Lange oder kurze S'atze?

Hallo Zusammen,

ich habe einerseits geh"ort, dass man S"atze m"oglichst kurz formulieren sollte, auf der anderen Seite machen es viele aber anders. Es geht mir um wissenschaftliche Texte. Was ist da richtig, und welche Wirkung haben die beiden Varianten?
Ich hab mal irgendwo gelesen, dass Autoren, die komplizierte Texte schreiben, vom Leser als dumm abgestempelt werden. Was ist da dran?

Danke f"ur Antworten,

Tobias

Tach Groove,

ob Deine Sätze lang oder kurz sind, ist vollkommen gleichgültig, wenn das, was Du sagen willst, klar und deutlich ausgedrückt ist.

Ich beispielsweise liebe lange Sätze, weil ich darin nicht nur einen, sondern auch mehrere Unter- und Nebengedanken unterbringen kann.

Die Klarheit ist der Maßstab für alles; oder anders gesagt: Dein Text muss _ grooven _

Gruß - Rolf

Hallo Tobias,

Ich hab gehört - und es hat sich an den Texten die ich bisher gelesen, habe bestätigt - dass deutschsprachige wissenschaftliche Publikationen traditionell eher kompliziert geschrieben sind, wenn man sie z.B. mit englischsprachigen vergleicht.
Neben dem persönlichen Stil des Verfassers hängt das Ergebnis sicherlich auch von der jeweiligen Disziplin mit ihrer speziellen Fachsprache ab.
Meiner Meinung nach kommt es auf eine verständliche Darstellung an; ob die Sätze eher kurz oder lang sind, ist nicht so wichtig (besser kurz, dann ist das Lesen nicht so anstrengend; enscheidend ist eher die Makrostruktur (schrittweise Entwicklung der Theorie, Kohärenz und Kohäsionsmittel)

Gruß,Dani

Hallo Tobias,

ich habe einerseits geh"ort, dass man S"atze m"oglichst kurz
formulieren sollte, auf der anderen Seite machen es viele aber
anders.

Na ja, schon die Definition von „kurz“ ist ja wahrscheinlich bei jedem unterschiedlich.

und welche Wirkung haben die beiden Varianten?

Ich könnte mir unter Umständen- aber das ist nur meine persönliche und nicht irgendwie recherchierte Meinung- vorstellen, dass es für jemanden, der -aus welchen Gründen auch immer- deinen Text über ein bestimmtes Wissenschaftsthema lesen und möglichst gut verstehen will, eine ziemlich Hürde darstellt, wenn er sich zusätzlich zu den Inhalten deines bestimmt gut recherchierten Themas auch noch mit überlangen, sehr verschachtelten Bandwurmsätzen, in die jemand -manchmal völlig ohne Grund- durch Gedankenstriche gekennzeichnete Einschübe einfügt, herumschlagen muss und damit das Herauslesen der wichtigen Informationen aus deinem Text natürlich schwerer wird im Vergleich zu einem übersichtlich, kurz und treffend formuliertem Text, besonders wenn man am Ende des Satzes nicht mehr genau weiß, wie dieser angefangen hat und dadurch auch nicht mehr genau zuordnen kann, warum es in dem Text ursprünglich einmal ging.

Oder: Es kann sein, dass die Inhaltsvermittlung unter überlangen Sätzen leidet.

Ich vermute, du weißt, was ich sagen wollte :smile:

Ich hab mal irgendwo gelesen, dass Autoren, die komplizierte
Texte schreiben, vom Leser als dumm abgestempelt werden. Was
ist da dran?

Für mich persönlich kann der Eindruck entstehen, dass durch eine bewusst komplizierte Formulierung etwaiges Nichtwissen verschleiert werden soll.

Viele Grüße
Kati

Hallo Tobias,

ich habe einerseits geh"ort, dass man S"atze m"oglichst kurz
formulieren sollte, auf der anderen Seite machen es viele aber
anders. Es geht mir um wissenschaftliche Texte. Was ist da
richtig, und welche Wirkung haben die beiden Varianten?

Das hier ist noch wichtiger als die Satzlänge:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kontrolliertes_Vokabular

Widerspricht zwar dem was der Deutschlehrer immer wollte, aber es gibt nichts schlimmeres, als wenn ein Begriff eingeführt, möglichst noch erklärt wird, und im weiteren Text werden dann Synonyme verwendet.

MfG Peter(TOO)

.

Hallo Felix,

ich kann natürlich nicht mit Sicherheit wissen, weshalb Tobias’ Beitrag so aussieht, aber auf mich macht das den Eindruck, als sei er gewohnt, alles mit LaTeX zu schreiben. Dafür benötigt man dann entweder eine Oberfläche, die einem Umlaute automatisch in {"a} verwandelt (so mach ich das zu Hause), oder man muss eben das ä als "a, "a oder {"a} eingeben (so muss ich das auf Arbeit machen).

Liebe Grüße
Immo

Hallo Immo,

richtig. Ich hab die Tastertur auf amerikanisch eingestellt, damit ich besser an die Sonderzeichen komme, die sind da n"amlich viel besser zu erreichen, und zum Formeln teXen oder Programmieren ist das besser. Als Nachteil hab ich halt keine Umlaute.

Tobias