Hallo ich bin neu hier und habe da mal eine Frage.
Ich bin 23 jahre alt und bin Auszubildender im 2.ten Lehrjahr.
Mein Leben ging immer mehr den Bach runter bis mich meine Mutter letzendlich in die Psychiatrie eingewiesen hat.
Dort war ich 6 Wochen und habe nun vom Nervenarzt einen Eingliederungsplan bekommen.
Damit war ich bei meinem Arbeitgeber und dieser war damit gar nicht einverstanden und schickte mich zum Betriebsarzt.
Bei diesem war ich heute und dieser meinte es wäre absolut korrekt mit dem Plan.
Danach war ich allerdings bei meinem Hausarzt um mir eine Krankmeldung zu holen und dieser sagte mir ich solle doch unbedingt eine Langzeittherapie angehen um nicht wieder in den alten Trott der Depressionen und suizidalen Gedanken zu fallen.
Er meinte ich solle mir im Internet eine Klinik raussuchen die mir gefiele.
Ich würde gerne so eine Thraumatherapie machen allerdings habe ich auch mit Drogen und Alkohol /spielen (spielothek) Probleme.
Ich hoffe mir kann hier jemand weiterhelfen.
Meine mutter sagt ich solle das angehen und meinen Ausbilder um verschiebung der Ausbildungszeit fragen oder gar auf die Ausbildung verzichten da meine Gesundheit doch wichtiger wäre.
Ich habe eine Depressive Belastungsstörung und muss auch Antidepressiva und Beruhigungsmittel nehmen.
Ich brauche dringend Hilfe hoffe mir kann hier jemand helfen. Danke im vorraus
Hallo liebe Sonne,
bespreche Deinen Weg mit Deinem Hausarzt, denn er kennt die geeignete psychologische Anlaufstelle für Dich.
Ich persönlich empfehle Dir eine psychotherapeutische Langzeitbehandlung, möglicherweise ambulant, begleitend zu Deiner Berufstätigkeit.
Entsprechende Psychotherapeuten, bzw. psychotherapeutische Tageskliniken kannst Du auch über Deine Krankenkasse erfahren.
Wünsche Dir alles Liebe
und viel Gesundheit!
Hallo Brigitte, erstmal vielen Dank für die Antwort.
Das Problem an der Ganzen Sache ist ja, das ich nicht wiede rin den selben Trott verfallen will und deswegen hat mir mein Hausarzt auch gesagt ich solle eine Langzeittherapie (KUR) machen weg von Trier für 3-6 Monate. Ich finde das Ganze auch ziemlich wichtig, da sich mein Ganzes Leben immer mehr verschlimmert.
Er sagte alles andere würde da erstmal nichts bringen.
Ich glaube auch da smir das gut tun würde.
Er meinte halt nur zu mir ich solle mir eine Klinik raussuchen und dann vorbeikommen er würde dann alles mit mir machen was notwendig ist.
Das mit den psychotherapeutischen Tageskliniken werd ich auch mal ansprechen und sehen was er dazu sagt.
Vielen Dank für die Tipps =)
Ich melde mich nochmal wenn ich genaueres vom Doc weiß.
Liebe Grüße
Hallo Unter der Sonne,
was du da schreibst klingt sehr vielschichtig, so dass du hier vielleicht einige Meinungen bekommen kannst aber kaum Lösungen erwarten solltest.
Ich selbst bin noch in Ausbildung als psychotherapeutischer Heilpraktiker und von daher Laie.
Zunächst hätte ich also mehr Fragen, als Tipps. Ist deine Frage, welche Klinik hier jemand für Depressive Belastungsstörung empfehlen kann?
Mit dem Begriff „Langzeittherapie“ ist häufig eine psychoanalytische Vorgehensweise gemeint.
Eingliederungsplan klingt nach erfolgversprechender verhaltenstherapeutischer Rangehensweise, die von dir viel Selbstdisziplin verlangt. Und wenn du letztere irgendwie aufbringen kannst, dann tu es. Aus eigener Erfahrung einer depressiven Verstimmung weiß ich, das Disziplin manchmal das einzige ist, was noch bleibt, weil Lust und Motivation einfach weg sind. Und versuche einen Therapeuten deines Vertrauens in deiner Nähe zu finden, der dich Berufsbegleitend unterstützt.
Hast du Freunde, mit denen du gut über deine Situation sprechen kannst? Wenn nicht, gibt es vielleicht in deiner Nähe therapeutische Selbsthilfegruppen zum Thema Alkohol und Drogen bei denen du kompetente und menschliche Unterstützung von Leuten bekommen kannst, die ähnliche Situationen wie du gut kennen. Mein Gefühl zu dir ist, dass dir solche Kontakte gut tun können, auch wenn die Vorstellung jetzt vielleicht Unbehagen bei dir auslöst.
Wieso willst du Traumatherapie machen? Ich möchte hier nicht anonym im Internet deine Seele ausgebreitet bekommen. Ich weiß zur Traumatherapie zunächst nur so viel, das es wichtig ist, Traumata nur im sehr geschützten Rahmen eines fachkundigen Therapeuten zu „Reinszenieren“, so nennt man es, wenn du belastende Ereignisse neu erlebst, weil du davon z.B. erzählen sollst.
Zum Thema Suizidgedanken haben die dir in der Klinik sicher schon nahe gelegt, ein paar Telefonnummern von verständigen Freunden, der Telefonseelsorge (0800/111 0 111 · 0800/111 0 222) oder Therapeuten die auch nachts ansprechbar sind bei dir zu haben, die du anrufen kannst, wenn es dir ganz schlecht geht. Vielleicht gibt es auch einen guten Chat zu solchen Fragen, müsstest du mal recherchieren wenn du gut drauf bist.
Einen lieben Gruß und „halt dich wacker“!