Lagerfähigkeit Diesel?

Hallo,

ein Notstromerzeuger (jaja, ist nicht wirklich ein Gerät mit „Vier- und Mehrrädern“, aber hier passt die Frage m.E. am besten) hat einen 100l Dieseltank.
Der wird alle 3 Monate für 15min geprüft.
Dabei verbrennt er gerade mal ca. drei Liter.
Der Diesel im Tank wird also uralt werden.

Kann das gut gehen?

Ich meine, da ist ja hete auch Biodiesel beigemischt. Kann das so stabil sein wie mineralischer Diesel?
LiquiMoli spricht von Verkeimungsgefahr für Lagertanks und bietet einen Zusatzstoff zur Vorbeugung an.

Oder sollte man für diesen Zweck ausnahmsweise mal Luxus-Diesel kaufen?

Hat da jemand Erfahrungen?

Hallo,

andere Idee: Fährst Du - oder jemand aus Deinem näheren Umfeld - ein Diesel-Fahrzeug? Dann würde ich den Tank des Gerätes möglichst leer lassen und zusätzlich mehrere 20L-Kanister Diesel (natürlich getrennt) lagern. Die kann man dann alle halbe Jahr oder so erneuern.

Noch eleganter wäre natürlich, wenn man den Tank regelmäßig entleeren und mit frischem Kraftstoff wieder aufzufüllen könnte. Nicht dass dem Aggregat der Kraftstoff ausgeht, wenn es doch mal unverhofft über mehrere Stunden dauerhaft gebraucht wird. Die Existenz des Gerätes sowie die Größe des Tanks haben sicherlich ja seinen Grund.

Beste Grüße
Guido

Hallo,
suche mal unter „Dieselpest“. Es ist auch normaler Diesel betroffen, nicht nur Bio-Diesel.
Falls der Tank nicht in einem beheizten Raum ist, dann muss auch die Paraffin-Ausflockung bei Frost beachtet werden.
Für meinen Traktor habe ich bisher ein 200 Liter Stahlfass vom Brennstoffhändler füllen lassen und dann mit Handpumpe getankt. Eine Füllung hielt ca 2 Jahre und es gab keine Probleme mit Dieselpest. Es kann, aber muss keine Probleme geben mit Verkeimung.

mfG hankoc

Hallo,

es kann, muß aber keine Probleme mit der Verkeimung geben, ich würde den Kraftstoff so kühl als möglich lagern.

Nimm doch mal eine Probe vom Tankboden mit einem Saugrohr oder ähnlcuhem, ohne aufzuwühlen, dann weißt Du wie es unten aussieht.

Wir haben das Problem im Sommer bei einem Gelenkomnibus gehabt, da mußten die Tanks zum Spülen herausgebaut werden, weil das Ansaugsieb im Tank zuging und der Motor spuckte.

MfG

Das mit dem Umfüllen/Erneuern wäre ein Mordsarbeit, da es nur Kanisterweise mit ner Handpumpe in einer verwinkelten Ecke geht.
Alleine das Nachfüllen ist schon blöd, weil irgendein Hanswurst den Tank an einer unmöglichen Stelle eingeplant hatte.

Nicht dass dem Aggregat der Kraftstoff ausgeht, wenn
es doch mal unverhofft über mehrere Stunden dauerhaft
gebraucht wird. Die Existenz des Gerätes sowie die Größe des
Tanks haben sicherlich ja seinen Grund.

Ist ein 30kW Kirsch Knurz Notstromaggregat mit nem Hatz-Diesel. Versorgt werden zwei Grundwasserpumpen und ein Serverraum (welcher mit USV etwa 30min Überbrückung hat, dann spätestens muss der Hatz ran, der springt aber sehr gut an und ist nach spätestens 1min auf Volllast). Ja, der hat seinen Grund. An den Servern hängen hunderte Arbeitsplätze dran.

Dieselpest war ein gutes Stichwort, meine Vermutung, dass durch Biodiesel Beimischung das Problem verstärkt wird, hat sich in einigen Artikeln auch bestätigt.

Der Tank ist frostsicher in einem Keller, ich werde mal Shell anschreiben, die sollten mir näheres zur Lagerfähigkeit sagen können.

