LAN: unabhängiger Rechner als Webserver

Hallo allerseits,

habe ein Win-Netzwerk mit DSL-Router.
Will nun einen Webserver laufen lassen, der zum Hausnetz keinen Kontakt haben soll. Ein 2. Netz sozusagen. Kann man das mit einem einzigen DSL-Zugang machen? Wenn ja, brauche ich einen 2.Router (geht das überhaupt?) oder gibt es dafür spezielle Router, die 2 LANs versorgen können? Oder wie geht’s besser?

bye
Micha

Hallo,

habe ein Win-Netzwerk mit DSL-Router.
Will nun einen Webserver laufen lassen, der zum Hausnetz
keinen Kontakt haben soll.

Was soll das Ziel der Übung sein? Soll der von außen erreichnar sein?

Ein 2. Netz sozusagen. Kann man das
mit einem einzigen DSL-Zugang machen?

Du solltest Dir im Klaren sein, daß Du nach außen für egal was nur eine IP hast.

Wenn ja, brauche ich
einen 2.Router (geht das überhaupt?) oder gibt es dafür
spezielle Router, die 2 LANs versorgen können?

Ja, klar, gibt es die.

Oder wie geht’s besser?

Vielleicht verrätst Du uns ersteinmal, warum Du das machen willst und welches Problem Du zu lösen gedenkst.

Gruß,

Sebastian

Vielleicht verrätst Du uns ersteinmal, warum Du das machen
willst und welches Problem Du zu lösen gedenkst.

OK. Es soll ein Entwicklungsprojekt werden. Ein spezielles, medizintechnisches Projekt wird im Internet verfügbar sein um EKG-Daten von EKG-Recordern aufzusammeln. Die EKG-Recorder bekommen eine Software, die über den Heim-PC des Patienten die Daten auf unseren Server schickt. Dieser sammelt alles zusammen und verschickt es in geeigneter Form an den zuständigen Fachmann.
Dieser im Internet verfügbare Dienst soll mal separat irgendwo laufen. Aber während der Entwicklungsphase sollte er das möglichst nahe beim Entwickler, also z.B. hier im Haus, tun. Eine logische Anbindung an das Hausnetz ist nicht erforderlich (von mir auch nicht erwünscht).
Der Server wird ein eigends dafür entickeltes Tool sein, ich bin nur für die Bereitstellung des Internetzuganges verantwortlich. Internet ist 24h da (T-DSL), aber die Sicherheitsfragen sind noch nicht geklärt.

bye
Micha

Ganz einfach:

Du gibst dem Web-Server eine IP-Adr. die sich von der Netzwerkkennung her vom LAN unterscheidet. Dann brauchst Du bloss noch dem Router beibringen, diese zwar nach draussen zu routen, aber nicht ins LAN.

F.X. :

LAN 192.168.1.1 / 24 (also 255.255.255.0)
WEB-Server 192.168.2.1 / 24

Mit Ping testen & habe fertig.

Greetz,
Saabray.

Hallo,

Vielleicht verrätst Du uns ersteinmal, warum Du das machen
willst und welches Problem Du zu lösen gedenkst.

OK. Es soll ein Entwicklungsprojekt werden. Ein spezielles,
medizintechnisches Projekt wird im Internet verfügbar sein um
EKG-Daten von EKG-Recordern aufzusammeln. Die EKG-Recorder
bekommen eine Software, die über den Heim-PC des Patienten die
Daten auf unseren Server schickt. Dieser sammelt alles
zusammen und verschickt es in geeigneter Form an den
zuständigen Fachmann.

Ok.

Dieser im Internet verfügbare Dienst soll mal separat irgendwo
laufen.

Was meinst Du mit „separat“?

Aber während der Entwicklungsphase sollte er das
möglichst nahe beim Entwickler, also z.B. hier im Haus, tun.
Eine logische Anbindung an das Hausnetz ist nicht erforderlich
(von mir auch nicht erwünscht).

Warum nicht? Wenn das nicht erwünscht ist, musst Du eine weitere DSL-Leitung nehmen, allein, ich kann den Sinn dessen nicht erkennen.

Der Server wird ein eigends dafür entickeltes Tool sein,

Wie jetzt? Eine Eihenentwicklung? Naja, ich würde vermutlich eher empfohlen haben, das mit ein paar Scripten auf einem Apachen zu machen, aber jeder nach seinem Gusto.

ich
bin nur für die Bereitstellung des Internetzuganges
verantwortlich. Internet ist 24h da (T-DSL), aber die
Sicherheitsfragen sind noch nicht geklärt.

Ach, komm, bei Patientendaten kann man da doch mal erstmal 'rumprobieren. Sind ja keine Daten zu Atomraketen. Und wen interessiert schon ein simples EKG? Und wen interssiert schon, ob sie akkurat ankommen?

Hallo,

Dann brauchst Du
bloss noch dem Router beibringen […]

man kann sich auch ein Loch in die Kniescheibe bohren und heiße Milch hineinfüllen: ich frage mich nur ganz verschärft nach dem Sinn des ganzen.

Gruß,

Sebastian

Moin Basti!,

? ja und ? wie soll’s sonst gehen ?
irgendwie sollen ja die Patienten auf den Web-Server zugreifen könen…

verwirrter Saabray grüßt…

Hi…

Vielleicht verrätst Du uns ersteinmal, warum Du das machen
willst und welches Problem Du zu lösen gedenkst.

