Lange Auslandsreise nach einem Job

Hallo,

Ich hatte letztes Jahr mein VWL Studium abgeschlossen und bin dann nach Kanada gegangen und habe mir dort einen Job gesucht. Diesen Job habe ich jetzt gekündigt, sodass ich im Dezember wieder nach Deutschland komme werde.

Anstelle von sich sofort um einen neuen Job zu kümmern, hat meine Freundin vorgeschlagen 6 Monate in Südost Asien zu reisen. Da meine Freundin bis Februar ein Praktikum macht, könnte es erst im März losgehen. Die ganze Geschichte würde somit eine Lücke von 8 Monaten in meinen Lebenslauf reißen. Meine Frage ist, ob dies ein großer Nachteil ist wenn ich mich anschließend um einen neuen Job bewerbe?

Vielen Dank,
Patrick

Moin,

Meine Frage ist, ob dies ein großer Nachteil ist wenn ich mich
anschließend um einen neuen Job bewerbe?

kurz und schmerzhaft:
Ja!

Gandalf

hi patrick,

die frage kann man leider nicht mit „ja“ oder „nein“ beantworten - wie immer heißt´s auch hier „kommt drauf an“.
eine „auszeit“ ist grds. nicht karriereschädlich. je nachdem, was man in und mit dieser zeit tut und vor allem wie man das dann später verkauft, kann sich das sogar extrem positiv auf das weitere berufsleben auswirken. auf die persönlichkeit wirkt sich´s in jedem fall positiv aus - die erfahrung ist mehr als gold wert!

ich selbst habe mal mitten in meiner „karrierezeit“ ein sabbatical von einem jahr genommen und bin „durch die welt getingelt“.
mein damaliger chef hatte mir dringend davon abgeraten, weil ich mir damit „meine karriere zerstören“ würde. nach der rückkehr habe ich sehr schnell einen neuen job gefunden, und alle meine „neuen“ vorgesetzten sowie personalentscheider fanden dieses „year off“ extrem spannend und haben es äußerst positiv bewertet (mut zu außergewöhnlichen entscheidungen; bereitschaft, andere kulturen kennenzulernen und sich darauf einzulassen; fähigkeit, sich auch in unbekannten situationen zu behaupten und sich durchzuschlagen; weitsicht, weil gut geplant und sich schon vor der rückkehr um neuen job gekümmert; hat wirtschaftliches denken bewiesen, weil ein budget gebildet und damit gut gehaushaltet etc.)

über die zwei, drei monate leerlauf (dez-feb) würde ich mir keine großen gedanken machen. zwei monate arbeitlosigkeit sind leicht zu verschmerzen im cv (headhunter raten sogar davon ab, so eine kurze zeit zu erwähnen, weil das mehr verwirrung stiftet als „hilft“), außerdem läßt sich mit dieser zeit sicher etwas sinnvolles anfangen (vorbereitung der reise, sprachkurs, sonstige fortbildungen etc.pp), und das kann man dann gleich wieder positiv im cv „verkaufen“.

also, ich kann´s nur empfehlen - so eine längere reise durch andere kulturen ist unglaublich spannend, prägt für´s leben und ist i.a. ein einmaliges erlebnis! vor allem, weil man mit 6 monaten nicht mehr als „touri“ reist, sondern die welt mit anderen augen sehen lernt. daher jederzeit wieder :smile:

viele grüße und (hoffentlich) eine schöne reise!
boris

Hallo,

Meine Frage ist, ob dies ein großer Nachteil ist wenn ich mich
anschließend um einen neuen Job bewerbe?

kurz und schmerzhaft:
Ja!

und ich würde klar sagen „Nein“.

Gruß

S.J.

Moin Steve,

kurz und schmerzhaft:
Ja!

und ich würde klar sagen „Nein“.

einigen wir uns auf ein klares
‚Kommt darauf an!‘

In unserer Branche wäre es ein nahezu todsicheres KO-Argument.

In anderen Bereichen mag es vielleicht OK sein.

Gandalf