(Ich würde mich aber zu Tode schämen, wenn mich jemand dabei beobachtet, V-Power zu kaufen. Ich persönlich halte Luxus-Sprit für PKW Motoren für absolut lächerlich. Aber wenn es Leute gibt, die für ne Flasche Mineralwasser 10€ ausgeben…)

LiquiMolys Diesel Entkeimungs-Additiv habe ich jetzt mal bestellt, Schaden wird es wohl nicht, wenn es einem PKW/Wohnmobil Motor nichts ausmacht, wird es einem grundsoliden Stationärmotor auch nichts anhaben können.

Natürlich wäre das regelmäßige Abpumpen/Wechseln wohl das Optimum, aber dann würden wir uns wohl noch ne extra Abzapf-Leitung zum Tank legen. ICH würde mir das jedenfalls nicht antuen. Die 100l Diesel
wegzubekommen wären kein Problem - das Ganze ist bei einer Spedition angesiedelt.

Moin,

ein paar Gedanken dazu, das meiste wurde ja schon geschrieben.
Wichtig ist, daß sich im Tank kein Wasser sammeln kann.
Unser Brennstoff-Papst hält grundsätzlich erstmal garnichts von Additiven, die machen nur die Hersteller reich.
Bei Bakterien im Diesel allerdings sind Additive manchmal erforderlich. Allerdings nicht prophylaktisch, weil sich die kleinen Krabbeltierchen dran gewöhnen und immun werden. :smile:

Was wäre denn, wenn der Hatz nicht vierteljählich, sondern in kürzeren Zeitintervallen geprüft wird? Ich kann mich erinnern, die Rettungsbootsdiesel jede Woche ausprobiert zu haben.

Zum Thema Zirkulations/ Entnahmeleitung: Wenn da tatsächlich soviele Arbeitsplätze dran hängen sollte der Unternehmer eventuell doch über eine zusätzliche Rohrleitung nachdenken.

Und nun noch was anderes, aber dazu müsste man die Gegebenheiten kennen: Du schreibst Spedition. Habt Ihr keinen Tank aus dem die LKW bebunkert werden und könnte man von dem nicht auch den Hatz direkt versorgen und den 100 l-Tank ausser Betrieb nehmen? So hätte der kleine immer frischen Sprit.

Gruß

heavyfuel

ein paar Gedanken dazu, das meiste wurde ja schon geschrieben.
Wichtig ist, daß sich im Tank kein Wasser sammeln kann.

Luftdicht verschließen geht ja nicht, eine Belüftungsstutzen ist am Tank und muss da auch bleiben.
Bleibt Wassereintrag durch das „Atmen“ - Ausdehnen und Zusammenziehen der Luft im Tank durch Temeperaturwechsel.

Unser Brennstoff-Papst hält grundsätzlich erstmal garnichts
von Additiven, die machen nur die Hersteller reich.

Ich ergänze: von ZUSÄTZLICHEN Additiven. Vernünftiger Kraftstoff hat doch immer schon ein paar Zusätze drin, soweit ich weiß.

Bei Bakterien im Diesel allerdings sind Additive manchmal
erforderlich. Allerdings nicht prophylaktisch, weil sich die
kleinen Krabbeltierchen dran gewöhnen und immun werden. :smile:

Ein richtig dosiertes Desinfektionsmittel macht hammerhart alles platt, da bleiben keine Keime mehr übrig, die Resistenzen entwickeln.
Zumindest gilt das im medizinischen Bereich bei Desinfektionsmitteln: Volle Dosierung oder bleiben lassen. Nichts ist gefährlicher als über längere Zeit halbherzig zu dosieren.

Was wäre denn, wenn der Hatz nicht vierteljählich, sondern in
kürzeren Zeitintervallen geprüft wird? Ich kann mich erinnern,
die Rettungsbootsdiesel jede Woche ausprobiert zu haben.

Um nennenswerten Durchsatz zu haben, müsste das praktisch wöchentlich gemacht werden. Zudem sollte man dann nicht allzu regelmäßig nachfüllen, sondern z.B. erst bei 75% Tankfüllung. Dann erreeiche ich die bessere Erneuerung.

Zum Thema Zirkulations/ Entnahmeleitung: Wenn da tatsächlich
soviele Arbeitsplätze dran hängen sollte der Unternehmer
eventuell doch über eine zusätzliche Rohrleitung nachdenken.

