Hi,
also… das ist eine sehr wichtige Frage, die Du da stellst, allerdings ist sie nicht so leicht zu antworten.
Ich probiers mal mit ein paar Beispielen, bei denen ich keine Garantie gebe, dass du da das selbe hörst wie ich. Zählzeit dazu erklären kann ich leider auch nicht wirklich, weil das bei mir immer ne ziemliche Gefühlssache ist (bin leider gar kein Theoretiker, was das angeht). Ich hoffe, meine Ausführungen sind halbwegs verständlich…
Laid Back heißt ja tatsächlich sowas wie „hintendran sein“, sprich, das was auf den Schlag komen soll, kommt eine Winzigkeit zu spät, ohne dabei schleppend zu wirken. So entsteht der Groove. Gute Schlagzeuger können beispielsweise die Hi-Hat (bildlich gesprochen) je nach Bedarf um die Snare und die Hi-Hat „rumwandern“ lassen, mal davor, mal drauf, mal dahinter. Ich denke, bei den meisten Drummern (auch bei meinen zwei Beispielen) wird mans am Ehesten daran hören, dass die Snare immer „grade noch rechtzeitig“ kommt. Die Snare wird dadurch hervorgehoben.
Was sehr gut wirkt, ist ein Trick, den unser erster Produzent Joe Reitz unserm Drummer im Studio eingetrichtert hat: Nimm „laid back“ wörtlich und lehn Dich zurück, so dass Du tatsächlich weiter entfernt von allem bist.
Bei meinem ersten Beispielkandidaten, Jerry Gaskill von King’s X, kann man sogar sehen, wie er sich in jeden Schlag reinlegt - der linke Arm kommt immer erst ganz knapp vor dem Snare-Schlag hoch:
http://homepage.mac.com/dbltrbl/iMovieTheater3.html
Audiobeispiel: King’S X: Fool You
http://www.kingsx.net/band/albums/samples/dogman-foo…
Ein anderer Wahnsinnsdrummer, bei dem man das gut hören kann ist Tom Diener von den leider aufgelösten saarländischern Supermetallern von The Experience. (Am Bass im folgenden Besipiel übrigens oben zitierter Produzent):
The Timeless
http://www.hdm-stuttgart.de/~rb12/mp3/timeless.mp3
http://www.hdm-stuttgart.de/~rb12/mp3/now.mp3
Das wäre erstmal alles, was ich dazu sagen kann - sehr objektiv isses nicht, ich hoffe es hilft trotzdem ein wenig. Ich kann Dir allerdings nur raten, ein Gefühl dafür zu entwickeln, denn meiner Meinung nach ist laid back eins der Dinge, die sich zwar lernen, aber nur sehr schwer aufschreiben lassen…
Grüße
Tom
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