Lampensparer

Hallo Leute, seht ihr Probleme an folgender Idee?

http://www.bilder-hosting.de/show/6WJS5.html

Damit soll die Netzspannung für 500W – Halogen-Leuchtmittel
herabgesetzt werden um die Lebensdauer zu erhöhen. Als Trafo
nimmt man was die Bastelkiste so hergibt, zB 230/18V 60VA

Es gilt:

  • Trafo-Sekundärstrom ist für den Lampenstrom ausgelegt
  • Isolation Sek.– Umgebung wird durch zus. Maßnahmen gewährleistet.

Gruß Sörfi

Damit soll die Netzspannung für 500W –
Halogen-Leuchtmittel
herabgesetzt werden um die Lebensdauer zu erhöhen. Als Trafo
nimmt man was die Bastelkiste so hergibt, zB 230/18V 60VA

Erhebliche Wirkungsgradreduzierung, Lampenschwärzung, Isolationsproblem am Trafo, Trafoverluste, …

Wie wär’s mit nem Dimmer?

Lampenschwärzung?

Hallo Fragewurm,

Lampenschwärzung?

Das Problem hast du bei Halogenlampen.

Wenn diese nicht auf die volle Betriebstemperatur kommen, funktioniert der Halogen-Effekt nicht.

MfG Peter(TOO)

Hallo Fragewurm,

Sei nicht so streng, Peter. Wir sind alle nur Sünder :wink:

Wenn diese nicht auf die volle Betriebstemperatur kommen,
funktioniert der Halogen-Effekt nicht.

Verstehe, aber ist das letztendlich ein Problem? Immerhin
gibt es viele Halogenlampen auf den Markt, die kann man
zwischen „halbe Leistung - Aus - volle Leistung“ umschalten.
Und wenn man immer auf halbe Kraft fährt, wird das mit einer
langen Birnenlebensdauer gedankt. Hab’ ich selber verifiziert.

Gruß Sörfi

Hi Sörfi,

nur bleibt das Problem mit der Schwärzung des Kolbens.
Nimm lieber die Halogenstäbe von Osram in der 240V Variante.
Die leben länger.

Gruss Jakob

Hallo Jakob (und alle anderen natürlich ),

was hat aber diese Schwärzung für Folgen?
Reduzierung des Wirkungsgrades?
Hitzetod trotz reduzierter Spannung?

Gruß Sörfi

Hallo Sörfi,

was hat aber diese Schwärzung für Folgen?
Reduzierung des Wirkungsgrades?
Hitzetod trotz reduzierter Spannung?

Der Glühwendel sollte ja möglichst heiss sein, damit man möglichst weisses Licht und wenig IR erhält.

Grundsätzlich verdampft dabei immer etwas vom Wendel und kondensiert am kältesten Ort wieder, was normalerweise am Glaskolben ist. Der Glaskolben wird somit von innen mit Metall bedampft und erscheint dadurch geschwärzt.

Die Farbtemperatur wird in Kelvin angegeben. Ein Körper mit dieser Temperatur strahlt dann das entsprechende Spektrum ab.
Heute verwendet man für den Wendel Wolfram, da das das Metall mit dem höchsten Schmelzpunkt ist.
Wolfram schmilzt aber schon bei 3695K. Die Sonne hat eine Farbtemperatur von rund 6000K. Da kommt man nur hin indem man einen gasförmigen „Wendel“ verwendet, wie z.B. Xenon oder eine Metalldampflampe.

Zurück zum schwarzen Kolben !

Hologene haben eine eigenartige Eigenschaft. Sie verbinden sich mit dem verdampften Metall und setzen sich dann am heissesten Ort ab. Somit wird durch die Halogenfüllung das vom Wendel verdampfte Material immer wieder neu am Wendel abgelagert. Dadurch kann man den Wendel heisser betreiben ohne, dass die Lebensdauer extrem verkürzt wird.
Für normale Glühlampen gilt so grob die Faustformel, dass 10% Überspannung, die Lebenserwartung um den Faktor 10 verkürzen.

Die Halogen-Geschichte funktioniert aber nur innerhalb eines bestimmten Temperaturbereichs. Wird die Glühbirne mit entsprechender Unterspannung betrieben, also ein kälterer Wendel, arbeitet das Halogen nicht und das verdampfte Metall schlägt sich, wie bei einer normalen Glühbirne, am Kolben nieder.

MfG Peter(TOO)

Hallo Sörfi,

das wichtigste hat Peter ja schon sehr ausführlich beschrieben.
In der Praxis bedeutet eine Kolbenschwärzung natürlich das dadurch etwas weniger Licht dabei herauskommt (der Lichtstrom also etwas zurückgeht).
Deckenfluter mit Halogenstäben sind zwar schick, aber in meinen Augen pure Energievernichter. Bestenfalls eine brauchbare Heizung :wink:
Zwischenzeitlich gibt es für den Wohnbereich bessere Lösungen mit extrem wirtschaftlichen Kompaktleuchtstofflampen.

Gruss Jakob

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Und wenn man immer auf halbe Kraft fährt, wird das mit einer
langen Birnenlebensdauer gedankt. Hab’ ich selber verifiziert.

Du hast zwei konkurrierende Effekte.
Einerseits bewirkt Dimmbetrieb, dass die Wendel weniger thermisch belastet wird und weniger Wolfram abdampft.
Andererseits wird das wenige Wolfram nicht mehr rekombinieren und schlägt sich am Kolben nieder.

Man könnte jetzt eine Versuchsreihe machen, anhand derer man ein mathematisches Modell zur erwarteten mittleren Lebensdauer entwickeln könnte, das dann Gültigkeit für einen bestimmten Lampentyp hat.

Man könnte.
Ich kann und will nicht.

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