Laminat verlegen - unebener Boden

Liebe Freunde,

ich möchte bei mir in einem Zimmer Laminat verlegen. Ich habe auf den etwas unebenen Boden Verlegeplatten geschraubt. Trotzdem habe ich jetzt quer durch das Zimmer - ca. 3m lang - einen Knick, der auf 150 cm in der Mitte bis zu 10 mm absinkt.

Kann ich das mit Styropor unterfüttern? Kan ich da eine Ausgleichsmasse nehmen - trotz des Untergrundes? Muß ich meine Träume begraben?

Bin für jede Antwort dankbar!

MfG,

fshbb

Hallo fshbb,

ich als Schreiner kann Dir nur raten, wenn mögich die Verlegeplatten wieder zu entfernen und eine Niveliermasse aufzubringen.
Falls das nicht geht, kannst Du auch mit großen Korkbahnen, die Du an den entsprechenden Stellen unter Deinen Laminat legst während Du ihn verlegst, solche Unebenheiten ausgleichen. Nimm kein Styropor, das trägt nur noch mehr auf und ist viel leichter komprimierbar als Kork.
Falls es übrigens noch möglich wäre die Verlegeplatten auszugleichen, dann schraube die eben nochmal los und gleiche diese mit Hartholzklötzen aus. Diese kannst Du zusätzlich verleimen, damit sich später nichts mehr verschiebt.

Grüße,

Thorsten

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Hallo fshbb,
(ein ungewöhnliches Pseudonym)
vor meinem geistigen Auge stellt sich die örtliche Situation wie folgt dar:
auf einen alten Holzuntergrund (wahrscheinlich ein alter Dielenboden) wurden vor Dir Verlegeplatten aus Holzspan verlegt und mittels Schrauben fixiert. Ich hoffe, dass es Spaxschrauben waren, sonst bereits frühzeitig der Rat: sofort alle wieder raus und ersetzen! Die später auftretenden Knarrgeräusche bei Befestigungsschrauben mit glattem Schaft am Schraubenkopf könnten als Scheidungsgrund von Deiner Familie in die Analen eingehen.

Weiter, doch nun sachlich:
Der so entstandene, neue Verlegeuntergrund (für Laminatfußbodenelemente) hat ohne Druckbeaufschlagung irgendwo eine Vertiefung. Legte man einen Richtscheit darüber, zeigte sich auf eine Länge von 1,5m eine darunter befindliche „Fuge“ bis 10mm zwischen Richtscheit und neuer Spanplattenoberfläche. Richtig so?
Gehen wir einmal davon aus. Diese Unebenheit wäre nicht akzeptabel, da sie die Mindestanforderung um 4mm überschreitet.
Wäre es denn so, wie zuvor beschrieben, dann kann wie folgt vorgegangen werden:
1.) Den Bereich der Unebenheit erst einmal exakt durch Auflegen des Richtscheits bestimmen.
2.) Auftragen einer für Holzspanplatten geeigneten Dispersionsgrundierung (im Rollverfahren)
3.) Ausgleichen der Unebenheit mit einer weitestgehend spannungsfrei aushärtenden Spachtelmasse auf Calciumsulfatbasis (beispielsweise von Ardex, Thomsit, PCI oder Uzin).

Nur so wird aus der Sache „ein Schuh“! Alle anderen, möglicherweise hier bereits zum Besten gegebenen „Exotenlösungen“ führen dazu, dass sich die Seitenverriegelung des sehr wahrscheinlich leimlosen Laminatfußbodens aufgrund von Durchbiegungen bei Belastung wieder öffnen wird. Optisch wenig ansehnliche Fugen bis zu Kantenausbrüchen an den Fußbodenelementen könnten dann die (aus meiner Sicht doch sehr wahrscheinlichen) Folgen sein.
Damit wäre aber der komplette Rückbau des Oberbelages (Laminat) unausweichlich.
Die Entscheidung der weiteren Vorgehensweise liegt aber bei Dir!
-.-.-.-.-.-
mfg Klaus Rauer; Sachverständigenbüro für Fußbodenkonstruktionen

Großer Gott, nun ist es passiert.
Ich bitte in meinem Vortext die Passage „… die Analen eingehen…“ zu ersetzen durch
„. in die Annalen eingehen …“
Bitte um Entschuldigung! Als der Text bereits auf dem Weg war, erst dann kam die Erleuchtung …
-.-.-.-.-.-
mfg Klaus Rauer; Sachverständigenbüro für :Fußbodenkonstruktionen

Teppich
Liebe Freunde,

danke herzlich für Eure Tipps, sie hatten mir richtig Mut gemacht. Ich wollte daraufhin den Knick vermessen, um das Volumen zu berechnen zu können - darauf hatte ich hier noch einen Knick entdeckt - dann dort einen Grat - schrecklich! Jetzt kommt voraussichtlich ein Teppich drauf, der Bodenverleger macht mir ein Angebot. Danke Trotz allem!

fshbb

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