Du mal mit dem Züchterkollegen gesprochen (was er so macht…)
ansonsten: vllt. war es heuer einfach zu „pflanzenfreundlich“ (kühl und feucht) - v.a. wenn ich an das Wetter/Klima der „typischen“ Chili-Scharfessen-Hitze-Sombrero-Länder denke (Mexiko, Spanien, Südostasien)…
neues Jahr, neues Glück - und dann trocken(er) halten und viel viel Sonne…
Reife(!) Früchte (Fireball und Vulcano) vorsichtig gepflückt
und aufgeschnitten.
Der typische Geschmack von Paprika war zu vernehmen, mehr
nicht.
Verkehrte Welt.
Ich habe (vor zwei/drei Jahren) genau die gegenteilige Erfahrung gemacht: Eigentlich sollten es Paprika werden (Samen aus handelsüblichen runden, großen Gemüsepaprika), raus kamen kleine, spitze extrem scharfe Chilies.
Wunderbar! Ich hab mich darüber gefreut.
ich kenne diese Seite seit Ewigkeiten. So ziemlich alles, was mit Chili zusammenhängt, bestellen wir dort seit Jahren (Sammelbestellungen von Gleichgesinnten, die Preise, speziell die Versandkosten sind leider recht exorbitant).
Und die Gärtnertips sind wirklich erprobt. Sehr empfehlenswerte Seite.
die jeweils schärfsten Chilis einer Pflanze haben schon recht oft hierzulande im Vergleich zu den weniger bis (wenn man Pech hat, wie du) total laffen Dingern einen Anteil von 10% und manchmal auch darunter.
So ähnlich verhält es sich übrigens mit den im Gemüsehandel (bes. dem türkischen und dem asiatisch-indischen) gekauften Exemplaren. 9 Schoten einer Sorte geschnippelt ohne jedes Problem und bei der 10. bin ich auf einmal blind.
Ich vermeide diese Enttäuschung bei der Ernte meiner Balkonpflanzen, indem ich einfach gleich von vorneherein die Mörder aussäe. In meinem Fall sind das dann Scotch Bonnet und Habanero. Viele von denen sind gerade noch so roh geniessbar, einzelne bringen selbst bei vorsichtigster Verabreichung einen Ochsen ins Grab. In eben ähnlicher prozentualen Verteilung. Dann kann ich also 90% gerade noch eben essen rein rechnerisch Man weiss leider nie, welche, bis man sie probiert hat.