Laserdiode anschalten

Hallo Experten,

ich habe eine Laserdiode (Aufgedruckter Typ: 6DEL0001, 650nM mit angeblich 250mW Leistung) mit angeblich passender Steuerung erworben.

Leider sind keinerlei Anschaltpläne dabei.

Ich habe eine Platine mit aufgedruckter Typ-Bezeichnung S-19P vor mir liegen. Es gibt zwei Drähte rot/schwarz, nehme mal an, Spannungseingang, leider nicht beschriftet.

Zwei Drähte gehen auf einen Stecker, die Drähte sind auf der Platine beschriftet mit GND und GCT, nehme mal an, die gehen zur Diode?

Außerdem zwei Steckpins mit der Beschriftung GRREN, nehme mal an der Ein-/Ausschalter?

Nun meine Fragen:

Wie wird die Platine beschaltet und mit welcher Spannung? Möchte ausschließlich über Batterie versorgen.

Die Diode hat drei Pins, wenn ich das mit einer SANYO Diode vergleiche, dann ist mit Blick auf die Pins von unten

Pin 2 unten/mitte = GND, rechts Pin 1= LD, links PIN 2= PD.

Ist das generell so, bzw. wie wird die Diode beschaltet?

Muss die Diode bei Betrieb gekühlt werden?

Danke für Hilfe :smile:

Viele Grüße, Boris

Hallo,
wieviel Ahnung hast du von Elektronik und was weißt du
über Laserdioden?

Warum fragst du nicht da nach, wo die de Laserdiode mit Steuerung
her hast. Gibt es keine Angaben über Hersteller?

250mW ist schon ein ganz schöner Klopper.
Soll das Impulspower sein oder DC.
Hat die LD einen Monitorchip? Das kann man von außen auch sehen.

Wenn man nix zu der LD weiß, kann man die auch unter Beachtung
spezieller Vorkehrungen auch austesten.
Dazu braucht man nur ein Labornetzteil und einen Vorwiderstand.
Ob die Regelschaltung funktioniert, kann hier niemand sagen.
Falls nicht, ist die LD nach dem ersten Versuch wahrscheinlich
gestorben.
Gruß Uwi

ich habe eine Laserdiode (Aufgedruckter Typ: 6DEL0001, 650nM
mit angeblich 250mW Leistung) mit angeblich passender
Steuerung erworben.
Leider sind keinerlei Anschaltpläne dabei.
Ich habe eine Platine mit aufgedruckter Typ-Bezeichnung S-19P
vor mir liegen. Es gibt zwei Drähte rot/schwarz, nehme mal an,
Spannungseingang, leider nicht beschriftet.
Zwei Drähte gehen auf einen Stecker, die Drähte sind auf der
Platine beschriftet mit GND und GCT, nehme mal an, die gehen
zur Diode?
Außerdem zwei Steckpins mit der Beschriftung GRREN, nehme mal
an der Ein-/Ausschalter?
Nun meine Fragen:
Wie wird die Platine beschaltet und mit welcher Spannung?
Möchte ausschließlich über Batterie versorgen.
Die Diode hat drei Pins, wenn ich das mit einer SANYO Diode
vergleiche, dann ist mit Blick auf die Pins von unten

Pin 2 unten/mitte = GND, rechts Pin 1= LD, links PIN 2= PD.

Ist das generell so, bzw. wie wird die Diode beschaltet?

Muss die Diode bei Betrieb gekühlt werden?

Danke für Hilfe :smile:

Viele Grüße, Boris

Hallo Uwi

danke für Deine Antwort :smile:

wieviel Ahnung hast du von Elektronik und was weißt du
über Laserdioden?

Ich bin Elektroniker und habe billig bei ebay eben dieses Set
gebraucht erstanden, in der Annahme, dass irgendwelche Schaltpläne
dabei sind. Leider hatte der Verkäufer nichts und auch keine Ahnung.
Von Laserdioden habe ich auch keinen Plan, bin aber lernfähig :smile:

250mW ist schon ein ganz schöner Klopper.

Angabe des Verkäufers, ich tippe, nachdem die Diode nur 4mm
Durchmesser hat, auf eine deutlich geringere Leistung.

