Laserbehandlung der Nasenmuscheln - Chance? Risiko

Hallo,
mein HNO-Arzt hat mir aufgrund häufiger Nasenneben- und Stirnhöhlen-Entzündungen zur „besseren Belüftung“ meiner Nasennebenhöhlen eine Laserbehandlung der sog. Nasenmuscheln empfohlen.
Erstmal erscheint mir die Methode als sympathisch, da sie doch weniger problemlos als eine Voll-OP zu sein scheint.

Hat jemand damit schon Erfahrungen gemacht?
Kennt jemand die Risiken der Methode oder weiss wo man sich noch informieren kann?

Bin jeden Tip dankbar,
Jan

Hi

mein HNO-Arzt hat mir aufgrund häufiger Nasenneben- und
Stirnhöhlen-Entzündungen zur „besseren Belüftung“ meiner
Nasennebenhöhlen eine Laserbehandlung der sog. Nasenmuscheln
empfohlen.
Erstmal erscheint mir die Methode als sympathisch, da sie doch
weniger problemlos als eine Voll-OP zu sein scheint.

Werden dabei die Nasenmuscheln verkleinert?

Hat jemand damit schon Erfahrungen gemacht?

Wenn obiges zutrifft, dann ich.
Ich habe das im Vorjahr machen lassen, weil ich meinen Schnupfen ewig nicht losgeworden bin und daher mal statt des Hausarztes den HNO aufgesucht habe.
Nach dem ich mit seiner Hilfe den Schnupfen losgeworden bin, empfahl er mir eine Verkleinerung der Nasenmuscheln

Das ganze dauerte ca. 1 Stunde, wobei die Behandlung selber in knapp 15 Minuten vorbei war. Der Rest war Wartezeit danach, ob man eventuell schlappmacht.

Es war nicht sonderlich angenehm, hat aber nicht wehgetan.
Allerdings stinkt es etwas und man hat eine ganze Weile einen unangenehmen Geruch in der Nase.

Ah ja: Du mußt sämtlichen Schmuck ablegen.

Ich habe nachher keinen riesigen Unterschied beim normalen Atmen festgestellt, allerdings war bei meinem diesjährigen Schnupfen die Nase nicht mehr so komplett verstopft wie sonst.

Gruß
Edith

Hallo,

Du musst überlegen, was das Ziel sein soll.

Eine Verkleinerung der Nasenmuscheln (davon hat man drei an jeder Seite, wobei die dritte meistens nicht sehr ausgeprägt ist) kann eine Atmungsbehinderung beheben, muss aber nicht und oftmals wird diese OP auch nur durchgeführt, um Geld zu machen. Überlege Dir die Notwenidgkeit. Nach meinem Wissen macht das nur Sinn, wenn die Muscheln wirklich sehr ausgeprägt sind.

Zusätzlich wird in einer regulären OP gegen die Stirnhöhlenentzündung etc. normalerweise eine Ausräumung vom Stirnhöhle, Kieferhöhle und Siebbeinzellen vorgenommen. Dieses wäre gemäß Deinem Problem wohl eher sinnführend. So lange die Stirnhöhlen etc. dicht sind und sich dort ggf. auch noch Polypen und Schleimigessekret etc. angesiedelt haben, nützt Dir auch das Kappen der Nasenmuscheln nicht sehr viel um die Atmung zu verbessern.

Eine Ausräumung der Nebenhöhlen, Stirnhöhlen etc… kann Dir Linderung in Bezug auf die Entzündungen verschaffen, allerdings wird bei sehr vielen Patienten dieses Vorgehen nach 5-10 Jahren wieder notwendig sein.

Lass Dir unbedingt eine Kostenzusage Deiner Versicherung geben. Bei Wahlleistungen etc. im stationären Bereich kläre ebenfalls alles vorher mit Deiner Versicherung ab. Ließ Dir auch noch mal genau den Versicherungsvertrag durch, wenn Du privat versichert bis.

Hallo Jan!

Es ist etwas schwierig, hier was zu sagen, wenn man Deine Nase nicht sieht :wink:

Bei der LASER-Verkleinerung der Muscheln werden mit einem speziellen LASER einzelne kleine Furchen in die untere Nasenmuschel „gebrannt“.
Die Nasenmuscheln hängen wie kleine Flugzeugturbinen von der seitlichen Nasenwand in die Nasenhöhle. Behandelt wird die untere, die im Hauptluftstrom liegt.

Hierdurch kommt es zu einer Vernarbung und Schrumpfung des Gewebes.

Vorteil: einfach durchzuführen, auch in lokaler Betäubung und angenehmer für den Patienten als eine scharfe Conchotomie. Auch das Nachblutungsrisiko ist geringer.

Nachteil: die Muscheln können im Lauf der Zeit wieder nachwachsen.

Ein günstiger Einfluß auf Deine Nebenhöhlenbeschwerden kann allerdings nicht garantiert werden, da die direkten Zugänge zu den Nebenhöhlen ein Stück weiter wegliegen. Kann natürlich schon sein, daß die Nebenhöhlen ausheilen, wenn die Luftverhältnisse in der Nase gebessert sind.

Die andere Möglichkeit wäre nach Anfertigung eines Computertomogrammes bei Bedarf die Zugänge zu den Nebenhöhlen erweitern zu lassen, zum Beispiel durch eine „Infundibulotomie“. Das ist dann allerdings ein größerer Eingriff.

Gruß
Peter