Hallo liebe wissende,
ich studiere in Australien ein Businessdegree,was mir auch sehr viel Freude bereitet.
Nun wird aber zunehmend von den Studenten verlangt in den Tutorials sich vor die versammlete Klasse zu stellen und einen Vortrag zu halten, entsprechend zum Thema der Stunde. Der Grund ist,das Studenten im späteren Businessleben lernen vor anderen eine Rede zu halten.
Mein Problem ist, das ich soooo ein Lampenfieber bekomme das ich schon beim letzen Mal garnicht erst meiner Verpflichtung nachgekommen bin und somit 10% meiner Gesammtnote verloren habe.
Ich bin eigentlich der einzige der englisch nicht als Muttersprache hat und deshalb glaube ich das ich umsomehr auffalle, wenn ich dann meine Rede halte. Die Symptome sind typisch: Herzrasen, stottern und schwitzen und fast schon ein wenig schwindel. Ich hab das Problem aber nicht generell, sondern eher wenn ich mich in unwohler Gesellschaft befinde. Wenn wir in unserer Firma eine ähnliche Situation haben, kann ich mich auch mal zu Wort melden wenn ich es als wichtig erachte.
Ergo, das Problem habe ich in einer unpersönlichen Umgebung, aber nicht in meiner persönlichen Umgebung.
Wer hat Tipps wie ich in Zukunft vor fremden Leuten eine Rede halten kann ohne dieses Herzklopfen zu haben???
vielen Dank für euer Interesse und vielen Dank für hilfreiche Tipps
Ingo
Bei uns werden Seminare angeboten, wo man lernen kann, Referate zu halten. Dein Auftreten, was Du mit den Händen machst, wo Du hinschaust - da wird Dir einfach alles beigebracht. Anschließend kann man sich vor die kritischste Menge selbstbewusst hinstellen. Belege so einen Kurs! Der hilft mehr noch als Baldriantropfen und Entspannungsübungen zusammen!
Die körperlichen Reaktionen kommen vom Stress. Wenn Dir Gefahr signalisiert wird, und sei sie auch noch so irrational, werden Stresshormone ausgeschüttet, die kurze Reaktionszeiten (für Angriff oder Flucht) gewährleisten.
hi ingo, lampenfieber vor einem referat oder vortrag gehört dazu. sogar der bundespräsident hat neulich zugegeben, vor reden auch heute immer noch schweissnasse hände (auch ein angstsymptom) zu bekommen! es geht also meistens nicht darum, zu überlegen, warum man die aufregung merkt, sondern wie man sie in den griff bekommt.
da gibt es 1000 möglichkeiten. manchmal hilft es auch, vor dem beginn des vortrags keinen hehl daraus zu machen, nervös zu sein, und das einmal kurz zu erwähnen (z.b.: "good morning, i am actually nervous and today i have to get used to the situation of talking to you -but of course it will pass in a while, thank you!). muss aber nicht sein, du kannst dich auch dafür entscheiden, nervös zu sein und dich dabei ruhig zu verhalten, das geht auch, denn die anfangsnervosität geht nach ein paar minuten weg.
bedenke auch, dass eine ausbildung dazu da ist, dinge zu ÜBEN. du bist mit den anderen nicht in der ausbildung, um zu zeigen, wie tierisch souverän du bist, sondern um etwas zu lernen.
mir hilft auch immer, meinen liebsligskulli in der hand zu halten und ihn als zeigeinstrument zu benutzen.
hi ingo, lampenfieber vor einem referat oder vortrag gehört
dazu. sogar der bundespräsident hat neulich zugegeben, vor
reden auch heute immer noch schweissnasse hände (auch ein
angstsymptom) zu bekommen! es geht also meistens nicht darum,
zu überlegen, warum man die aufregung merkt, sondern wie man
sie in den griff bekommt.
da gibt es 1000 möglichkeiten. manchmal hilft es auch, vor dem
beginn des vortrags keinen hehl daraus zu machen, nervös zu
sein, und das einmal kurz zu erwähnen (z.b.: "good morning, i
am actually nervous and today i have to get used to the
situation of talking to you -but of course it will pass in a
while, thank you!). muss aber nicht sein, du kannst dich auch
dafür entscheiden, nervös zu sein und dich dabei ruhig zu
verhalten, das geht auch, denn die anfangsnervosität geht nach
ein paar minuten weg.
bedenke auch, dass eine ausbildung dazu da ist, dinge zu ÜBEN.
du bist mit den anderen nicht in der ausbildung, um zu zeigen,
wie tierisch souverän du bist, sondern um etwas zu lernen.
mir hilft auch immer, meinen liebsligskulli in der hand zu
halten und ihn als zeigeinstrument zu benutzen.
Lach, da muss ich ja direkt schmunzeln,…der ist gut,thumbs up
das Wesentliche wurde hier eigentlich schon gesagt. Vielleicht noch eine Ergänzung:
Ich bin Sängerin und bin es gewohnt vor vielen Leuten auf der Bühne zu stehen und zu singen. Dabei bin ich überhaupt nicht nervös. Das war aber nicht immer so. Ich finde, die Nervosität verschwindet mit der Routine. Nutze also jede Gelegenheit, die du hast, vor Leuten zu stehen. Du wirst dich schon sehr bald daran gewöhnen.
Viel Spass im schönen Australien!
Gruss
Andrea
ich kann mich meinen vorrednern nur anschliessen. üben üben üben.
ich habe mich anfangs studium auch kaum getraut pips zu sagen. ich habe mir dann vorgenommen, in seminaren und vorlesungen extra viel zu fragen oder viele kommentare abzugeben, nur um das reden vor publikum zu üben. das hat mir mit der zeit die nötige sicherheit gegeben, auch einen vortrag relativ locker halten zu können.
auch wenn du dich ein paar mal zum gockel machst… es geht doch allen so und es wird jedesmal besser!!!
ich wünsch dir viel mut!
liebe grüssli
coco
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nur noch ein weiterer Tip. Wenn ich arg aufgeregt bin mache ich folgendes:
Hände zur Faust ballen, Muskulatur der Arme anspannen, nach und nach den Rest vom Körper. Kurz Spannung halten und dann alles gleichzeitig entspannen, loslassen. Drei viermal wiederholt merkt man wie die Nervosität vergeht.
Diese Übung auch öfter mal einfach so machen, damit sie nicht völlig neu in der Streßsituation ist.
Hi, nur zu einem Punkt:
Als Nicht-Muttersprachler kannst Du Dir problemlos mehr ‚Patzer‘ leisten als der Rest!
Auch wenn Du später im Berufsleben stehst, und mit ausländischen Business Partners auf deren Sprache kommunizieren musst, werden diese Dir mehr Geduld entgegenbringen.
Ich würde mir also einfach als einziger Nicht-Muttersprachler ein bisschen Narrenfreiheit erlauben.