OK. Es soll ein Entwicklungsprojekt werden. Ein spezielles,
medizintechnisches Projekt wird im Internet verfügbar sein um
EKG-Daten von EKG-Recordern aufzusammeln. Die EKG-Recorder
bekommen eine Software, die über den Heim-PC des Patienten die
Daten auf unseren Server schickt. Dieser sammelt alles
zusammen und verschickt es in geeigneter Form an den
zuständigen Fachmann.
Dieser im Internet verfügbare Dienst soll mal separat irgendwo
laufen. Aber während der Entwicklungsphase sollte er das
möglichst nahe beim Entwickler, also z.B. hier im Haus, tun.
Eine logische Anbindung an das Hausnetz ist nicht erforderlich
(von mir auch nicht erwünscht).

Warum nicht? Ich sehe keinerlei Problem dabei. Es handelt sich hier um einen Test, bei dem wahrscheinlich mit fiktiven Daten gearbeitet wird, Sicherheit ist also kein Thema. Mal abgesehen davon, daß es in Deinem Hausnetz wohl nicht allzuviele Angreifer geben wird.
Mit einem entsprechenden DSL-Router ist das allerdings möglich, wenn Du unbedingt willst. Ich denke hier vor allem an einen selbstgebastelten Linux-Router, der kann die Netze sogar physikalisch trennen, wenn er genügend Netzwerkkarten hat.

Der Server wird ein eigends dafür entickeltes Tool sein, ich
bin nur für die Bereitstellung des Internetzuganges
verantwortlich. Internet ist 24h da (T-DSL), aber die
Sicherheitsfragen sind noch nicht geklärt.

Bei Patientendaten ist der Datenschutz recht kritisch, aber ich denke, das weißt Du bereits. Einen eigenen Server zu programmieren ist daher eine denkbar schlechte Idee. Lieber einen fertigen, getesteten und relativ sicheren Server verwenden, zB Apache+mod_ssl oder einfach SSH. Ein paar kleine Skripte dazu ( = übersichtlich, einfach zu warten, geringes Risiko von Sicherheitslücken) und fertig. Weniger Arbeit ist es nebenbei auch noch.

genumi

Hallo

Moin Basti!,

Wer oder was?

? ja und ? wie soll’s sonst gehen ?
irgendwie sollen ja die Patienten auf den Web-Server zugreifen
könen…

Ja. Und wozu bastelt man sich zu Hause zwei Netze? Das halte ich für herrlich sinnlos.

Gruß,

Sebastian

Ach so…
http://www.leckse.net

Wenn, dann richtig :smile:

Hallo Micha,

hört sich nach ner DMZ (demilitarisierte Zone, hat nichts mit UNO zu tun)für den Webserver an. Ist ein drittes Netz, vom Internet zur DMZ geht, von DMZ zum Homenetz geht nicht und evtl. von Homenetz zur DMZ geht. Wenn der Webserver gehackt wird, noch keine Gefahr für das private Netz.
Lässt sich mit einem Router mit DMZ erledigen (bei google nach DSL-Router und DMZ suchen), oder mit nem Firewall-PC mit 3 Netzwerkkarten oder ner kleinen Firewall, kostet aber etwas mehr.
Macht jede große Firma so, wenn sie die eigenen Webseiten oder den E-Mail-Server im Hause hat. Für Privat ist es eigentlich nur eine Kostenfrage … (aber techn. kein Problem und absolut üblich)

MfG
Stephan

Hallo Stephan,

in der Richtung dachte ich auch schon. Mein Router (Draytek Vigor) hat eine DMZ-Option. Ich werde es mal versuchen.

Danke!

bye
Micha

Ja. Und wozu bastelt man sich zu Hause zwei Netze? Das halte
ich für herrlich sinnlos.

Aber Sebastian.

Erkennst du denn das DMZ nicht? Immerhin kann der leichtfertige Umgang mit Patientendaten durchaus strafrechtliche Folgen nach sich ziehen. Da muss man sich doch absichern.

SCNR,
Schorsch

Ja. Und wozu bastelt man sich zu Hause zwei Netze? Das halte
ich für herrlich sinnlos.

Aber Sebastian.

Erkennst du denn das DMZ nicht? Immerhin kann der
leichtfertige Umgang mit Patientendaten durchaus
strafrechtliche Folgen nach sich ziehen. Da muss man sich doch
absichern.

Wären dann nicht ein paar mehr DMZetten sinnvoll? Sagen wir mal 23 oder so?

Wenn die EKGs mit dem Stealth-Mode processed werden sollen, würde ich sogar für bis zu 42 DMZetten plädieren.

Gruß,

Sebastian

Mein Router (Draytek
Vigor) hat eine DMZ-Option. Ich werde es mal versuchen.

Das was die meisten SoHo-Router als DMZ bezeichnen ist leider keine. Da wird einfach ein Rechner zum Internet-Server „ernannt“ und alle von aussen zum Router aufgebauten Verbindungen zu diesem Rechner umgeleitet. In Sachen Sicherheit bringt dir das nichts, weil der Internet-Server immer noch im selben Netz wie die andren steht.

Ein Router mit „richtiger“ DMZ-Option braucht einen physischen seperaten DMZ-Port, damit der DMZ-Rechner vom übrigen Netz getrennt ist.

Im c’t 5/04 gibt es auf S. 200 einen Artikel wie du aus zwei SoHo-Routern eine richtige DMZ aufbauen kannst. Vielleicht hast du oder ein Bekannter dieses c’t, sonst kann man es nachbestellen (http://www.heise.de/ct).

Grüße, Robert

Morgen Robert,

genauso hat mir das gestern noch ein Fachmann am Telefon erklärt. Ich habe einen solchen Router bereits bestellt.
Danke!

bye
Micha