Nun, zunächst mal haben wir die USV.
Die alleine puffert beim bisherigen Auslastungsgrad etwa 50min ab.
Längere Ausfälle sind sehr unwahrscheinlich - aber natürlich denkbar.
Mit dem Grundwasser bekommen wir nach etwa 10h ein massives Problem, aber dann hat der Wachdienst schon den Technikalarm bekommen.
Der Diesel ist ein Notnagel für den unwahrscheinlchen Fall der Fälle.
Aber trotzdem:
Er ist da und er soll, wenn bezahlt, auch sicher funktionieren.
Zum Anschauen und Bestaunen war der zu teuer.

Und nun noch was anderes, aber dazu müsste man die
Gegebenheiten kennen: Du schreibst Spedition. Habt Ihr keinen
Tank aus dem die LKW bebunkert werden und könnte man von dem
nicht auch den Hatz direkt versorgen und den 100 l-Tank ausser
Betrieb nehmen? So hätte der kleine immer frischen Sprit.

Leider nicht an diesem Standort.
Der nächste Dieseltank hat zwar 30m³ - ist aber 2km Luftlinie weit weg.

Ich habe momentan Anfragen an Kirsch und Shell am laufen, die sollten die Erfahrungswerte haben.

Fakt ist, dass der Generator 25 Jahre auf dem Buckel hat, der diente eigentlich nur der Notstromversorgung einer Umschlaghalle (Pumpen und Notlicht), welche jetzt nur noch Lagerhalle ist und in deren Kellerraum von dickem Stahlbeton umgeben der Serverraum neu eingerichtet wurde.
Der Diesel wurde in den ersten Jahren regelmäßig zur Probe angemacht, aber das wurde irgendwann eingestellt und er wurde vergessen.
Bei Vorfinden voriges Jahr befand sich nur ein Rest „Diesel“ (mehr so eine Art Schlamm) im Tank. Die Einspritzpumpe war vergammelt und der Starterakku vollkommen ausglaugt.
Nun ist der Tank gereinigt, die Pumpe erneuert, das Öl gewechselt und die Elektrik gewartet worden und das Kätzschen schnurrt wieder (genau genommen macht der einen Höllenlärm in dem 5m² Raum (keine Sorge, aktiv belüftet).
Auf dem Betriebsstundenzähler stehen momentan gerade mal 35h an.
Also ein regelrecht neuer Motor.

Hallo!

Ich schreibe mal paar Sachen, die mir gerade einfallen:

Habt ihr einen Heizöltank im Gebäude ?
Rechtlich weiss ich nicht, da müsstest Du dich mal schlau machen,
das wäre aber techn. das beste und einfachste.

Ansonsten, wo ich früher gearbeitet habe, gab es ein Notstromaggregat, das war Bj. 1928, das wurde jede Woche eine Stunde laufen gelassen.
So im Jahre 1991 hat es den Motor dann komplett zerlegt, und dann meinte man, man braucht sowas nicht mehr.

Stromausfälle sind bei mir in den letzten 3 Jahren zweimal vorgekommen, auch über ja so 2 Stunden. Ein LKW hat einen Strommast umgefahren, und die Baggerfahrer halt… Also sowas kann wirklich immer passieren.

Weiterhin würde ich raten, Diesel ohne Bio-Anteil zu benutzen,
besser ist das sicher in dem Fall.

Und vielleicht,
könntest Du den Tank komplett stillegen, oder reinigst den, konservierst den bis zun nächsten Notfall,
und betreibst die Anlage aus 20-Liter-Blechkanistern.
In der DDR gab es da auch solche Adapter mit Leitungsanschlüssen.
Da müsste man sehen, wie man das mit dem Entlüften hinbekommt,
oder baut gleich auf Einrohrbetrieb um, wie bei der Ölheizung,
also ich würde das sicher hinbekommen, mit etwas nachdenken,
oder das so bauen, dass man die Kanister mit Saugbrücken koppeln kann…

Kannst Dir ja 5 solcher Kanister daneben hinstellen, die sind auch luftdicht , athmen also nicht,
und nach 3 Jahren schüttest Du den Diesel in einen LKW, und befüllst die neu.

Ach nochwas, was vielleicht wichtig wäre,
startet das Aggregat automatisch, oder wird das manuell gestartet?
Ist immer eine Person anwesend?

