Lage der Bauern in China

Ich werde im Fach Geschichte eine GFS (Referat, welches wie eine Klassenarbeit zählt) halten und zwar zum Thema der Lage der Bauern in China.

Nun meine Frage:
Welche Themen sollte ich beleuchten?
Welche mehr und welche weniger?

Bisher habe ich diese Themen:
-Wie konnte es dazu kommen?
-Wer war daran „schuld“?
-Warum konnte es soweit kommen?
-Beispiele der Gewaltbereitschaft
-Wie sich die Bauern wehren
-Besserungen
-Bsp. für große Gegner/ nicht-Gegner
-Informationen zum Buch „Die Lage der Bauern in China“

Wenn dann noch jemadn Vorschläge hätte, wie ich den Vortrag aufbauen sollte wäre das Klasse, bisher dachte ich an eine Art „Zeitleiste“, welche die Abläufe in ihre Jahreszahlen eingliedert.

Wer sonst noch irgendwelche Informationen zu den Bauern in China hat - Ich bin für alles dankbar!!!

Wie die kommunistische Partei die Bauern befreit
Hallo, Philipp

Weshalb behandelt dein Lehrer das AKTUELLE Thema zur Lage der Bauern im Fach Geschichte?

„… Der Aufbau einer dominanten städtischen Gesellschaft hat in Europa im Mittelalter stattgefunden,
der Umbau von einer landwirtschaftlichen in eine industrielle Gesellschaft im 19. Jahrhundert. Obwohl
China bereits Städte kannte und eine Hochkultur entwickelte, als man in Europa noch in Höhlen wohnte
und sich die Köpfe mit Steinen einschlug, haben Industrialisierung und Verstädterung in China noch bei
weitem nicht den selben Zustand erreicht wie bei uns. Und genau wie hier ist der Umbau, euphemisch
Umstrukturierung genannt, brutal und ungerecht. …“
http://www.brainworker.ch/China/

„… In China ist ein neuer Kampf um Grund und Boden entbrannt. Schlägertrupps vertreiben Bauern von
ihren Feldern, damit Unternehmen die Rohstoffe ausbeuten können. …“
http://www.zeit.de/2006/11/chin__Bauern

„… Einst wollte die kommunistische Partei Chinas die Bauern befreien, jetzt behandelt sie sie wie
Leibeigene. Auf dem Land ist die Hauptstadt weit entfernt und die Fantasie der raffgierigen Kader
unbegrenzt, wenn es um die Erfindung neuer, illegaler Abgaben geht. Wer einen Herd hat, muss
Rauchsteuer zahlen, wer heiratet, Liebessteuer, wer sich weigert, Benimmsteuer. Als die Autoren Chen
Guidi und Wu Chuntao in Chinas Kornkammer Anhui recherchierten, zählten sie mehr als 90 Abgaben,
die die Bauern hier an 24 Regierungsstellen zahlen mussten. …“
http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/kultu…

Gruss
Adam

Hallo Philipp,
Du sollst ein Referat im Fach Geschichte halten und nicht eine politische Propagandarede, also ist es wohl angebracht, die historische Entwicklung der heutigen Lage darzustellen. Stichworte:

1842 - 1850 über 100 größere lokale Bauernaufstände
1851 Jintian-Aufstand / Taiping-Revolution
1861 - 1863 Aufstand in Shandong und Henan unter Führung des ‚Schwarzen Banners‘
1898 - 1900 Yihetuan-Aufstand / ‚Boxer‘ mit Schwerpunkt Shandong und Zhili (Hebei)
1902 Erneute Aufstände in Zhili und Guangxi
1911 Aufstände in Sichuan, Hunan, Hubei und Guangdong; schließlich Wuchang-Aufstand in Hubei, der zum Sturz der Qing führte.
1927 Herbsternte-Aufstand in Hunan, vgl. http://www.infopartisan.net/archive/maowerke/hunan0.htm

Wichtigster Einschnitt: die Bodenreform von 1949-1952, unmittelbar nach dem Sieg der Kommunisten - 300 Millionen ehemaligen Pachtbauern werden 47 Millionen Hektar enteigneter Großgrundbesitz zugeteilt

1958 - 1961 Zwangskollektivierung

ab 1978 ‚neue Linie‘ eingeleitet durch Deng Xiaoping

-Informationen zum Buch „Die Lage der Bauern in China“

Ich nehme an, Du meinst ‚Zur Lage der chinesischen Bauern‘ ISBN 386150765X Buch anschauen Gute Quelle zur aktuellen Lage - nur sollte man sie auch korrekt benennen.

Um sich nicht nur auf diese Quelle zu beschränken, wäre es vielleicht sinnvoll, die Vorgänge 1999 in Daolin / Hunan etwas zu recherchieren und darzustellen (vgl. http://query.nytimes.com/gst/fullpage.html?res=9D0DE…) oder auch Dongzhou / Guangdong 2005 (guter Einstieg: http://en.wikipedia.org/wiki/Dongzhou_protests_of_2005).

Freundliche Grüße,
Ralf

P.S.: Es wird hier und auch anderswo gerne gesehen, wenn man auch bei schriftlichen Anfragen ein Mindestmaß von Höflichkeit aufwendet. Also sich z.B. die Mühe macht, eine Anfrage mit einem Gruß einzuleiten und abzuschließen. Insbesondere, wenn man etwas haben möchte.