Moin,
Gefahren sind mir bekannt!
Nein, sind sie nicht, denn sonst würdest Du die folgenden
Fragen so nicht schreiben:
Dieses Eindrucks kann ich mich auch nicht ganz erwehren. Nachdem ich mir den Wiki-Artikel zum Stickstofflaser durchgelesen habe, bleiben mir insbesondere ein paar Fragen…
Wo bekomme ich Hochspannung her, bzw. wie viel Spannung
brauche ich genau?
Als Vorversuch bietet sich hier an als erstes eine „normale“ Leuchtstoffröhre nachzubauen. Das ist nichts anderes als eine Gasentladung, die Du für einen solchen geplanten Gaslaser auch benötigst. Alleine das wird schon gewissen Aufwand bedeuten, insbesondere, wenn man das einigermaßen sicher hinbekommen möchte. Bedenke auch hier insbes. daß dort einiges an UV-Strahlung ensteht, die auf Dauer den Augen nicht gut bekommt. Vor dem Aufbau des Lasers empfehle ich sowieso, eine passende Schutzbrille zu erwerben: http://www.laser2000.de/index.php?id=363030&L=0
Je mehr ich mit Lasern arbeite, desto mehr Respekt bekomme ich vor denen. Und ich habe nur zwei Augen.
Aus welchem Metall sind diese „Scheiden“? - Eisen? Aluminium?
Aluminium
Es ist vollkommen egal, da es sich um Kondensatorplatten handelt. Du darfst sie auch aus Platin bauen. Stahl oder Alu ist jedoch am billigsten. Da es die offenbar schon als Set zu beziehen gibt, empfehle ich, genau das auch zu tun… sonst laserst Du irgendwo hin, nur nicht da, wo Du willst bzw. denkst. Lies Dich vorher in die Laserschutzvorschriften ein, anfangen kannst Du da bspw. hier: http://www.tu-braunschweig.de/pci/service/laserschut…
Erfolgt die Erdung über diese Klammern in der Steckdose?
Kann man tun. Dein Netzteil, weilches die Hochspannung liefert, sollte auch eine Erdung haben, wo Du diejenige vom Experiment anschließen kannst.
Das wollte ich auch noch beantwortet bekommen, ob das die
kleine Klammer aushält.
Das hängt vom Strom ab, nicht von der Spannung.
Finger weg davon! Ich schreibe das jetzt nicht, weil ich Dir
aufgrund Deines Alters nichts zutraue, sondern weil
Hochspannung auch für einen Erwachsenen lebensgefährlich ist.
Schon allein mit 230V aus der Steckdose ist nicht zu spaßen.
Glaube es mir: ich habe es schon am eigenen Leib gespürt und
bin froh, dass ich es überlebt habe!
Es kommt immer auf die dabei auftretenden Ströme an. Aber in diesem Fall dürften die wegen der hinreichenden Kapazität groß genug sein, um gefährlich zu werden.
Was willst Du denn mit Deinem Laser anfangen? Für die meisten
Versuche, die mir einfallen, ist eine Laserdiode aus einem
Laserzeigestock besser zu handhaben und wesentlich
ungefährlicher, und noch dazu besser geeignet, weil es sich um
einen cw-Laser handelt.
Dem kann ich auch zustimmen. Trotzdem, der Vorteil des N2-Lasers scheint zu sein, daß man keine geschlossene Kavität braucht.
Auf jeden Fall viel Spaß beim Basteln. Aber paß mit der Hochspannung auf… Besorge Dir tatsächlich die guten Laborkabel, auch wenn die etwas pro Stück kosten, und bau es so ordentlich auf, wie’s in der Anleitung von Florian Karsten dokumentiert ist.
Gruß,
Ingo