Lange Jahre - viele Jahre

Hi,

hab im Duden und canoo.net nichts gefunden.

Jmd. will ausdrücken, dass er lange im Ausland war, beschreibt dies mit: ‚lange Jahre im Ausland.‘

Hört sich für mich seltsam an. Ich würde sagen:‚viele Jahre‘.

Ein Jahr ist doch überall (aber nicht jedes Jahr) gleich lang.

Welche Wortwahl ist korrekt?

bye

Hi,

ich würde „viele“ nehmen und die „Langen“ dem
Dichter überlassen.

Allerdings gibt es in der Sprache der Wirtschaft
gerade einen Trend zur Poesie: Ein bestes Ergebnis
seit, sagen wir, fünf Jahre wird schon als
„historisch“ bezeichnet.

Grüße
J.

langjährig
Hi Marion,

Jmd. will ausdrücken, dass er lange im Ausland war, beschreibt
dies mit: ‚lange Jahre im Ausland.‘

Hört sich für mich seltsam an. Ich würde sagen:‚viele Jahre‘.

in meinen Ohren klingt das völlig normal.
Genauso normal wie

langjähriger Auslandsaufenthalt.

„Lange Jahre“ scheint mir „länger“ zu sein als „mehrere“ oder „viele Jahre“. Rein gefühlsmäßig. :wink:

Gruß Gudrun

Hi Marion,

Jmd. will ausdrücken, dass er lange im Ausland war, beschreibt dies mit: ‚lange Jahre im Ausland.‘

„lange Zeit“ wäre zumindest weniger geschwollen.

Ein Jahr ist doch überall (aber nicht jedes Jahr) gleich lang.

Schtümmt.

Welche Wortwahl ist korrekt?

Wie fast meistens: Es kommt drauf an. Im Tagebuch ist „lange Jahre“ gewiss angebracht, wenn ich damit sagen möchte, dass mir die Zeit elend lang geworden ist. Im Bewerbungsschreiben passt der dichterische Überschwang nicht ganz so gut.

Gruß Ralf

In der Tat, so ist es… *gg*

Ein „Park“ ist eine öde Industrieanlage, ein „Paradies“ irgendwas, wo
man Geld los wird (oder Kinder, je nachdem), eine „Vision“ ist ein
spekulatives Vorhaben, und Gepflogenheiten nennt man „Philosophie“…

Poetische Zeiten!

;o))

lange Jahre - viele Jahre beides okay lt. Duden
Hallo,

ich hab die Antwort in „Richtiges und gutes Deutsch“ gefunden:
„Die Fügung ‚lange Jahre‘, die aus ‚lange Zeit‘ und ‚viele Jahre‘ entstanden sein wird, kann heute jedoch ebenso wenig wie die on ihr abgeleitete Zusammenbildung ‚langjährig‘ verurteilt werden. Der Sprachgebrauch funktioniert hier nicht streng logisch.“

In einer Bewerbung würde ich trotzdem auch eher „viele Jahre“ schreiben.

Einen schönen Tag!

Jmd. will ausdrücken, dass er lange im Ausland war, beschreibt
dies mit: ‚lange Jahre im Ausland.‘

Hört sich für mich seltsam an.

seltsam nicht, aber es hört sich so an, als ob derjenige heimweh hatte.

gruß
dataf0x

lange Zeit - viele Jahre
Hallo Marion,

ich würde auch entweder für
lange Zeit
oder
viele Jahre
plädieren. Lange Jahre geht schon, ist aber eher literearisch und will sagen,
dass einem die Jahre lang vorgekommen sind.

Das Zusammenziehen von zwei Teilbegriffen zu einem neuen kann aber auch gewaltig
in die Hosen gehen: Bei einem Verein gab es ein älteres Mitglied, das dafür
gefürchtet war, bei gemütlichen Anlässen gegen später immer mit einer Rede die
Stimmung zu versauen. Aber er musste …
Und einmal hub er zu später Stunde an: „Bevor wir auseinanderbrechen …“ – der
ganze Saal brüllte, und er war eingeschnappt und hielt dann tatsächlich keine
Rede mehr.

gruß
Bolo2L

Hi,

bye

Hi, Marion,
ich wollte nur mal beisteuern, dass ich diese Ausdrucksweise genau so bescheuert finde wie den Ausdruck „für teures Geld“ oder noch schlimmer: „für teuer Geld“!
Da schüttelt’s einen doch - findet
Anette

Sehr schön!!! Hab ich noch gar nicht so gesehen…

Antal

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

geht in die (lange) Hose
O ja, lieber Bolo

Was ist mir da nicht schon alles begegnet …
«ich bin Ihnen sehr zu Dank verbunden»
«Kinder zwischen 9 bis 12 Jahre»

Dumm ist, dass doch so gut wie jede solche Fehlleistung
gierig aufgegriffen und weitergetragen wird.
Wer hat denn noch ein inneres Widerstreben, wenn er von
«nichtsdestotrotz» sagt?!

Gruss Rolf

zum Bleistift
Hallo Rolf,

Wer hat denn noch ein inneres Widerstreben, wenn er von
«nichtsdestotrotz» sagt?!

ich, ich, ich! *michmeldundmitdenFingernschnipp*

Ein inneres Widerstreben habe ich zwar nicht, aber ich weiß um den Ursprung:
http://www.geocities.com/Athens/8307/hirsch/hirsch32…

Die neudeutschen Schreibweisen sind - gelinde gesagt - „schauderös“, das mußt Du zugeben:

„nichtsdesto trotz“ —> 639
http://www.google.de/search?hl=de&q=%22nichtsdesto+t…

„nichts destotrotz“ —> 8.850
http://www.google.de/search?hl=de&q=%22nichts+destot…

„nichts desto trotz“ bzw. „nichts desto Trotz“ —> 134.000
http://www.google.de/search?hl=de&q=%22nichts+desto+…

Gruß Gudrun

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Wow Gudrun!

Nachdem ich mich mit Hirsch schon mal KÖSTLICH amüsieren konnte, habe
ich dann auch den «Bogis Mix» entdeckt. das ist ja eine SUPER Quelle
… herzlichsten Dank!

Rolf