Soll das Impulspower sein oder DC.

hm, das sagt mir nichts. Ich möchte einen Laserpointer
mit Batteriebetrieb (idealerweise mit Monozellen) bauen. Es ist mir klar, dass dies kein Spielzeug ist. Der Strahl kann gepulst oder
dauerhaft sein. Ich möchte ihn nur manuell ein- und ausschalten können.

Wegen Kühlung: Der Betrieb ist nur kurzzeitig, jeweils ein paar
Sekunden.

Hat die LD einen Monitorchip? Das kann man von außen auch
sehen.

Nein, die Diode sieht aus, wie eine dieser auf dem oberen
Bild:
http://www.photonic-products.com/german/products/las…

Ob die Regelschaltung funktioniert, kann hier niemand sagen.

Ich habe die Schaltung gefunden, es ist exact diese:

http://www.laseruniverse.de/index.php?article_id=69&…

Falls diese jemand kennt, gerne Info, ansonsten kontaktiere ich
laseruniverse und bitte um einen Schaltplan…

Wenn man nix zu der LD weiß, kann man die auch unter Beachtung
spezieller Vorkehrungen auch austesten.
Dazu braucht man nur ein Labornetzteil und einen
Vorwiderstand.

Labornetzteil ist nicht vorhanden, wie wäre es mit einer
Batteriespannung, exact 5 V werde ich wohl nicht bekommen,
dann mit 3 x 1,5V?

Viele Grüße, Boris

Hallo Boris!

Laserdioden haben ein ganz bescheidene thermische Stabilität. Um einen einigermaßen konstanten Output zu erzeugen, baut man i.d.R. noch eine sogenannte „Monitor-Diode“ mit ins Gehüse ein, deren Signal von einer Regelschaltung benutzt werden kann, um die Laserleistung konstant zu halten bzw. kontrolliert zu modulieren. Da eine Laserdiode sowieso nach vorne und hinten strahlt, kann man den hinteren Strahl dazu benutzen die tatsächlich abgegebne Lichtleistung zu messen. Das erledigt die Monitordiode, die nichts anderes als eine normale Fotodiode ist. Dabei wird die Laserdiode in Flussrichtung betrieben, die Monitordiode in Sperrichtung. Die Fotodiode lässt umso mehr Strom in Sperrrichtung durch, je mehr Licht darauf fällt. Es gibt also einen zusammenhang zwischen Lichtoutput der Laserdiode und Fotostrom der Monitordiode. Dieser ist im Datenblatt auch angegeben.

Laserdioden dürfen, wie auch LEDs, nur mit Vorwiderstand betrieben werden, wobei bei billigen Laserpointern auch gerne mal der Innenwiderstand der Batterie (Knopfzellen) dafür her halten muss. Ohne Strombegrenzung (Vorwiderstand oder geregeltes Netzteil) würde die Laserdiode, wegen der exponentiell ansteigenden und temperaturabhängigen Strom/Spannungs-Kennlinie, immer mehr Strom ziehen und schließlich den thermischen Tod sterben. Das kann mit entsprechend niederohmiger Spannungsversorgung innerhalb von Millisekunden passieren.

Deine Laserdiode hat 3 Anschlusse. LD für Laserdiode, FD für Fotodiode und GND, den gemeinsamen Anschluss. Dabei gibt es i.d.R. 2 Gehäusevarianten. Eine, bei dem die Anode der Laserdiode und die Kathode der Monitordiode gemeinsam auf GND liegen (wie gesagt, LD in Flussrichtung und FD in Sperrichtung) und eine bei der es umgekehrt ist. Falls du das Datenblatt zu deiner Diode nicht hast, dann musst du mit dem Ohmmeter ausmessen welches die Flussrichtung und welches die Durchlassrichtung ist. Dabei solltest du aber an der Monitordiode (FD-GND) messen, denn die Laserdioden vertragen nicht viel Sperrspannung (ca. 2 V). Die Laserdiode (LD-GND)ist dann automatisch anders rum gepolt.

Liebe Grüße,

Thomas.