Grüße, Steffen!

Hallo!

Ich schreibe mal paar Sachen, die mir gerade einfallen:

Habt ihr einen Heizöltank im Gebäude ?

Gas.

Rechtlich weiss ich nicht, da müsstest Du dich mal schlau
machen,
das wäre aber techn. das beste und einfachste.

Heizöl darf für den Zweck Notstromversorgung vorgehalten werden. Aber nicht, wenn dieser Motor regelmäßig (zum Beispiel zum Webbügeln von Lastspitzen) benutzt wird.

Stromausfälle sind bei mir in den letzten 3 Jahren zweimal
vorgekommen, auch über ja so 2 Stunden. Ein LKW hat einen
Strommast umgefahren, und die Baggerfahrer halt… Also sowas
kann wirklich immer passieren.

Eben - zumal das Aggregat ja schon vorhanden war.
Dann wäre es ganz schön dämlich, das Teil nicht zu reparieren.

Weiterhin würde ich raten, Diesel ohne Bio-Anteil zu benutzen,
besser ist das sicher in dem Fall.

Hat V-Power keinen Biodiesel zugemischt? Das wäre ja meine Hoffnung, aber Shell hat noch nicht geantwortet.

Wie sieht es bei Heizöl aus? Ist das noch Bio-frei?

Ach nochwas, was vielleicht wichtig wäre,
startet das Aggregat automatisch, oder wird das manuell
gestartet?

Natürlich automatisch. Das wäre sonst kaum praktikabel.

Ist immer eine Person anwesend?

Bei Notstrombetrieb bekommt die Alarmanlage Meldung.
Die geht auf eine 24h Notrufzentrale, welche dann eine Telefonliste abarbeitet.

Das worst-case Szenario wäre so wie im Münsterland ein tagelanger Stromausfall in der Gegend. Dann muss Diesel / Heizöl von weiter weg beschafft werden, was aber kein Problem ist (ohne Strom kommt auch von ner Tankstelle kein Sprit mehr).

Hallo auch wieder!

Hat V-Power keinen Biodiesel zugemischt? Das wäre ja meine
Hoffnung, aber Shell hat noch nicht geantwortet.

Ich denke, das ist rein mineralischer Diesel,
aber warte vorsichtshalber die Antwort ab.

Wie sieht es bei Heizöl aus? Ist das noch Bio-frei?

Ja.
Heizöl ist auf jeden Fall mehrere Jahre in Tanks von Fahrzeugen verwendbar,
und macht auch nach z.B. 5 Jahren keine Probleme. Ich will jetzt nicht unbedingt schreiben, woher ich das weiss, aber es ist so.
Wenn der Raum frostfrei ist, wovon ich mal ausgehe,
wäre Heizöl die beste Wahl.

Ach nochwas, was vielleicht wichtig wäre,
startet das Aggregat automatisch, oder wird das manuell
gestartet?

Natürlich automatisch. Das wäre sonst kaum praktikabel.

Ist immer eine Person anwesend?

Bei Notstrombetrieb bekommt die Alarmanlage Meldung.
Die geht auf eine 24h Notrufzentrale, welche dann eine
Telefonliste abarbeitet.

Das worst-case Szenario wäre so wie im Münsterland ein
tagelanger Stromausfall in der Gegend. Dann muss Diesel /
Heizöl von weiter weg beschafft werden, was aber kein Problem
ist (ohne Strom kommt auch von ner Tankstelle kein Sprit
mehr).

Ich sehe, Du bist sehr verantwortungsbewusst.
Das ist gut so.

Bei mir ist das nicht so schlimm,für meine privaten Zwecke ich habe immer paar Kerzen, eine Öllampe und Batterien für die Taschenlampe da,
Und für den Notfall, also längeren Stromausfall, ein ganz kleines, altes Notstromaggregat, mit dem ich zumindest die Ölheizung und paar Lampen betreiben kann. Das hat einen Zweitaktmotor, der komplett restauriert ist, Tank entleert, gereinigt, Vergaser entleert und gereinigt,
der Motor konserviert.
Wenn es sein muss, schütte ich da frisches Zweitaktgemisch rein, und der wird sofort anspringen.
Wenn es nicht nötig ist, mache ich das aber auch nicht,
höchsten mal alle 5 Jahre.

Grüße, Steffen!