Hallo,
wir wohnen in einem 5,10 mal 9,50 langem Schlauch, der uns als Wohnzimmer und Eßzimmer dient. An den Stirnseiten befindet sich jeweils ein Fenster. Der Raum ist gleichzeitig Durchgangsraum zur Küche. Wie kann man bei der Einrichtung und Farbwahl den schlauchartigen Eindruck vermeiden? Wir haben schon viel versucht, es sieht immer aus wie eine Rennstrecke! Hat jemand schon mal ein ähnliches Problem gelöst oder vielleicht einen interessanten Link für uns, wo solche Probleme behandelt werden?1
Vielen Dank für eure Hilfe,
Gruß,
Stefan
vielleicht mit Farben
Hallo Stefan,
Laut Farbton-Theorie lässt ein kalter Farbton (blautöne) eine Fläche eher weiter, und ein warmer Farbton (orange, rottöne) eine Fläche eher näher erscheinen. Also: Entweder die kurzen Stirnseiten in einem warmen, dunkleren Farbton streichen. Oder die Längsseiten in einem kalten hellen Farbton. Je nach Geschmack.
Grüße,
Laura
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Hallo Stefan!
Leider schreibst du nicht, in welcher Höhe sich eine Tür bzw. der Durchgang zur Küche befindet und ob noch weitere Türen von diesem Raum abgehen. Eine der vielen Möglichkeiten neben der farblichen Gestaltung, gibt es weitere unzählige Möglichkeiten einen Raum optisch zu unterteilen, ohne ihn wirklich zu trennen. So z.B. die Anbringung eines halbhohen Kamins (brennt mit Gelpaste)in der Mitte des Raumes, dessen „Feuer“ sowohl zur Esszimmerseite, als als zur Wohnzimmerseite sichtbar ist. Eine Ummantelung des Kamins kann ein weiterer gestalterischer Element sein.Kamingröße mit Ummantelung ca.Länge: bis 2 m, Höhe: bis max. 1,60 m, Tiefe: bis max. 50 -60 cm. Mit solch einer Unterteilung schaffst du quasi zwei Bereiche und je nach dem, wie die Möblierung angeordnet ist (und natürlich auch womit) kann ein wunderbar, wohliger, großzüger Wohn-Essbereich entstehen. Kannst du es dir einigermaßen Vorstellen, wie ich es meine?
Gruß
Pamfilya
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Hallo Stefan,
auf jeden Fall würde ich zuerst den Raum aufteilen um ihm die länge zu nehmen.Da gibt es die Möglichkeit dies mit einem Regal oder einem anderm Möbel zu versuchen.
Gruß
Markus
Hallo,
wir wohnen in einem 5,10 mal 9,50 langem Schlauch, der uns als
Wohnzimmer und Eßzimmer dient. An den Stirnseiten befindet
sich jeweils ein Fenster. Der Raum ist gleichzeitig
Durchgangsraum zur Küche. Wie kann man bei der Einrichtung und
Farbwahl den schlauchartigen Eindruck vermeiden? Wir haben
schon viel versucht, es sieht immer aus wie eine Rennstrecke!
Hat jemand schon mal ein ähnliches Problem gelöst oder
vielleicht einen interessanten Link für uns, wo solche
Probleme behandelt werden?1
wäre das mein Raum, ginge ich so vor:
die Längswände werden in einem sehr hellen Gelb gestrichen. Die Wände mit den Fenstern weiß.
Bei der Länge schluckt alles andere zu viel Licht.
Der Raum wird in etwa gedrittelt, natürlich abhängig davon, wo die Tür zur Küche ist.
2/3 davon sind das Wohnzimmer, der „Rest“ dient als Eßzimmer.
Getrennt werden beide durch einen Raumteiler, der aus einer Regal/Schrankwand bestehen kann, wenn Du bereits so ein Möbel hast. Besser ist aber ein quasi transparentes Element. Das kann ein Gitter/lange Stäbe sein, oder ein Rahmen mit gestrahltem Glas. Letzteres ist etwas aufwändig, kann aber, wenn doppelwandig, vom Fachmann mit Beleuchtung versehen werden, so dass ihr mitten im Raum eine matte, leuchtende Fläche hättet.
Ob ihr den Raumteiler auf die Küchertürseite stellt, müsst ihr ausprobieren. Möglich, dass er eher ein Hindernis wäre und deshalb gegenüber platziert gehört.
Man darf bei allem nicht vergessen, dass es in jeder Wohnung so etwas wie „Rennstrecken“ gibt. Jeder Mensch neigt dazu, immer wieder dieselben Wege zu gehen, und die sind meistens direkt. Slalom sieht die Natur nicht vor.
Wollt ihr keinen Raumteiler verwenden, empfiehlt sich eine sanfte Wandfarbenteilung. Die Grundfarbe Gelb sollte bleiben, ihr könnt sie auf der Eßzimmerseite des Raums mit Ocker intensivieren, oder umgekehrt auf der Wohnzimmerseite mit einer Auflage in Silber oder Perlmutt veredeln. Da gibt es heute zahlreiche Möglichkeiten. Achtet auch Lichtinseln im Raum. Auch hier sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Lichtinseln können eine Reihe von Beleuchtungskörpern (im weitesten Sinn) in der Zimmerdecke sein. Ihr könnt auch Standleuchten verwenden. Doch sollten sie so arrangiert werden, dass sie den Raum nicht paralell beleuchten, sondern in der Diagonale. Auch das verkürzt die Rennstrecke.
Steht der Eßzimmertisch gegenüber der Küchentür, oder „auf ihrer Raumseite“?
Wohnzimmer mit vermutlich Couch und Eßbereich sollten sich diagonal gegenüberliegen, wenn das geht.
Unabhängig von den Lichtinseln müsst ihr natürlich darauf achten, dass ihr bei Bedarf die gesamte Raumlänge taghell ausleuchten könnt.
Niemand stolpert gerne mit dampfenden Schüsseln.
viele Grüße
Geli
Meine Vorredner hatten schon gute Ideen. Als Innenarchitekt rate ich davon ab den Raum durch große Möbel zu teilen. Besser ist es Funktionsbereiche zu schaffen, welche sich auch farblich gegenüber stehen. Das heißt, z.B. Sitzecke mit anderem Bodenbelag oder zusätzlichem Teppich. Eventuell auch durch Farbfelder an der dahinterliegenden Wand und durch akzente setzende Beleuchtung. Das ganze unterstützen durch freistehende Möblierung wie Sessel und Tische oder auch Pflanzen oder sogar Baravents, aber bitte nicht verbauen. Generell gilt die Längswände heller als die Fensterwände, da hauptsächlich diese das Licht reflektieren und dunkle Querflächen verkürzen den Raum optisch. Beim Fussboden kann man durch einen entsprechenden Fussbodenbelag in Querrichtung viel erreichen, z.B. Dielung, Rechteckige Fliesen, gestreifte Teppiche. Generell gilt es der ungewünschten Richtung entgegenzuwirken.