Danke, Thomas, für die ausführlichen Erklärungen.

Soweit verstanden, jedoch, sind die Pins nicht bezeichnet und so kann ich auch nicht vorrangig die Monitordiode FD messen…

Liebe Grüße, Boris

Hallo,

Ich bin Elektroniker und habe billig bei ebay eben dieses Set
gebraucht erstanden, in der Annahme, dass irgendwelche Schaltpläne
dabei sind. Leider hatte der Verkäufer nichts und auch keine
Ahnung.
Von Laserdioden habe ich auch keinen Plan, bin aber lernfähig

Oje, das hat wohl wenig Aussichten auf Erfolg.
Als Anfänger mal eben eine unbekannte LD mit irgend einer
Schaltung zusammenknippern undd ann hoffen das das geht ?
Eher nicht. Laserdioden sind supersensibel in verschiedener Beziehung.
Da reicht unter umstönden schon anfassen, dass das Teil vorgeschädigt
oder kaputt ist.

250mW ist schon ein ganz schöner Klopper.

Angabe des Verkäufers, ich tippe, nachdem die Diode nur 4mm
Durchmesser hat, auf eine deutlich geringere Leistung.

Vermutlich. Und ob das Ding überhaupt noch funktioniert, ist wohl
eher sehr zweifelhaft. Ich hätte dafür einen Euro gegeben.

Die Schaltung scheint eh nicht für Konstantleistungsregelung
zu sein. Evtl. hatte die LD mal eine Pulsleistung von 250mW.
250mW Dauerstrich (DC) kommen nur auch sogenannten LD-Stacks.
So kleine LD haben eher zwischen 5-50mW.

Soll das Impulspower sein oder DC.

hm, das sagt mir nichts. Ich möchte einen Laserpointer
mit Batteriebetrieb (idealerweise mit Monozellen) bauen.

Sowas gibt es für 5€ zu fertig kaufen.

Es ist mir klar, dass dies kein Spielzeug ist.

Nein, 250mW DC wären wohl schon Klasse 3B oder so.

Der Strahl kann gepulst oder
dauerhaft sein. Ich möchte ihn nur manuell ein- und
ausschalten können.
Wegen Kühlung: Der Betrieb ist nur kurzzeitig, jeweils ein
paar Sekunden.

Hat die LD einen Monitorchip? Das kann man von außen auch
sehen.

Nein, die Diode sieht aus, wie eine dieser auf dem oberen
Bild:
http://www.photonic-products.com/german/products/las…

Tja, der Monitorchip ist ja auch innen auf der Rückseite des
Gehäuses.

Ob die Regelschaltung funktioniert, kann hier niemand sagen.

Ich habe die Schaltung gefunden, es ist exact diese:
http://www.laseruniverse.de/index.php?article_id=69&…

Ein Schaltplan ist da aber nicht.

Falls diese jemand kennt, gerne Info, ansonsten kontaktiere
ich laseruniverse und bitte um einen Schaltplan…

Versuche es.

Wenn man nix zu der LD weiß, kann man die auch unter Beachtung
spezieller Vorkehrungen auch austesten.
Dazu braucht man nur ein Labornetzteil und einen
Vorwiderstand.

Labornetzteil ist nicht vorhanden, wie wäre es mit einer
Batteriespannung, exact 5 V werde ich wohl nicht bekommen,
dann mit 3 x 1,5V?

Du brauchst eine zuverlässig einstellbare Stromquelle bzw.
eben eine einstellbare Spannungsquelle + Vorwiderstand.

Was hast du den damit vor. Soll es für einen bestimmten Zweck sein?
Lasersteuerungen mit funktionierenden Lasern habe ich noch als
Schrott zu Dutzenden rumliegen.
Gruß Uwi

Hallo Boris!

Hat das Gehäuse 3 Kerben? 2 davon dreieckig und eine rechteckig? Wenn du das Ding von unten anschaust, mit der rechteckigen Kerbe unten, dann ist der mittlere Pin der gemeinsame Anschluss (GND), rechts ist die Laserdiode (Pin 1) und links die Monitordiode.

Liebe Grüße,

Thomas.